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Verschiedene Robo Advisors

Hallo
Heute hatte ich einen Prospekt von clevercircles.ch im Briefkasten.
Ich habe mir das Cockpit mal angesehen. Ich finde es recht gut gemacht.
Bei CHF 5’000 Einlage: 0.65% p.a.
Ab 100’000 0.55% p.a.
Ab 200’000 0.45% p.a.

Ist das empfehlenswert?

Beste Grüsse
Markus

Nein. Nur minimal günstiger als andere Robos, aber immer noch hoffnungslos überteuert.

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Dann doch lieber nen Vanguard FTSE All World ETF. :slight_smile:

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Schau dir mal Findependent an. Da hab ich kürzlich ein Konto eröffnet. Ich war schon sehr lange auf der Suche nach einer einfachen und günstigen Anlagelösung (vor allem für ETF) für das freie Vermögen.

Eigentlich habe ich immer gehofft, dass VIAC noch eine Lösung fürs freie Vermögen bringt. Das haben sie aber bis jetzt leider nicht gemacht. Nun drängen immer mehr Player in den Markt. Für mich sind aktuell Selma und Findependent die absolut interessantesten Newcomer.

Verwaltungs- & Depotgebühren
0.44% pro Jahr auf deine Anlagesumme über CHF 2’000.-
quartalsweise abgerechnet
Diese weiteren Kosten fallen an:

  • ETF-Kosten: 0.12-0.23% pro Jahr
  • Wechselkurszuschläge
  • Stempel- & Börsenabgaben

Ab CHF 5000.- kann man eine eigene ETF-Anlagestrategie bauen und den beliebten „Vanguard FTSE All World ETF“ auch beimischen.

Wie findet ihr Findependent?

Völlig überteuert und unnötig. Mit den Produktkosten ist man dann wieder in etwa gleich teuer wie die anderen Anbieter und selbst wenn 0.44% all-inclusive wäre, wäre es immer noch massiv überteuert.

Da würde ich mir ja vorher noch ein Aktiendepot bei der UBS für 0.35% gönnen.

Was am wichtigsten ist sind die Depotgebühren also die wiederkehrenden Gebühren und da ist 0.44% jährlich auf den gesamten Betrag (-2000 CHF) einfach völlig überrissen.

Wenn es einfach und unkompliziert sein muss, dann wie vom Sparkojoten vorgeschlagen ein SQ Depot mit Vanguard FTSE All World ETF. That’s it.

Kosten 0.1% pro Jahr und das dann auch noch auf 200 CHF limitiert, also man bezahlt nie mehr als 200 CHF. Ja die Transaktionskosten muss man selber zahlen aber wenn man das etwas geschickt macht kommt man gut auf ca. 0.2% pro Transaktion, aber selbst wenn es 1% wäre, wäre es immer noch um Welten günstiger als jeder Roboadvisor, da die Transaktionskosten einmalig sind und somit kaum ins Gewicht fallen. Was ins Gewicht fällt sind die jährlichen wiederkehrenden Kosten auf dem Gesamtbetrag und bei Findependent und allen anderen Roboadvisorn bezahlst du dann jährlich etliche hunderte bzw. tausende von Franken pro Jahr nur an Gebühren während es bei SQ immer zwischen mind. 60 und maximal 200 CHF bleibt selbst wenn du Millionen dort bunkerst.

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Ich bin fan von Robos :slight_smile:
Einfach nur als Beimischung bei mir.
Für mich sind die Etf zu langweilig aber natürlich sehr sinnvoll. Bei einem Robo kann ich einfach jeden Monat per Dauerauftrag einen Sparplan haben. Habe nicht gerne nur einen Fonds auch wenn der natürlich diversifiziert ist.
Beim Robo wird für mich alles gemacht und das kostet. Wie im Restaurant bezahle ich 10 mal mehr für die Spaghetti als zuhause. Oder wenn ich in einen Club gehe bezahle ich auch min 10x mehr für einen drink usw.

Gruss und bald guten Wochenstart

Tj

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Hallo zusammen.
Welchen robo advisor könnt ihr für jemanden empfehlen der gerne investieren würde aber nicht selber kaufen will? Mir ist klar, dass robo advisor viel teurer sind als z.b. der VWRL, verstehe jedoch auch, dass es einige Leute gibt, die nicht selber kaufen möchten. Robo advisor sind immerhin besser als ein Fond von der Bank.
Bin auf eure Antworten gespannt.

Sehe ich nicht so. Praktisch alles ist besser als Robo Advisor ausser Geld gar nicht investieren und einfach auf dem Konto liegen lassen, bei schlechter Entwicklung ist vermutlich selbst das besser als der Robo.

