Swiss Life Select

In meiner Vorstellungsrunde habe ich einige Rückmeldungen und Kommentare zur Swiss Life Select gelesen, und bin daher erstaunt, hier noch nichts zu diesem Thema zu finden.

Alle Rückmeldungen waren negativ bis devastating - daher würde ich euch gerne meinen „Hergang“ schildern und wissen, was ihr davon hält.

Angefangen hat alles vor wahrscheinlich etwa 8 Jahren als ich im Bekanntenkreis nach zuverlässigen Krankenkassen für einen Wechsel gefragt hatte. Eine Kollegin meinte dann, dass sie jemanden kenne, der da gerade eine Beratungsausbildung mache.

Termin abgemacht und tada, ich hatte meine Brokerin bei der SLS.
Anwerbegebühren habe ich ihr nie bezahlt, da ich andere Leute vermitteln konnte.

Mein „Deal“:
Wechsel der Krankenkasse zur Sanitas, seit ich die Grundversicherung geändert habe übernimmt die Sanitas nach wie vor allen Papierkram obwohl ich dort nur noch die Zusatzversicherung habe.
3a Versicherungskonto bei der Generali.
(Fonds?-)Konto bei der Privatbank Lienhardt&Partner, auf welches monatlich einfach mal ein Dauerauftrag abgeht, irgendwas um die 300.- durchschnittlich über die Jahre, wobei ich in den Lockdowns und der Kurzarbeit einige Tausend zum leben rücküberweisen musste.

Meine Brokerin hat dann den Job gewechselt und ich hatte ungefähr fünf Jahre keinen Berater mehr.
Bis jemand anklopfte und meinte, er sei jetzt für mich zuständig. Wollte mir gleich eine weitere 3a bei Swisslife verkaufen, Generali erhöhen und meine Gebühren wollte er rückwirkend einfordern.

Meine natürliche Abwehrhaltung: „Vergiss es“, und zwar zu allem.

Da bin ich jetzt und weiss nicht ob ich das ganze mit gutem Gewissen einfach weiterrollen lassen kann und vielleicht wirklich in eine Swisslife 3a investieren und ihm langsam vertrauen soll etcpp…

Eure Erfahrungen? Meinungen?

Mein Vorschlag(und liest man sehr sehr oft :slight_smile: )
3a Sparen bei einer Bank oder einem Anbieter, welcher es über Bank macht (Viac).
Weil du ja noch sehr lange sparen kannst, mit möglichst hohem Aktienanteil.

Falls du später mal wegen Familie etc. eine Lebenversicherung wünscht, dann nur den Versicherungsteil bei einer Versicherung abschliessen und weiterhin bei Bank 3a sparen.

Beim Auflösen einer 3a-Versicherungslösung soll es happige Gebühren geben. Da weis ich nicht, wie diese aussehen und ob es sich lohnen würde, trotzdem zu künden und jetzt etwas abzuschreiben, dafür ohne Altlasten weiter machen zu können.

Jetzt geht mir langsam ein Lämpchen auf, ich glaube wir verstehen unter Broker unterschiedliche Sachen. Ich glaube du verstehst unter Broker so ein Allfinanzberater der dir irgendwelche Versicherungen andreht und dir „Papierkram“ erledigen als Dienstleistung verkauft obwohl wahrscheinlich die Rechnung gleich selbst direkt zu bezahlen dir sogar noch Zeit sparen würde. Rechnungen zahlen ist heute wirklich keine Hexerei mehr und selbst bei vielen Krankenkassen kann man heute vieles einfach in 10 Sekunden wie App erledigen.

Somit fällt meine Antwort noch vernichtender aus als vorher. Von solchen Allfinanzberatern würde ich unbedingt die Finger lassen das ist pure Abzockerei. Will ja gar nicht wissen was man dir da für Fonds verkauft hat und was diese Privatbank an Gebühren verlangt.

Diese „Beraterausbildung“ kann jede Hausfrau machen und die kriegen dann irgendwelche Hochglanzprospekte wo den Kunden das Blaue vom Himmel versprochen wird. Fakt ist aber diese Berater versuchen dir nur Zeugs anzudrehen wo ihre Firma am meisten verdient, nicht das was für dich sinnvoll oder günstig ist. Zudem haben sie meistens auch kaum eine Ahnung und Fragen müssen dann intern „abgeklärt“ werden. Die drehen dir dann Versicherungen von grossen Firmen weil sie damit am meisten verdienen egal ob das nötig ist oder nicht, oder die für dich am besten oder günstige Lösung.

Würde die Zusammenarbeit mit diesem „Broker“ etc. beenden und bessere Lösungen suchen. Für 3a empfiehlt sich Finpension und bzgl. Sparoptionen / Investments gibt es hier jede Menge Infos im Forum. Versicherungslösungen im 3a Bereich lohnen sich praktisch nie bzw. nur in sehr wenigen Ausnahmefällen und über die ganze Laufzeit gesehen vermutlich gar nicht. Würde ich also mal darüber nachdenken ob du diese ggf. ersatzlos streichen kannst. Wenn du unbedingt eine willst, dann schau mal was deine Pensionskasse schon anbietet da ist meist auch schon eine Versicherung dabei und wenn du dann unbedingt trotzdem eine willst kannst du diese immer noch separat abschliessen Die günstige Krankenkasse findest du relativ einfach auf Comparis. Vermutlich hat man dir da noch etliche Zusatzversicherungen angedreht die du ev. gar nicht brauchst und ev. streichen kannst. Die Schweizer sind aber tendenziell eher überversichert. Die Berater gehen i.d.R. so vor das sie dich fragen ja wenn XY eintrifft wäre es doch schön wenn Ihnen die Versicherung gleich noch dies und das bezahlt. Und jedes Mal sagst du dann ja klar wäre das schön, und am Schluss hast du eine Rechnung die doppelt so hoch ist als sie eigentlich müsste.

Ich werde mich hierbei auch einmal mit einklinken, weil ich das ständige Bank Versicherungs Gebashe nicht mehr hören will.

Aus Sicht eines 0815 normalo Verdieners ohne Immobilien und ohne grösseren Wertschriftendepots kann ich fast deiner/eurer Meinung nach zu stimmen. Sofern man den ganzen 3a Betrag aufbringen kann.
Stand heute sind dies 6883.- ist die Aufteilung wie folgt sinnvoll. 2/3 der Sparbeträge in eine 3a Wertschriftenlösung via Bank Frankly, Viac etc. und 1/3 mit versicherter Prämienbefreiung bei einem TRANSAPARENTEN Versicherer, welcher die Kostenstruktur offen legt, am besten beides via ETF’s/Indexfonds, da es gilt die Anlagegebühren so gering wie möglich zu halten.

Wieso? nun ganz einfach, sofern die Welt nicht unter geht, du Erwerbsunfähig durch Krankheit oder Unfall werden solltest und dies bleiben würdest, wirst du mit 100% Sicherheit ein gewisses Kapital im Alter erreichen, nicht dein maximal projiziertes gem. Anlagestrategie, jedoch immer etwas. Das könnte dich z.B von der Sozialhilfe befreien.

Bei einer 100% 3a Sparquote via Bankenlösung, kommt nichts mehr hinzu, sofern aus finanziellen Gründen keine Sparbeiträge mehr entrichtet werden können. Deswegen die Gewichtung von 2/3 zu 1/3. Das heisst, im Klartext es fehlt heute an Einkommen sofern keine Risikolebensversicherung besteht.

Diese wird benötigt um die Vorsorgelücke bei einem EU-Szenario durch Krankheit und oder Unfall zu decken, bzw. das Einkommen i.H.v 80-90% zu Gewährleisten. Bei EU durch Krankheit ist so gut wie jeder ab einem KV Lohn betroffen, ganz geschwiegen von Hausfrauen und Hausmänner. Je nach Sozialleistungen der PK umso mehr oder etwas weniger, dies wäre aber wieder ein eigenes Thema.

Hierbei halte ich dringend an, dass solche reine Risiko-Police OHNE Sparteil abgeschlossen werden sollen. Sollte man für solch ein Szenario nicht vorgesorgt haben, drohen einem heute schwerwiegende finanzielle Einbussen und und im Alter noch dazu, weil es aufgrund der aktuellen finanziellen Lage einem nicht mehr möglich ist selbst fürs alter vorzusorgen. Sofern du mit Sicherheit weisst, dass du nie in diese unglückliche Lage kommst, solltest du vollumfänglich auf den Versicherungsschutz verzichten und dir die Prämien sparen, das würde ich nicht anders machen.

