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Robo Advisor vs. DIY

Hallo zusammen,

Ich beschäftige mich nun schon länger mit ETFs und stehe nun vor der Frage, ob ich mein Geld in ein Robo-Advisor resp. Vermögensverwaltung oder in ein selbst verwaltetes Portfolio investiere.

Ich plane erstmal 50kCHF einzuzahlen und dann jährlich für weitere 20 Jahre 6kCHF/Jahr zu investieren. Gedacht habe ich da an einem Portfolio bestehend aus MSCI World, Emerging Markets, noch etwas Schweiz dazu und dann vielleicht irgendwann eine Prise aus spezifischen Branchen. Worauf ich achten muss bei der Wahl der ETFs meine ich zu verstehen und habe mich auch entschieden, dass diese thesaurierend, günstig, physisch replizierend und voluminös sein sollen.

Die Gebühren für Robo-Advisors finde ich relativ hoch. Bei meinem Sparvorhaben, machen die 0.5% (zB TrueWelth) mit einer mal angenommenen erwarteten Rendite von 5% und zinseszinsgerechnet knapp 18kCHF die ich alleine für diese Dienstleistung zu zahlen hätte.
Nun zu meinen Fragen.
Welchen Benefit hätte ich vom Robo, wenn mein Portfolio breit diversifiziert ist (auch oder v.a. in Bezug auf das Rebalancing)?
Für welchen Nutzen bezahle ich in meinem Fall mit den 18kCHF?
Nimmt der Robo dann ETFs aus aktuell „performanten“ Märkten hinzu und wieder raus und versucht er dann ähnlich wie bei einem aktiv gemanagten Fonds die Märkte zu schlagen - was ja im Fall von einzelnen Stocks erwiesenermassen nur selten gelingt?

Im Internet finde ich leider keine Anbieterunabhängigen Artikel zu diesem Thema. Mich würde es mal wunder wie Ihr das sieht.

Vielen Dank und happy investing :slight_smile:
Grüsse Franc

Hallo Franc
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Ich habe meine Erfahrungen dazu hier niedergeschrieben

Falls du weitere Fragen hast, kannst du dich gerne bei mir melden.

Ich würde generell von Robo Advisorn abraten, die Gebühren sind viel zu hoch.

Hab in deinem Beispiel mal gerechnet mit True Wealth und eigenes ETF Portfolio mit Swissquote (wobei es da noch günstigere Anbieter gibt als SQ).

True Wealth würde dich in den 20 Jahren mit ca. 4% Rendite p.a. mehr als 16’000 CHF kosten, ein Portfolio bei SQ inkl. Gebühren ca. 4600 CHF.

Fazit: Mit TW würdest du quasi 12’000 CHF einfach so zum Fenster rauswerfen. Wenn du jetzt anstatt Swissquote noch einen günstigeren Broker nehmen würdest wäre der Unterschied noch markanter.

1 Like

Hallo Franc,
Aktuell habe ich ua. den Roboadvisor Yova mit 60k CHF und ich werde sehr wahrscheinlich das Geld umschichten in selbst gemanagte ETFs bei Interactive Brooker. Die Gebühren sind relativ hoch und Yova betreibt Stockpicking. Die Logik aus den Transaktionen erschliesst sich mir auch nicht immer z.B. wurde gleichzeitig eine Aktie verkauft und dieselbe wieder gekauft. Beispielsweise habe ich in diesem Jahr nur Minus gemacht bei Yova und diverse Nachhaltigkeits ETF liegen YDT stark im Plus. Man findet jedoch bei Google auch Leute, die mit Yova im Plus liegen.

Bei https://thepoorswiss.com/blog/ findest du diverse Vergleiche z.B. Selma, Yova, Truewealth, wobei TW wohl noch der günstigste davon ist.

Gruss,
Bara

Hallo Franc

Genau vor der gleichen Entscheidung wie du stehe ich aktuell auch.

Ich habe bisher rund 15k in Selma und Yova investiert und bin mir nun am überlegen, via Swissquote mit ETFs zu beginnen. Auch bei Swissquote gibt es einiges an Gebühren meiner Meinung nach.

Dieselbe Frage hatte ich gestern im Stream gestellt. Thomas meinte, lieber ETFs via Broker und nebenbei noch EInzelaktien und / oder Robi-Advisors.

Hast du dich bereits für eine Strategie bzw. für einen Broker entschieden?

Gruss Lionel