Wenn man keinen Aufwand haben will würde ich einfach nur VWRL kaufen und sonst nichts, ca. 3000 Titel gut diversifiziert und für ein Bruchteil der Kosten eines Robo Advisors. Aufwand ist es auch keinen, einfach Dauerauftrag einrichten und mit der App alle paar Monate auf Trade klicken und VWRL kaufen das ist jetzt wirklich kein Aufwand.

Hallo @ElBarto

Benutze zurzeit selbst die Robo-Advisor InYova und von Raiffeisen das Rio.
Bin eigentlich mit beiden zufrieden.

InYova gefällt mir von der Aufstellung her im App sehr gut.
Benutzerfreundliches Designe mit überblick über News deines Impact.
Beim erstellen deiner Strategie kannst du beliebige Ausschlusskriterien auswählen wie z.b Tierversuche,Waffenhandel etc. wonach dann dein Portfolio zusammengestellt wird.

Rio von Raiffeisen ist weniger Detailliert,weniger „spielerisch“
Rio hat dafür eine Fokus Funktion die du deinem Portfolio setzen kannst.
Wie z.b eSports,Digitalisierung und neu auch Robotics.

Ich würde dir jedoch trotzdem einen ETF empfehlen wie es @AlephOne erwähnt.
Macht definitiv mehr sinn und gibt nicht wirklich mehr Aufwand.
Werde selber auch nächstes Jahr die beiden Robo-Advisor wieder schließen und das Geld in ETF,s Investieren.

Lass uns wissen wie du dich entscheidest :slight_smile:

Da stimme ich dir nicht zu. Ein Robo Advisor ist doch sicher besser alz z.b. ein fond von der UBS der 1.8 % kostet oder so. Wie gesagt mir ist klar, das der VWRL um einiges besser ist und ich besitze sogar diesen ETF😅 aber es geht mir um Leute, die nicht selber an der Börse kaufen wollen. Da wäre doch ein Robo Advisor eine gute Lösung.

Hat InYova nicht relativ höhe Gebühren?

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Das kommt drauf an. Die Fonds mit solchen TER’s haben ein aktives Management, d.h. da ist eine riesige Research Abteilung dahinter welche die Märkte analysiert, ein Chief Investment Office welches die Strategien festlegt, und sonst viele Spezialisten die das alles schön zusammenstellen. Da ist natürlich klar dass das mehr kostet als wenn man einfach nur passiv irgend einen Index abbildet. Ob jetzt aktiv oder passiv besser ist, ist wieder eine ganz andere Diskussion. Einfach der Hintergrund warum diese Fonds teurer sind. Mann muss jetzt aber nicht unbedingt ein solcher Fonds nehmen. Die UBS hat auch viele gute passive Fonds die man u.a. auch bei SQ kaufen kann und die wesentlich günstiger sind.

Verstehe das Bedürfnis von diesen Leuten nicht. Wenn man auf die Toilette geht muss man sich auch selbst den Hintern waschen und stellt nicht für 500 CHF die Stunde jemand an der das für einen erledigt. Einen einzelnen ETF zu kaufen ist jetzt wirklich weder ein Aufwand noch eine Kunst. Dauerauftrag einrichten und ab und an meinetwegen eine Market Order abschiessen für VWRL und gut ist. That’s it. Alle paar Monate ein paar Sekunden Aufwand.

Ich kann verstehen, dass das Thema für einige Leute irritierend ist, aber wie so mit allem sollte man sich generell bevor man Geld investiert, sich mindestens bis zu einem gewissen Grad damit auseinandersetzen. Man kann nicht Geld investieren ohne sich zumindest mit den Basics auseinandergesetzt zu haben. Sonst landet man dann eben in den Fängen von irgendwelchen Versicherungsgaunern die einem teuere 3A Lösungen andrehen wollen die man dann nicht mehr los wird, oder eben Robo Advisorn.

Man muss einfach wissen auf was man sich einlässt und man quasi regelrecht das Geld zum Fenster rauswirft und die meisten Leute wollen mit dem investieren genau das Gegenteil erreichen.

Hier ein Beispiel wieviel Geld man mit Inyova verliert im Vergleich zu SQ+VWRL bei Einzahlung von 2000 CHF pro Monat und 6% Rendite bei beiden.