Würde man allerdings wissen was in der Zukunft passieren würde, wären wir alle hier, spätestens in 2 Monaten Multi-Millionäre.

Jetzt wird’s ein wenig komplizierter, solltest du dich im Konkubinat befinden steht dein
Partner oder deine Partnerin bei deinem Ableben von der erbrechtlichen Reihenfolge ziemlich arm da. In solch einem Szenario kannst du das oben von mir Geschriebene wieder vergessen.
Allerdings wäre eine solche Erläuterung nicht zugunsten dieses Posts und viel zu umfangreich.

Ein weiterer Punkt in welchem 3a. jedoch mehr eine 3b Versicherungslösungen u.U sinn macht ist die indirekte Amortisation des neuen Familieneigentums, auch hier wird mit der Prämienbefreiung die Tilgung gewährleistet im Falle einer Erwerbsunfähigkeit, sodass das Eigenheim aus gesundheitlich unabhängigen Gründen nicht zwangsverwertet werden muss. Die Bank ist nur Kulant solange die Amortisationen und der Zins bezahlt wird. Ansonsten geht’s ganz schnell mit der Zwangsverwertung.

Des Weiteren hat die Lebensversicherung folgende Privilegen über welche es sich zu informieren gilt.

  • Konkursprivileg
  • Erbschaftsprivileg
  • Begünstigungsprvileg (direkte Begünstigung, sehr Zentral in fällen des Konkubinats).
  • Steuerprivileg bei Einmaleinlagen

Dies sollte nicht ermutigen, dass du oder ihr ohne grossartig nachzudenken eine 3a Versicherungslösung abschliesst. Es sollte jedoch allen aufzeigen, dass die Welt nicht nur aus weiss und schwarz besteht. Dass eine gesamtheitliche Betrachtung als „Laie“ nicht auf den ersten blick ersichtlich ist, ist mir durchaus bewusst. jedoch sollte man überlegen, wer aus welchem Umfeld, bzw. mit welchen Erfahrungen welche Aussagen tätigt.

Ein wichtiger Punkt der euch im Umgang mit unsinnlichen Beratern helfen wird ist folgender.

Eine 3a/3b Versicherungslösung macht NUR Sinn sofern der Anlagehorizont, je nach Strategie, jedoch mind. 12 - 15 Jahren gewährleistet werden kann, besser länger, da die Märkte auch zu ungünstigen Zeiten volatil sind.
Sollte euer Anlagehorizont kürzer sein, ist es in eurem Interesse das Produkt der Bank in Anspruch nehmen, da ihr ansonsten davor IMMER minus macht bei einem vorzeitigen Rückkauf der Police.

Ein weiterer Punkt ist, falls ein „Berater“ euch versichert, dass ihr das Geld in einem 3b Gefäss mit Versicherungsmantel nach 3-5 Jahren rausnehmen könnt ohne Minus zu machen ist, dies schlicht und einfach gelogen und dient ausschliesslich zu seinem Stornoschutz.

Dies wird nur als Verkaufslüge benutzt, da der Berater nach dieser Zeit i.d.r aus seiner Stornohaftung raus ist. Dass ihr dennoch Geld verliert, da die 12-15 Jahren nicht einhalten worden sind, wird unauffällig weggelassen. Und das endet dann wieder auf den Frontpage von 20min.

Fazit 3a sowie 3b Versicherungslösungen können als Ergänzung und je nach Bedarf und Lebenssituation sinnvoll bis existenziell sein.(Konkursprivileg)
Dass diese Produkte mehrere Jahre missbraucht worden sind und noch werden weil sie eine horrende Provision abwerfen ist nicht zu bestreiten.

Wie man solches beheben könnte, dafür bräuchte man einen neuen Thread.
Dies sind dann die ganzen K-Tip Fälle, in welchen über die bösen bösen abzockenden Versichern geschimpft wird, die wir alle kennen. Von irgendwo kommt ja die negative Meinung ja diesbezüglich.

Dazu dass es im Versicherungsmarkt absurd and Fachwissen und Expertise fehlt ist wieder eine andere Geschichte.

Was für eine Lobeshymne auf Versicherung :slight_smile: Hast du ev. vergessen zu erwähnen, dass du rein zufällig selbst Versicherungsverkäufer bist? :wink:

Die meisten hier genannten Dinge sind m.M.n. an den Haaren herbei gezogen.

Oheje… ich meld mich Montag ausführlich dazu.

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Um dein Vorurteil erst einmal zu entkräfteten, bevor du noch mehr Thesen in den Raum stellst.

Ich beziehe mein Honorar in erster Linie auf Stundenbasis.

Bei diesem Post erwähnte ich Dinge, welche es zu beachten gilt, ganz neutral und aus rein objektiver Sicht. Es wurden von mir Pros wie auch Contras dargestellt. Das was du hier reininterpretierst, dafür bin ich nicht verantwortlich.

Da dies ja mehrheitlich ein Fachforum sein sollte, bitte ich dich mal sämtliche Aussagen zu beschreiben und zu korrigieren bzw. zu entkräften, welche deiner Meinung nach an den Haaren herbei gezogen sind.

Ich lerne gerne dazu, sofern die Faktenlage dafür spricht und es sich nicht um bloss eine Meinung handelt.

Liebe Leute, ist doch super dass ich hier so eine Grundsatzdiskussion vom Zaun reisse. Ist für mich einerseits sehr interessant weil ich viel Neues erfahre, andererseits auch langweilig weil ich ganz vieles natürlich überhaupt nicht verstehe.
Was ich einsehe ist, dass hier, wie überall, die Meinungen auseinandergehen.

@AlephOne was siehst du unter einem Broker?

Ganz ehrlich: Ich bin da so kleingeistig, dass ich ganz zufrieden bin, mit dem bisherigen Angebot der SLS noch kein minus oder sonst eine komische Erfahrung gemacht zu haben.

Was die Krankenkassenversicherungen betrifft ist eher das Gegenteil der Fall, die damalige „Brokerin“ hat mir nicht alles übernommen aus der alten Zusatzversicherung (was mir letztes Jahr eine ziemlich überraschende Zahnarztrechnung beschert hat) und die Grundversicherung habe ich immer bei der günstigsten. Aber ich bin verdammt dankbar darum, dass aufgrund des SLS-Deals ich alle Dokumente nach wie vor an die Sanitas schicken kann, und die wickeln das kompetent ab.

Da ich wenigstens bei Versicherungen sonst ganz gut Bescheid weiss, bin ich auch definitiv nicht überversichert, ausser vielleicht bei der Reiseversicherung. Da ich aber nicht alles via Kreditkarte bezahle, bin ich ganz froh darum noch via Mobiliar was zu haben.

Bin ich zu einfach zu haben? Zu schnell zufrieden? Alles was ich möchte ist eigentlich nicht in der Altersarmut enden. Oder früher…

„In erster Linie“ könnte auch heissen, in zweiter Linie auch mit Provisionen von verkauften Versicherungen, aber lassen wir das mal offen, verstehe wenn sich nicht jeder in einem öffentlichen Forum outen will. Ich werde im Folgenden daher nicht auf dich Bezug nehmen sondern auf Berater im allgemeinen.

Das Problem in diesen Versicherungslösung ist, dass es sich für Leute mit gutem Einkommen nicht lohnt da sie das Geld sowieso aufbringen können, d.h. die Prämien werden einfach in den Sand gesetzt. Für die weniger Verdienenden wo Versicherungen allenfalls Sinn machen könnten, ist das Problem das durch diese Produkte hohe Gebühren entstehen, welche sie im Normalfall nicht hätten. Sprich, eine arme Person wird durch die Versicherung noch ärmer gemacht. Das ist ein Paradoxon wie bei der Krankenkasse, d.h. gut verdienende können sich locker eine Franchise von 2500 CHF leisten und dadurch weniger Prämien zahlen während schlecht verdienende oftmals auf eine 300 CHF Franchise angewiesen sind da sie sonst allfällige Arzt und Spitalrechnungen gar nicht zahlen könnten. Dadurch sind sie gezwungen höhere Prämien zu bezahlen. Und etwa ähnlich ist es beim Thema 3a und Versicherungen.