Wichtig: Das ist nicht was Inyova kostet, sondern was man mit Inyova verliert im Vergleich zu SQ:

Nach 10 ca. 9’000 CHF
Nach 13 ca. 18’000 CHF
Nach 15 ca. 27’000 CHF
Nach 20 ca. 55’000 CHF
Nach 21 ca. 63’000 CHF
Nach 25 ca. 104’000 CHF
Nach 31 ca. 204’000 CHF
Nach 40 ca. 500’000 CHF

… an verlorenem Geld mit Robo Advisor.

Jetzt kann man natürlich schon sagen ja gut was sind schon 10-20’000 CHF, oder 100’000 CHF, oder eine halbe Million. Scheiss drauf ich will Robo Advisor weil ich kein Bock hab 2 Klicks zu machen alle paar Monate.

Ja klar, kann man so machen, ob es das Wert ist, ist eine andere Frage.

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Es geht auch darum mal etwas Luft zu schnuppern. Man kann später immer noch selber ETFs kaufen. Finde deine Abneigung etwas extrem genüber von Robo Advisor. Es gibt sicher Leute die gerne beim investieren an der Hand geführt werden. Und ich hätte trozdem gerne eine Diskussion darüber, welcher Robo Advisor zu empfehlen wäre.

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Langfristig ist ein einzelner Aktien-ETF für die meisten Leute nicht das Richtige. Wie viele haben z.B. kurz vor der Pensionierung die Risikofähigkeit und -bereitschaft für 100% Aktien? Die Standardempfehlung für Passiv-Anleger ist die Kombination von min. zwei Fonds (Aktien und Obligationen) und regelmässigem Rebalancing, zumindest ab einem gewissen Alter. Obligationen sind zwar aktuell in Europa nicht interessant, aber das wird hoffentlich irgendwann wieder etwas besser. Mit mehreren ETFs und Rebalancing wird es mit einem gewöhnlichen Broker etwas komplizierter. Ein gemischter Fonds kann eine Alternative sein, aber die sind von den Gebühren her oft sogar teurer als Robo Advisor.

Ich kaufe ETFs selbst beim Broker (ausser bei 3a), aber viele Leute interessieren sich nicht für das Thema. Robo Advisors sind langfristig deutlich angenehmer, wenn man möglichst nichts damit zu tun haben möchte und man kann weniger falsch machen. Ich bin überrascht, dass du einen Fonds mit 1.8% TER potentiell interessant findest, aber einen Robo Advisor mit 0.4-0.5% nicht. Ich sehe das genau umgekehrt. Ich würde Personen, welche nicht selbst beim Broker handeln möchten, auf jeden Fall einen Robo Advisor empfehlen, aber niemals einen so massiv überteuerten Fonds.

Ja klar das kann man mit der Zeit ja anpassen und andere ETFs kaufen. Aber es muss nicht unbedingt super kompliziert sein mit Portfolio mit etlichen ETFs und Rebalancing bis zum Umfallen, wenn man es einfach haben möchte. Klar wäre das ideal, aber es muss nicht unbedingt sein.

Finde ich persönlich gar nicht interessant. Habe nur erläutert warum gewisse ETFs bei der UBS soviel kosten aber gut finden tue ich das nicht unbedingt. Ich würde keine solche ETFs kaufen.

TrueWealth ist ein etablierter Robo Advisor. Depot bei der BLKB. Gebühren sind 0.5% p.a. zzgl. ETF-Gebühren, total somit je nach Strategie um die 0.7% p.a. Ab CHF 500k gibt es eine Reduktion der Gebühren. Ich kenne einen Kunden und das Angebot sieht insgesamt nicht schlecht aus, wenn man mit den Gebühren leben kann.

Ein Nachteil von TrueWealth aus meiner Sicht ist, dass kein Welt-ETF ausgewählt werden kann. Die Standard-Strategie beinhaltet verschiedene ETFs, welche zusammen +/- die ganze Welt abdecken, aber es gibt keine Möglichkeit einen einzelnen ETF auszuwählen, welcher einen Weltaktienindex nach Marktkapitalisierung abbildet. Man muss entweder die Standard-Strategie übernehmen oder für die verschiedenen Länder/Regionen selbst Zielallokationen definieren.

Eine jüngere Alternative ist Investart. Mit Gebühren von 0.3% p.a. zzgl. ETF-Gebühren womöglich der günstigste Robo Advisor in der Schweiz. Keine Stempelsteuer, da ein ausländischer Broker benutzt wird (Interactive Brokers). VT (Vanguard Total World Stock) kann ausgewählt werden, welcher einen globalen Aktienindex mit einer TER von 0.08% repliziert (Anrechnung der US Withholding Taxes muss über Steuerformular DA-1 erfolgen). Ich habe aber selbst keine Erfahrung mit Investart.