Mit den Versicherungslösungen werden ärmere Personen noch ärmer gemacht da überall hohe Gebühren entstehen, von denen oftmals im Beratungsgespräch gar keine Rede ist. Auch ein Vergleich zu regulären Produkten fehlt völlig. So kann sich der 0815 Bürger gar keine Meinung bilden und wird von den Verkäufern eingelullt.

Von den bezahlten Prämien werden einiges an Kosten abgezwackt:

  • Administrationskosten
  • Provision für Berater, Vermittlungspauschalen, etc.
  • Depotgebühren
  • TER für ETFs (horrende TER’s von 1.5-2% sind da keine Seltenheit!). Gerade kurz Random einen Swisslife Fonds angeschaut → 1.45%. Alleine dieser Punkt kostet wohl den Kunden einige tausend bis zehntausende von Franken je nach Laufzeit und Betragshöhe.
  • Ausgabe-/Rücknahmekommissionen … auch hier sind 2-3% keine Seltenheit.
  • Versicherungsprämien, Abgaben für versicherte Prämienbefreiung, etc.
  • etc.

Und die Versicherungsbedingungen sind immer zum Nachteil des Kunden und zum Vorteil der Versicherungen. Kommt noch dazu das nur grosse Konzerne die sowieso schon überteuert sind solche Wholesale Angebote haben und daher von Beratern angeboten werden. 3a Lösungen wie Finpension oder VIAC werden gar nicht erst erwähnt obwohl es derzeit wohl unbestritten die besten 3a Lösungen auf dem Markt sind. Warum? Weil die Berater damit keine Provision verdienen. Der Kunde aber macht damit maximalen Gewinn.

Zusätzlich zur Problematik das solche Versicherungen arme Menschen noch ärmer machen, kommt noch dazu das das effektive Versicherungswert weit unter der Prämie liegt. Den Versicherungswert kann man ja ungefähr ausrechnen wenn man die Eintrittswahrscheinlichkeiten der verschiedenen Szenarien ungefähr kennt. Die Prämien sind oftmals das zehnfache oder noch mehr als der eigentliche Wert der Versicherung.

Ja genau, wehe man schliesst eine normale 3a Lösung ab anstelle einer Versicherung dann steht man bei Erwerbsunfähigkeit sofort ohne einen Groschen da. Das wir aber in der Schweiz ein gut ausgebautes mehrstufiges Sozialsystem haben und es z.B. eine IV gibt die Invalidenrenten zahlt, Ausgleichskasse mit Waisenrenten, Hinterlassenenrenten, Witwenrenten, und auch obendrauf die meisten Pensionskassen ebenfalls noch bei Invalidität oder Todesfall eine Rente zahlen und man somit keinesfalls ohne Geld dasteht, wird einfach verschwiegen im „Beratungsgespräch“ oder besser gesagt „Gehirnwäschegespräch“.

Das ist doch die typische Vorgehensweise dieser Berater. Da wird auf der emotionalen Ebene gearbeitet, ja was ist dann mit deinen Kindern oder deinem Partner wenn dir etwas zustösst. So wird emotionaler Druck aufgebaut so dass man sich moralisch dazu verpflichtet fühlt diese Versicherung jetzt abzuschliessen da man ja sonst seine Familie im Stich lässt. Weiterhin wird auf alle Arten und Weisen versucht Angst zu erzeugen. Da werden in allen möglichen Szenarien den Teufel an die Wand gemalt um den potentiellen Kunden Angst einzujagen und sie dadurch dazu zu bringen diese Versicherungen abzuschliessen um sie von diesen Horrorszenarien zu bewahren. Von den Beratern wird oftmals suggeriert das die Eintrittswahrscheinlichkeit nahezu 100% ist. Es ist altbekannt, dass auf der emotionalen Ebene sich Dinge besser verkaufen lassen und gerade Angst und Mitleid die Portemonnaies der Leute öffnet.

In der Realität muss man allerdings sehen, dass diese Szenarien eine sehr niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit haben. Die allermeisten Menschen sterben nicht einfach so und werden auch nicht einfach so erwerbsunfähig. Da muss man auch einfach mal die Realität realistisch und in einem positiven Sinne betrachten, denn es ist nicht alles so schwarz wie es von den Verkäufern gezeichnet wird.

Ja klar man hat nicht mehr das selbe Einkommen wie zuvor, das ist aber in jedem Fall so auch mit einer Versicherung. Gerade wenn man wie von dir beschrieben grade mal 1/3 in eine Versicherung steckt macht ist das doch am Schluss ein Tropfen auf den heissen Stein. Die Frage ist also, gerade hinsichtlich obenstehendes Eklärungen z.B. Versicherungswert:

Warum sollte man horrende Gebühren in eine solche Lösung stecken die am Ende doch nur einen Tropfen auf den heissen Stein ist, aber hohe Kosten verursacht aber das Szenario sehr unwahrscheinlich ist überhaupt einzutreten. Sprich man zahlt viel Geld für etwas was praktisch sowieso nicht eintritt und verliert dadurch viel Geld für das Szenario welches praktisch nahezu sicher eintritt, nämlich das Szenario eines normalen Lebens. Es macht einfach keinen Sinn.

Auch dein Beispiel mit dem Konkubinat ist etwas an den Haaren herbeigezogen, denn das impliziert ja das der eine Konkubinatspartner reich ist und der andere nichts hat und nur zu Hause rumsitzt und nichts tun. In einem Konkubinat hat aber primär jeder für sich zu sorgen und man teilt gewisse Haushaltskosten. Ein Konkubinat wo der eine nur rumsitzt und der andere alles zahlt, da müsste man ja sagen haben beide ziemlich viel falsch gemacht. Einerseits der Verdiener weil er dem anderen einfach so alles zahlt und der andere weil er einfach zu Hause rumsitzt und damit sich von einer anderen Person abhängig macht. Das sowieso totaler Blödsinn da es keine Garantie dafür gibt das Beziehungen ewig halten. Somit setzt sich dieser Teil bewusst einem viel grösseren Risiko aus als das die Versicherung abdeckt. Wenn er einfach auf die Strasse gesetzt wird hat er nichts und dann hilft so eine Versicherung gar nichts und das ist das viel wahrscheinlichere Szenario.

Sprich, ein Konkubinat ist i.d.R. vorübergehend und wenn nicht, dann wurde es bewusst so gewählt, die Unterschiede bzgl. Konkubinat und Ehe dürften ja hinlänglich bekannt sein. Somit geht man diese Risiken ja bewusst ein. Es hat dafür auch Vorteile da man i.d.R. weniger Einkommensteuer bezahlt als verheiratete Paare. Man kann aber auch sonst in einem Konkubinat ziemlich viel regeln wenn man das denn möchte. Nichts desto trotz sind die Unterschiede bekannt und es ist auf keinen Fall ratsam für einen Partner zu Hause zu sitzen und nichts zu tun. Beide sollte arbeiten, so dass wenn dem anderen etwas zustösst kann man ohne Probleme für sich selbst weiter sorgen.

Auch das Immobilienszenario ist unrealistisch da Leute die auf den letzten Rappen eine Wohnung kaufen und ihre Pensionskasse / 3a Leerräumen und danach keinen Rappen mehr besitzen, sowieso etwas falsch gemacht haben. Man sollte keine Wohnung kaufen nur damit man sagen kann man hat eine eigene Wohnung wenn man sich diese nicht in nachhaltiger Form leisten kann. Sprich, man sollte auch nach dem Kauf noch einiges am Vermögen auf der Seite haben für Notfälle und keinesfalls alles in eine Immobilie stecken. Den Banken ists natürlich egal weil sie dadurch verdienen. Aber aus Konsumentensicht ist das ziemlich blöd.

Sprich, damit sich so eine Versicherungslösung überhaupt lohnen würde, müsste man bereits sehr viel falsch gemacht haben im Leben und da gibt Risiken die eine viel höhere Eintrittswahrscheinlichkeit haben als Erwerbsunfähigkeit.

Ein weiterer Grund warum die Versicherungen keinen Sinn machen. Schau mal z.B. ins Altersheim wenn z.B. Leute spezielle Betreuung benötigen. Die gelackmeierten sind diejenigen die Versicherungen haben oder gespart haben. Denen wird erstmal das Konto leergeräumt bis sie nichts mehr haben und erst dann zahlt der Staat. Ihr Nachbar vom Zimmer nebenan der nichts mehr auf dem Konto hatte, hat von Beginn an alles vom Staat bezahlt bekommen. Sprich, auch hier, mit dem Schweizer Sozialsystem lohnt es sich nicht für teures Geld solche Versicherungen abzuschliessen.

Deshalb solltest du besonders skeptisch sein, denn das macht dich anfällig dafür über den Tisch gezogen zu werden von Beratern die genau dafür geschult werden.

Die Meinungen gehen eigentlich nicht wirklich stark auseinander. Du kannst diverse Leute fragen auch ausserhalb dieses Forums, Leute die sich mit solchen Fragen auseinandergesetzt haben werden dir mehr oder weniger das Gleiche sagen. Ich sage es vielleicht einfach etwas deutlicher als andere. Das dir jemand der selbst Versicherungen verkauft oder als Berater in dem Bereich arbeitet etwas anderes sagt ist ja klar, schliesslich ist deren Gehalt und daher Existenz davon abhängig. Da musst du halt schauen was du mehr gewichtest. Es macht sicher auch Sinn das du dir mehrere Meinungen einholst und nicht nur von einer Person. Achte aber auch darauf ob die Person einen Bias hat bzw. beruflich durch die Aussage die sie macht Geld verdient und somit die Aussage nicht mehr neutral gewertet werden kann.

Du würdest vermutlich auch nicht jemanden der in der Erdöl-Industrie arbeitet und da Verkaufsverträge abschliesst fragen ob du ein Elektrofahrzeug kaufen sollst oder lieber einen Benziner? Genau so wenig würdest du einen Waffenhändler fragen was er von einem schweizweitem Waffenverbot haltet? Und du würdest vermutlich auch niemand aus der Pharma Branche der Medikamente verkauft fragen ob du jetzt wirklich dieses neue Top Wundermittel nehmen solltest jedesmal wenn es im Hals kratzt?

Damit wird meistens hier ein Wertschriftenhändler gemeint z.B. Interactive Brokers, etc. Aber dein Verständnis ist natürlich nicht falsch. Auch jemand der als Intermediär Versicherungen verkauft ist ein Broker. Grundsätzlich jeder der irgendwas als Zwischenhändler verkauft ist ein Broker. Somit ist deine Beschreibung natürlich nicht falsch, aber ich dachte zuerst du hättest bereits ein Wertschriftendepot irgendwo wo du dein Geld investierst.

Was heisst für dich zufrieden? Wenn du kein Minus machst bist du zufrieden? Weisst du überhaupt was für Gebühren dir genau verrechnet werden? Aus was deine Fonds zusammengestellt sind? Wieviel Aktienanteil da drin ist? Wieviel Gebühren dafür verrechnet werden? Wieviel die Privatbank noch nimmt? Oder ist dir das alles egal solange du am Ende nicht weniger hast als vorher?

Meine Auffassung ist, dass wenn man schon wenig Geld hat, dass man umso mehr auf solche Sachen genau achten sollte. Durch die Gebühren geht auch einiges an Zinseszins verloren, das alles kann am Ende auf die gesamte Laufzeit einige zehntausend bzw. sogar Hunderttausende von Franken Unterschied ausmachen. Und genau dieser Unterschied ist es welcher dafür sorgt dass es dir im Alter gut geht.

Ich finde ja. Ausser du hast jetzt wirklich alle Kosten dieser Lösungen im Kopf und kannst diese ohne Probleme aufzeigen und du hast diesen mit anderen Varianten verglichen die günstiger sind und dir in einem Excel Sheet oder so ausgerechnet was am Ende der ungefähre Unterschied ausmacht und dich dann bewusst entschieden hast dass dir die paar zehntausend oder hunderttausend Franken egal sind und du doch lieber die Versicherungslösung nimmst für den Fall das der sehr unwahrscheinliche Fall eintritt der bereits durch staatliche Sozialversicherungen und deine Pensionskasse bereits abgedeckt sind und du unbedingt dieser Zusatz obendrauf noch möchtest. Wenn du dir in vollem Bewusstsein unter Einbezug aller Fakten und Kenntnisse der Konsequenzen (Gebühren etc.) diese Entscheidung gefällt hast, dann fine.

Fazit

Ich kann nur wiederholen: Finger weg von angeblich unabhängigen Beratern (und von 3a/3b Versicherungslösungen) die angeblich nur das Beste für dich wollen. Berater müssen Geld verdienen und denken primär erstmal an sich selbst und erst dann an den Kunden. Umso mehr wenn die Beratern kostenlos sind, selbst wenn sie sagen sie wären unabhängig. Jemand der Geld durch Vermittlungsprovisionen verdient ist nicht unabhängig. Er vermittelt das was ihm am meisten Gewinn bringt. Da werden gerne auch zusätzliche Versicherungen vermittelt die gar nicht benötigt werden da er mit jeder zusätzlichen Versicherung wieder eine Provision erhält. Da solche Vermittlungsprovisionen nur von grossen Konzernen mit teuren Lösungen angeboten, kommt man durch solche Berater an die besten Lösungen gar nichts erst ran. Niemand wird einem Finpension oder VIAC empfehlen da sie dafür keine Provision verdienen.

3a Versicherungslösungen wie 3b Lösungen lohnen sich nur für eine ganz spezifische Klientel mit wenig Geld. Dadurch das sie relativ wenig Geld haben, müssten sie eigentlich noch mehr darauf achten möglichst effizient zu sparen und zu investieren, verlieren aber durch die hohen Versicherungsprämien relativ viel Geld, also genau das Gegenteil was eigentlich das Ziel wäre. Es spricht daher selbst wenn man zur eigentlichen Zielgruppe gehört relativ viel gegen solche Lösungen. Und selbst wenn man es nur statistisch betrachtet, wird man durch solche Versicherungsprodukte mit aller grösster Wahrscheinlichkeit Geld verlieren und nicht gewinnen.

Am Ende gewinnen die Versicherungen und die Berater. Diese Versicherungen und Berater/Verkäufer verdienen hübsche Summen an Geld auf dem Buckel von Leuten mit wenig Einkommen die sonst schon schauen müssten was sie mit dem Geld machen aber sich durch Unwissenheit, Naivität aber auch der Angstmacherei dieser Berater leicht beeinflussen lassen.

Das Versicherungen, Berater, etc. das anders beschreiben ist mir natürlich klar, schliesslich ist ihre Existenz davon abhängig, denn wenn eine Versicherung keine Versicherungen mehr verkauft, dann geht sie bankrott und wenn ein Berater kein Geld mehr verdienen kann in dem er Leuten solche Versicherungen andreht, dann wird er arbeitslos. Genau so mag es diese Anspruchsgruppe nicht wenn es einfache und kostengünstige Lösungen gibt die für jedermann verständlich und einfach online oder via App zu haben sind ganz ohne Berater.

Am Ende musst du schauen das es dir gut geht im Alter und nicht dem Versicherungsberater.

Wenn schlussendlich jemand trotzdem gefallen an solchen Versicherungslösungen findet, dann bitte, ich möchte niemand davon abhalten. Jeder muss selbst wissen was man mit seinem Geld macht.

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Also ich spring auf den Zug des Romans mit auf und nehme mir die Zeit dir/euch ein wenig die Augen zu öffnen, aus finanzplanerischer Sicht.

Da du gerne mit deinen Antworten stichelst, wirst du merken, dass ich auch gerne zurück stichel, das wirst du beim lesen deutlich erkennen.

Um auf deine erneute „Anschuldigung“ Bezug zu nehmen, obwohl es dich absolut nichts angeht, nehme ich kurz Stellung dazu. Einfach zu Gunsten der Transparenz.

Wie erwähnt habe ich mein Stundenhonorar dies mal vorne weg. Sollte die Person, nach einer gründlichen Planung einen Bedarf vorfinden um ein mögliches Defizit zu beheben kann ich sie auf Wunsch gerne begleiten und IHRE gewünschte Lösung umsetzen dabei ist es egal für welches Produkt, in welcher Lebenslage sich die Person am Ende entscheidet. Beteiligt werde ich jedenfalls, nämlich anhand von jährlichen Courtagen sämtlicher Produkte auf dem Finanzmarkt, für welche sich die Person entschieden hat. Dies ist die Entschädigung für die Betretung, Überprüfung und Überwachung laufender Verträge. Viel spass mit dieser Information. Dies ist bei den ganzen Versicherer, Banken, Hypothekargläubiger, Vermögensverwalter nicht anders.

Nun folgt meine Antwort, als Roman.

In meinem Beitrag erwähnte ich 2-3 Punkte, welche u.U für eine Versicherungslösung sprechen könnten. Minimum gleich viele Punkte erwähnte ich wann es absolut nicht Sinnvoll ist. Dass du natürlich ausschliesslich auf den von mir benannten positiven Punkten rumhackst war mir von Anfang an klar. Wie gesagt ich spiele mit bei der Diskussion.

Dein allererster Satz ist aus fachlicher Sicht komplett falsch. Hierbei beziehe mich mich auf Risikolebensversicherungen OHNE Sparteil. folgendes Beispiel wird dies erläutern.

Umso Höheres Einkommen man hat, desto geringer fällt in % die Leistung der AHV und des BVG aus. Nicht Pensionskasse sondern BVG! Dies macht mitunter eine Lücke nach voller Erwerbsunfähigkeit i.H.v von 30-50% aus. Angenommen jmd. hat 85’000 valides Einkommen, und danach 45% weniger noch rund 47’000, bei genau gleich vielen Fixkosten. Gute Nacht und viel Glück. Deswegen immer den Vorsorgeausweis und das PK-Reglement studieren. Falls der AN jedoch nur gem. BVG versichert ist. Viel Erfolg beim Decken der Lücke der nächsten, dümmsten falls Jahrzehnten aus eigenen Ersparnissen, welche man Jahre lang angespart hat, genau für den Moment der möglichen Erwerbsunfähigkeit, oder?

Je nach Situation musst du deswegen deine Depots räumen sofern du welche Hast, zweck Liquiditätsengpässen etc.
Des Weiteren wird frühestens in der Praxis nach 2 Jahren eine IV-Rente + BVG Rente zugesprochen. Falls dein Arbeitgeber kein KTG (Krankentaggeld) versichert hat, kannst dich sowieso gleich beim Soz. anmelden. Ausser du hast ein Paar Mio. auf der Seite. Rumliegen. Wie sagt man so schön, 3-6 Monatslöhne als Reserve halten? Wir reden hierbei von 24 Monate ohne Einkommen. Wesentlich mehr als 3-6 Monate.
Bei Hausfrauen ist dies noch viel fataler, da sie i.d.r weder BVG noch UVG unterstellt sind, geschwiege von Taggeldleistungen im kurzfristigen Bereich. Das ist die Realität da draussen und nicht was du dir vorstellst. Informiere dich wie es im falle einer Erwerbsunfähigkeit ohne Taggelder und Rentenleistungen im kurzfristigen Bereich ( bis 2 Jahre) und im langfristigen Bereich, (bis zur Pension aussieht).

Wie erwähnt kann dies mittels einer reinen Risikolebensversicherung, welche für das Risiko der Langzeit-Invalidität abgeschlossen wird vorgebeugt werden. Ob man dafür Prämien zahlen will oder nicht ist jedem selbst überlasen. Jedenfalls gehört es aufgezeigt in der Vorsorgeanalyse und nicht klein geredet wie du in deinem ersten Absatz schön demonstriert hast. Auf den Rest des Absatzes nehme ich kein Bezug, da es mehr eine Meinung von dir ist, als es der Realität entspricht. Zudem müsste ich ansonsten das Bedarfsdeckungsverfahren erläutern. Beim Punkt mit der Krankenkasse stimmte ich dir jedoch zu.
Was jedoch wieder komplett falsch ist das mit einer 3a Versicherungslösung zu vergleichen.
Die private und berufliche Vorsorge funktioniert nach dem Kapitaldeckungsverfahren. Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen.

Des Weitern musst du dich Entscheiden ob du kapitalbindende Lebensversicherungen oder reine Risikolebensversicherungen thematisierst. dies nicht nicht ersichtlich aus deiner Antwort.

Dann geht es weiter zu deinen erwähnten Kosten.
Dem kann ich mehr oder weniger zustimmen ausser zu dem Aufgabeaufschlag, wo du den gesehen hast im Gefäss der gebunden Vorsorge würde mich interessieren.
Dass die versicherte Leistung etwas kostet, ist jedem bewusst. Werden SÄMTLICHE Kosten, wie ich zuvor schon erwähnt habe transparent aufgezeigt, kann man darüber ein klares Urteil fällen. Da es keine „versteckten Kosten“ mehr gibt. In meiner Antwort habe ich ausschliesslich auf ETF’s / Indexfonds ausgewiesen, vielen Dank, dass du diese unbeachtet lässt und Bezug auf aktive verwaltete Anlagen nimmst.

Der nächste Punkt habe ich bereits als erstes versucht zu erklären, auch hier ziehst du meine Aussagen wieder ins lächerliche, ohne fachliche Begründung bzw. entkräften meiner Aussage.
Dass wir eines der besten Sozialsystem der Welt haben ist richtig, nur reichen die Leisten weder im Alter noch bei Erwerbsunfähigkeit aus, oder wieso machen wohl Parteien Druck, dass der Schweizer die Vorsorge in die eigenen Hände nehmen soll. Falls du mal ein paar Vorsorgeanalysen gerechnet hast, wirst du merken, dass unser „super System“ bei weiten nicht ausreicht. Informiere dich bitte etwas, bevor du mit solchen Thesen kommst. Dies kann dir sogar jeder
"gestern Automechaniker, heute Finanzberater kurzerhand Daumen x Pi aufzeigen, was du ungefähr an Einkommen zu erwartet hast, falls solch ein Szenario eintritt, dass der Heini dies macht, um dir eine 3a Versicherungslösung zu verkaufen ist mir schon klar, und finde ich genau so daneben bzw. definitiv nicht richtig und auch nicht im Interessen des Kunden. Dies wäre aber einen eigenen Thread wert.

Zu deinem Herz-Schmerz Punkt komme ich jetzt dazu.
Dem kann ich ohne wenn und aber zustimmen, je nach Ideologie des Beraters. Verkaufen wollen einem alle etwas. Jedoch bin bei der Überzeugung, dass mögliche, auch unschöne Szenarien, welche einem betreffen könnten den Leuten aufgezeigt werden müssen, nach dem Motto, was wäre wenn. Wie sie mit der Information umgehen ist ihnen selbst überlassen, ansonsten wirst du als Berater an den Pranger gestellt, „wieso hast du mir das nicht gesagt etc.“ Das wiederum wäre auch nicht korrekt.
Wie man solche Gespräche führt , ist natürlich je nach Verkaufsabsichten unterschiedlich bzw. haben diese mit den möglichen Einnahmequellen zu tun. Deswegen sollten auch hier Berater auf Stundenhonorar bevorzugt werden.

Bei dem nächsten Punkt verwechselt du wieder kapitalbindende Lebensversicherungen mit Risikolebensversicherungen. ich erkläre es gerne noch einmal, sodass keine Missverständnisse entstehen.
Die Risikolebensversicherung kann dein Einkommen auf 90% aufstocken, und funktioniert OHNE Sparteil, da Risiko.

Das mit dem 1/3 bezog sich auf eine kapitalbindende Versicherungslösung, welche die Kostenstruktur offen legt und mittels ETF/Indexfonds investiert. Diese bringt dir mit „läppischen“ 200.- pro Monate auf 30 Jahre mit der durchschnittlichen nominalen SPI Rendite von 7,8% p.a. der letzten 100 Jahren ein Endwert von etwas mehr als 250’000.- Falls eine 1/4 Mio. Bloss ein Tropfen auf dem heissen Stein für dich sind, bist du ja gut situiert. Für sehr viele ist dies Schweine viel Geld und um einiges mehr als „ein Tropfen auf dem heissen Stein“ Um es nochmals zu erwähnen, hierbei bezog ich mich auf eine kapitalbindende Lebensversicherung.

Und nun geht es zu dem Konkubinats Beispiel
Hierbei bezog ich mich auf eine reine Risikolebensversicherung, jedoch in diesem Fall nicht für Erwerbsunfähigkeit sondern für den Todesfall, dies hätte ich etwas präziser erwähnen müssen.

Nie habe ich etwas von einer Person, welche reich ist und die andere welche zuhause rumsitzt gesagt.
Es ging hierbei um ein Beispiel beim Ableben, falls Verpflichtungen bestehen. Dies können sein, die Hypothek auf die neue Tragbarkeit zu amortisieren, die Ausbildung der möglichen Kinder zu finanzieren etc. pp. Da man als Konkubine in der Schweiz weder Pflichtteils- noch gesetzlich erbberechtigt ist. Dementsprechend gibt es beim Ableben des Konkubinats Partner 0 Nada nix niente. Sofern kein Testament mit frei verfügbarer Quote besteht. Das. sog. direkte Begünstigungsprivileg bei kapitalbindenden Lebensversicherungen, gibt dir die Möglichkeit unter berücksichtig des Pflichtteils, deine Konkubine in der freien Vorsorge voll und in der gebundenen Vorsorge nach 5 Jahren zu begünstigen im Gegensatz zu den Sparguthaben. welche alle im Nachlass enden. Dies wollte ich hierbei andeuten und nicht mehr. Mehr Infos findest du im Bezug auf das Erbrecht im ZGB Art. 457 bis 466 und Art. 471.

Bei dem Punkt mit der Indirekten Amortisation dichtest du dir wieder alles mögliche Zusammen, was ich nie erwähnt habe. Zuvor stimmte ich dir mit dem, dass man nicht auf biegen und brechen samt leeren der Vorsorgegelder ein Eigenheim kaufen soll durchaus zu. Dies ist aus finanzieller Sicht fatal.
Und nun zum eigentlichen, was ich erwähnt habe. Dies bezog sich auf die Indirekte Amortisation auch hier wider, nicht mehr und nicht weniger. Sodass die Tilgung auch im Falle einer Erwerbsunfähigkeit gewährleistet ist, P.S Banken sehen solche Vorkehrungen sehr gerne und berücksichtigen diese unter anderen bei der Vergabe des Zinssatzes oder schreiben diese sogar vor, da sie ohne die Sicherheit nicht finanzieren würden. Es ist so ziemlich alles anders in der Praxis, als das was du hier in deinem Roman beschrieben hast.

Beim letzten Punkt, bei dem weiss ich nicht von welchen Versicherungslösungen du sprichst.

Ich gebe dir einen gut gemeinten Rat mit, da du ja Admin bist in diesem Forum, das Alphamännchen sozusagen, informiere dich tiefgehend über diese Themen, wenn du in einer Diskussion über sowas debattieren willst, ansonsten sag einfach „meiner Meinung ist…“ und erfinde nicht X Szenarios, welche in der Praxis da draussen ganz anders aussehen.

Das Forum soll den Leuten helfen, welche sich selber eine Meinung bilden möchte, da bringt es nix aus persönlichen Beweggründen/ schlechten Erfahrungen einen Standpunkt dermassen zu verteidigen, welcher nicht mit Expertise und dergleichen belegt werden kann.

Ich hoffe, dass ich mein Standpunkt klar vertreten konnte, nämlich die beste Lösung für die jeweilige Person zu der jetzigen und auch für die kommenden Lebenssituation umzusetzen, ohne Interessenskonflikte oder sonstiges. Dabei wird nichts bevorzugt behandelt. Ich schlafe gerne ruhig in der Nacht. Dies geht jedoch nicht, sollte man die Leute über den Tisch ziehen, welche zu einem kommen weil sie Hilfe/Aufklärung in div. Themen benötigen.

Dies einfach nur als mögliche Vor-Rechtfertigung, falls jmd. meine er müsse mir persönlich kommen.

Am Ende des Tages, früher oder später besucht einem das Karma.

Eine schönes Wochenende wünsche ich hiermit.

Danke für das ausführliche Feedback. Ich denke wir können da eigentlich nur noch so verbleiben dass wir uns dabei wohl nicht einig werden :slight_smile: Du hast ja jetzt deine Affiliation offengelegt und somit kann sich jeder selbst eine Meinung bilden.

In einigen Punkte würde ich dir sogar zustimmen bzw. inhaltlich gebe ich dir in vielen Punkten absolut recht, doch insgesamt ist es eben so, dass du irgend ein paar Sonderfälle nimmst deren Eintrittswahrscheinlichkeit absolut minimal sind, dies dann absolut hoch-dramatisierst und quasi den Teufel an die Wand malst. Damit hilfst du vielleicht einer winzigen Minderheit deiner Kunden, aber der grossen Mehrheit tust du damit wohl keinen gefallen. Das es in einer Vorsorgeanalyse als Möglichkeit aufgezeigt werden muss ist klar, dennoch kannst du als Berater ja Empfehlungen abgeben was sich für ihn lohnt und was eher nicht. Und da finde ich bist du zu wenig konsequent. Es mag ein paar wenige Fälle geben wo es eine plausible Variante ist, jedoch selbst wann sollte man sich fragen ob es sich wirklich lohnt. Und das ist eigentlich auch das was ich kurz zusammengefasst sagen will. Es bringt aber nichts wenn wir uns hier Romane um die Ohren schlagen.

Das würde ich sogar sehr begrüssen.

Der Otto-Normalverbraucher kann das eben genau nicht. Die meisten verstehen das gar nicht oder können es gar nicht richtig einordnen oder einschätzen. Die meisten Leute haben keine Ahnung ob z.B. eine TER von 1.5% jetzt viel oder wenig ist. Die meisten verstehen nicht mal das der Unterschied zwischen 0.1% und 0.2% eine Steigerung von 100% bedeutet.

Vielleicht noch etwas zur Realität: Bisher habe ich noch niemand angetroffen der gesagt hat: „Das ist jetzt aber saublöd das ich nicht so eine Versicherung abgeschlossen habe“. Jedoch gibt es unzählige Leute die, als sie sich mit der Zeit etwas schlau gemacht haben, sich grausam darüber aufgeregt und ihren leichtsinnigen Entscheid massiv bereut haben das sie auf so einen Versicherungsvermittler hereingefallen sind und eine solche Versicherung abgeschlossen haben, und dann durch den Wechsel zu einer regulären 3a Lösung einiges an Lehrgeld gezahlt haben.

Bitteschön, das war nur ein bedingtes Feedback, es war viel mehr eine Schilderung wie es in der Praxis aussieht.

Wir müssen uns nicht einig werden. Es gehört wie schon erwähnt zu den Tätigkeiten eines Finanzplaners dazu, dass die zu beratende Person, über solche möglich entstehende Defizite hingewiesen wird, da solche Szenarien die ganzen finanziellen Pläne und Wünsche über den Haufen schmeissen können. Das hat nichts mit Angstmacherei oder " absolut hoch-dramatisieren und quasi den Teufel an die Wand malen zu tun" sondern mit der Realität, welche sehr selten eintrifft, jedoch nicht ausgeschlossen werden kann. Ich werde nicht für Unterbreitung der Ängste bezahlt, also stell mich auch nicht so dar, danke.
Dein Punkt bezüglich der TER sehe ich ähnlich, jedoch würde ich da empfehlen den Betrag nicht nur prozentual zu beurteilen, sondern auch absolut. Dann ist die Steigerung von 100% auf einmal noch ein paar Franken zwischen 0.1 und 0.2%. Auf die Kostenquote zu achten ist sicherlich von Bedeutung, jedoch ist viel ausschlaggebender das Anlageinstrument dahinter. Schlag mir einen Fonds vor, der jährlich netto 12.5% Rendite erzielt und ich zahle dir voller Freude 1.5% TER. p.a. Sofern du keinen kennst, bleibe ich lieber beim Index. Ich weiss, dass eine Outperformance über mehrere Jahre es kaum bis sehr selten gibt bei long only, daher sind ETF/Indexfonds in der Vorsorge definitiv die bessere Wahl.

„Von dem Teufel and die Wand malen These“ bin ich persönlich auch nicht begeistert, sowas trifft mehr auf die beschriebenen „Allfinanzheinis zu“ Ich bitte dich, dass du nicht auf die Idee kommst mich mit denen zu Vergleichen. Das sind 2 verschiedene Welten, dann können wir ruhig sachlich diskutieren. Bei solchen möchte-gern Firmen wird ausschliesslich durch „Angst“ verkauft. Dies ist jedoch keine Finanzberatung in dem Sinne und nie und nimmer eine Finanzplanung. Maximal eine Lebensversicherungsverkaufsagentur. Das sind die Leute, mit welchen ihr euch wie es scheint öfters rumschlagen müsst. Diese sind auch bei den Fachleuten grösstenteils durchaus verachtet

Am Ende ist es eine persönliche und finanzielle Abschätzung ob man dagegen vorsorgen will. Wenn man es genau nimmt , dann ist ein Bedarf bei Erwerbsunfähigkeit durch Krankheit nahezu bei allen Personen vorhanden. Im Endeffekt entscheidet jeder für sich selber ob man die Kosten für das Risiko selber tragen will, mit möglich unbekannten finanziellen Folgen oder das Defizit versucht mit einer reinen Risikolebensversicherung zu schliessen.
Wie sich die Person entscheidet ist mir ziemliche egal, mein Job ist es zu analysieren und mögliche Lösungsvorschläge aufzuzeigen sofern es um keine Pensionsplanung oder Steuerplanung etc. geht.

Dass Bedarf im Falle einer Hypothekarbelastung oder auch bei anderen grösseren Verpflichtungen besteht, sofern nicht genügend finanzielle Sicherheiten vorhanden sind, dies ist beinahe unumstritten. Anhand div. Tragbarkeitsszenarien ist das dementsprechend ersichtlich. Das werden dir sämtliche kompetente Finanzplaner 1:1 so schildern. Dass ein Allfinanzheini, eine korrekte Tragbarkeitsrechnung zustande bringt bezweifle ich allerdings schon etwas.

Zu guter letzte noch deine Bemerkung über deine Sicht bzw. Erfahrung der Realität.
Auch hier musst du wieder zuerst definieren von welcher Art von Versicherung du redest. Die kapitalbindende Lebensversicherung oder eine Risikolebensversicherung, „So eine Versicherung“ gibt es per se nicht. Die Leute, welche du meinst, denen wurde eine gemischte kapitalbindende Lebensversicherung verkauft, nicht weil sie die Person benötigt oder nicht, sondern rein aus Provisionsgeilheit und sowas geht natürlich nicht, in keiner Weise klar. Dies hat jedoch nichts mit den Erläuterungen und Erklärungen aus meinem Roman zu tun, da ich hierbei Lebensversicherung lediglich als finanzplanerisches Instrument für Szenario X / Y erläutert habe.

Solche Fälle wie du zuletzt genannt hast, zu denen habe ich in meiner ersten Antwort schon Bezug genommen und äussert klar beschrieben, dass ich sowas widerlich finde. Natürlich gibt es genügend Leute, welche sich von einem ungeschulten Berater über das Ohr hauen lies. Da wurde jedoch wie schon so oft erwähnt das Produkt nicht gemäss seinem Zweck eingesetzt, sondern nur aus Provisionsgründen. Daher finde ich der Vergleich nicht aussagekräftig bzw. Zielführend. Da jedes Produkt, welches zweckentfremdet wird logischerweise keinen Sinn und nutzen mehr erfüllt.

Falls gewünscht kann ich ja mal einen Thread verfassen, welcher die öffentlich anerkannten Qualifikationen, Ausweise und Diplome, bezogen auf das Finanzwesen thematisiert. Dabei beschreibe ich kurz und Bündig wie Aussagekräftig die jeweilige Qualifikation sind, in Bezug auf Beratungs- & Fachkompetenzen. Bzw. was meiner Meinung nach die Mindestanforderung sein müsste für eine Grundlegende kompetente Finanzberatung, nicht Planung.

Schade, dass dies wieder so ein Roman wurde. Seht es positiv, aus unserer Debatte kann man sicherlich einiges mitnehmen, als Laie oder auch als Kenner.

Man kann keine Performance vorhersagen und vergangene Performance ist kein Garant für zukünftige Performance. Damit wird das schwierig.

Ja gut zumindest haben die die gleiche Ausbildung wie du (zuerst bekommen sie den Hausfrauen IAF Kurs bezahlt und dann wenn sie genug verkaufen noch einen FA oder so) und auch die Argumentation klingt ziemlich gleich, von dem her ist mir jetzt noch nicht ersichtlich was du genau soviel besser machst jedoch ist das natürlich anhand von ein paar Forenbeiträgen schwierig zu beurteilen daher versuche ich solche Vergleiche grundsätzlich möglichst zu vermeiden und gehe jetzt mal wohlwollend davon aus, dass du viel besser bist als diese „Allfinanzheinis“. :wink:

Das wollte ich eigentlich vorhin schon genau vermeiden. Du schreibst in deinem Profil dass du im „Endspurt zum Finanzplaner mit eidg. FA“ bist. Das ist gerade mal das niedrigste Level auf Tertiärstufe und dann auch noch in Ausbildung, und da finde ich hast du dich mit einzelnen Aussagen/Sticheleien oben, teilweise schon ziemlich weit zum Fenster hinausgelehnt.

Ich bin nicht darauf eingegangen weil mich sowas nicht gross juckt aber da gibts natürlich andere Leute, und ich kenne da Foren da hättest du wohl einen ziemlichen Shitstorm erlebt. Andererseits aber auch weil ich nicht jemand bin der sagt, wenn du nicht mind. einen Master in Finance / Economics auf Universitätsstufe oder ähnliches und ein CFA hast brauchst du mir über Finanzen gar nicht erst was zu erzählen, denn es gibt durchaus auch gute Leute ohne akademischen Hintergrund auch wenn da vielleicht nicht immer die ganze Theorie vorhanden ist aber das ist ja vielleicht auch gar nicht nötig um einen Retail Kunden zu beraten wo er jetzt seine 3a Lösung machen soll. Allerdings habe ich auch schon Leute angetroffen mit FA/HF Abschlüssen da musste man sich schon fragen, wenn solche Leute da durchkommen, was das für die Qualität dieser Diplome heisst.

Letzten Endes ist der Job eines Beraters aber auch mit einigen Soft-Skills verbunden dafür gibt es nicht wirklich ein Diplom. Darum generell, denke ich ist das schwierig festzulegen was denn die Mindestanforderungen sein sollen. FIDLEG hat da natürlich Anforderungen, jedoch würde ich mich nie von jemandem beraten lassen der da nur die Minimalanforderungen erfüllt. Ich bin da teils ziemlich skeptisch was die Qualität und Tiefe einiger Angebote angeht, andererseits denke ich auch das man nun deswegen auch nicht für jeden Beruf mind. einen akademischen Abschluss verlangen muss.

Wie kann man bereits etwas absolviert haben, wobei man sich im Endspurt befindet? Ein wirkliche sinnfreie bzw. selbsterklärende Bemerkung.

Da du ja gern anderen Weiterbildungen & Kurse in de Dreck ziehst, hättest du mal die IAF Weiterbildung absolviert, dann hättest du nicht so viel Quatsch oben erzählt oder kennst die Unterschiede und Nutzen deren Produkte du versuchst zu vergleichen. Also urteile nicht im vorhinein, das kommt selten gut.

Des Weiteren gibt es keinen akademischen Grad für den Beruf als Finanzplaner. Es gibt es genau den weg über die IAF dann, dann eidg. Fa und danach hast du alleine schon mehr wissen über Finanzen allgemein und Finanzplanung als 95% der Schweizer Bevölkerung. Falls man danach sich noch weiterbilden möchte gibt es a.) den MAS Financial Consulting b.) den MAS Banking & Finance oder
c.) den dipl. Finanzplanungsexperte NDS HF und dann ist das Ende der Fahnenstange erreicht.

Bewusst habe ich mich gegen ein Finance Studium an der HSG oder UZH entschieden, die Absolventen wissen sicherlich tiefgründig über die Kapitalmarktheorie und die ganzen Performanceberechnungen, derivativ Instrumente etc. bescheid. Jedoch kann dir niemand von denen eine AHV-Rente vorrechnen oder eine Rentabilitätsprüfung eines PK Einkaufs rechnen. Das ist wieder der typische Äpfel vs. Birnen vergleich. Zwei Berufsfelder, welche von Grund an verschieden sind, vergleichst du wieder mal.
Da ich weder ins Asset Management, noch ins IB möchte, ist der Fall für mich klar.

90% der Schweizer Bevölkerung wissen zu dem nicht einmal für was CIIA/CFA steht. Geschwiegen welche Tätigkeit man damit ausübt. Das braucht weder ein Finanzplanungskunde noch ein Retail Kunde. Ein CFA Chartholder kann solche Aufgaben gar nicht erst erfüllen, weil es wie oben schon erwähnt zwei Paar Schuhe sind und rein gar nichts mit seinem Berufsfeld zu tun hat.

FIDLEG hat mit der Beratung über Kapitalanlagen in diesem Sinne nichts zu tun, das Gesetz ist für Verhaltensregeln der Finanzintermediäre ausgelegt. Was es bei welchem Kunden in wie fern zu beachten gibt, sowie die Segmentierung der Kunden etc. Jeder, der Beratungen über kollektive Kapitalanlagen gem. KAG anbietet ist FIDLEG zertifiziert und unterstellt.

Ich ziehe nichts in den Dreck ich finde einfach das jemand mit knapp einem FA sich nicht so weit aus dem Fenster lehnen sollte wie du es gerade machst. Du machst dich damit nur selbst lächerlich.

Es gibt für viele Berufe keinen akademischen Grad aber diese Studiengänge bilden ein solides Grundfundament in der Ausbildung um danach sich in spezifischeren Feldern gut zurechtzufinden. z.B. kann jemand der Mathematik oder Wirtschaft studiert hat relativ gut im Bereich Quantitative Finance arbeiten ohne dass das ein Problem darstellen würde, und kann dies vermutlich auch relativ rasch besser als jemand der nur einen spezifischen Kurs in dem Bereich gemacht hat, weil diese Kurse und für jedermann Lehrgänge i.d.R. sehr oberflächlich sind.

Das sagt vermutlich jeder der es nicht in diesen Studiengang geschafft hat.

Anyway, ich glaube nicht das wir hier noch auf einen grünen Zweig kommen werden. Für mich ist daher das Thema durch. Wenn andere noch etwas zum eigentlichen Thema beitragen möchten, dann bitte, ich hab vorerst gesagt was es zu sagen gibt.

Du solltest wirklich Dichter werden, soviel wie du immer rein Interpretierst.

Des weiteren hab ich mich nicht aus dem Fenster gelehnt, lediglich habe ich wie schon Duzend mal erwähnt, wie ein bestimmtes Produkt funktioniert und für welchen Zweck bzw. Situation es konzipiert wurde. Dass du das nicht verstehen willst, habe ich auch bemerkt.

Nicht jeder will ins asset Management oder in das IB, ob du es glauben magst oder nicht. Es gibt Menschen die wollen nicht 24/7 Charts auf 17 Monitoren beobachten.

Deinen Quantitative Finance Vergleich zu erläutern erspar ich mir, da der Otto-Normalverbraucher gerade so weiss was Rendite ist. Kommt da jetzt noch Inflations- und Währungsbereinigte Rendite, gesamte/stetige hinzu blickt das eh keiner mehr.

Du darfst dir hier im Forum deine kleine Welt zurecht lügen, wie es in der Praxis aussieht weisst du offensichtlich nach wie vor nicht. Das musst du aber auch nicht, da du offensichtlich nicht in diesem Berufsfeld tätig bist.

Ja ich bin tatsächlich und zum Glück kein Versicherungsverkäufer geworden der ahnungslosen Menschen irgendwelche unnützen Policen andrehen muss :wink:

Ja da haben wir doch wohl eine Gemeinsamkeit. Gut dass wir beide ahnungslosen Menschen keine unnützen Police andrehen müssen.

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Meine Meinung zu Swiss Life Select

Ich bin kein Kunde geworden jedoch habe ich mich im +/- 2015 „Beraten lassen“

Meine Meinung ist sehr durchzogen, von Katastrophal bis gut hab ich viel mitbekommen.

Kurz: Besser als nichts, am meistens Bringt das Ganze nahe zu nichts. Wenn du bei den Themen Finanzen Informiert (Versicherungen, Krankenkassen, Fonds, Banken, ETF etc.)

bist brauchst du keinen abhängigen Berater mit seinen überteuerten Produkten.

Zu den meistens Beratern, relativ gut ausgebildet im Verkauf, jedoch nicht auf das Kunden Bedürfnisse abgestimmt.

Hat einige alte Hasen, welche nicht aufs schnelle Geld und einmalige Geschäfte aus sind, bei denen hast du ein Gutes Kundenerlebnis und wirst Relativ Direkt auf die Nachteile angesprochen.

Nachteile an SLS:

  • Provision von Beratern

  • Kündigung sind zu Ungunsten des Kunden

  • Eintrittswahrscheinlichkeit werden sehr dramatisiert und hat viel Angstmacherei dabei

  • Kein Interesse an Vermögenden Personen

  • alle Produkte aus einer Hand

  • Viele Einmalige Verträge (ein Abschluss bis EoL)

Vorteile an SLS:

  • Unterschicht und Mittelstand wird aktiv geworben

  • Abnahme von vielen Administrieren Kleinlichkeiten

  • alle Produkte aus einer Hand

Grundsätzlich bin ich der Meinung:

Bei den Krankenkassen sucht man sich in den Jugend Jahren einmal eine Zusatzversicherung und bleibt dort bis ans Leben Ende (EoL). Bis 20 war ich bei Sanitas, ab 20 bin ich zu AXA gewechselt.

Die Grundversicherung wird Jährlich zum Günstigsten Anbieter Gewechselt, die Abwicklung von Kosten machst du so oder so immer über deine Zusatzversicherung. Die Meisten Zusatzversicherungen bieten sogar ein Wechselservice für die Grundversicherung kostenlos an.

Tipp: Hast keine Zusatzversicherung → Grundversicherungswechsel kannst du easy via Comparis

Zum Thema Lebensversicherungen bin ich sehr radikal dagegen aus eigner Erfahrung.

Mann kann hier sicher Risiken absichern jedoch können die Risiken auch anders abgesichert werden.

Tipp: Vorsorge kannst du auch mit einem soliden Vermögen und einer anständigen PK mit guten Verbleibenden Renten.

Grundsätzlich find ich Ganzheitliche Übersichten sehr eine Gute Sache, jedoch würde ich nie meine Entscheidungen nur auf Grundlage von Informationen von einem Verkäufer stützen.

Tipp: Gehe zu einen Unabhängigen Berater → zb. https://www.vermoegenszentrum.ch/ jedoch zahlst du für die unabhängige Beratung ein Honorar.

Bei dem Thema 3a bin ich bei einer Bank, wenn du bei einer Versicherung ein 3a machst ist die Bedingung das du das vor 25 den Vertrag abgeschlossen hast und da würde ich max. 200 CHF im Monat einzahlen.

Hier hat sowohl die Versicherung und Bank vor und Nachteile, am besten ist wohl eine Kombination.

Fazit:

Jeder Berater der Kostenlos beratet ist niemals neutral, nicht neutral heisst nicht gleich schlecht.

Jedoch ist eine neutrale Übersicht über Finanzen und eine kompetente Beratung das A und O von Verträgen und deinem weiteren Leben.

Berater, welche noch wollen das du Sie an Freude und Verwandte empfiehlst oder gar nach Telefonnummer für Ihre Kostenlose Dienstleistung verlangen gehen gar nicht.

Verschiedene Dienstleistungen erhält du zwar nicht aus einer Hand jedoch zu besseren Konditionen als aus der „Eine Hand Lösung“.

Ohne Konkrete Angaben und Verträge zusehen ist das ganze immer sehr undurchsichtig.
Es hat viele schwarze Schaffe jedoch auch ganz kompetente Finanzmenschen.

hoppla, da hab ich ja etwas vom Zaun gerissen. Ich danke für den regen Austausch und hoffe dass ihr euch trotzdem noch alle gleich viel oder wenig liebt habt wie vor meinem Thread :wink:

@Wawuschell ich glaube du durchschaust mich am besten und ich danke für deinen persönlichen Bericht. Ich habe bisher auch nur gute Rückmeldungen aus dem Vermögenszentrum gekriegt und gedenke dort beizeiten mal anzuklopfen.

@AlephOne ja was soll ich sagen… Ich bin in dem Falle definitiv zu naiv und zu einfach zu haben, ich kann natürlich keine dieser Fragen beantworten. Es ist halt unglücklich, dass Geld wie immer das Thema war, worüber ich mir nicht den Kopf zerbrechen möchte… und jetzt muss ich es bis zu einem gewissen Grade aber trotzdem. Führt wohl nichts dran vorbei - ich geb mir Mühe.

@MarcoYY Jede*r hat eine Meinung und ich finde es gut, auch deine Sicht hier erläutert zu haben. Was ich mit all dem machen werde, wird sich wohl noch zeigen.

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