Saxo Bank senkt Gebühren

Die Saxo Bank hat ihre Depotgebühren angepasst bzw. gesenkt. Auf den ersten Blick scheinen die Gebühren ganz anständig zu sein. Beispielsweise 0.08% für CH-Aktien oder ETFs mit einem Minimum von 3 Franken. Währungsumrechnung bei 0.25%. Hier der Link zur Webseite und alle Gebühren im vollständigen Dokument.

Hat jemand Erfahrung mit diesem Anbieter / Plattform? Ist es ein attraktives Angebot für einen CH-Broker?

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Für ein grösseres Portfolio sehen die Gebühren vernünftig aus. Ab CHF 240k betragen die Depotgebühren höchstens 0.05% p.a., was ich als akzeptabel erachte. Bei weniger grossen Portfolios wäre ich mit den Depotgebühren nicht ganz zufrieden (insbesondere unter CHF 120k mit 0.1-0.22% p.a). Die Handelsgebühren sind etwas höher als bei IBKR, aber insgesamt deutlich günstiger als die meisten Schweizer Broker. Stempelsteuern muss man bei Saxo Schweiz natürlich bezahlen, im Gegensatz zu IBKR.

Zumindest Anfang 2022 gab es auf der Saxo Plattform keine Schweizer Anlagefonds und keine US ETFs mehr (da hauptsächlich ausgerichtet auf die EU). Aber ich kann nicht sagen, ob sich da etwas geändert hat. Insgesamt betrachte ich Saxo eher als europäischen Broker, nicht als Schweizer Broker. Allerdings unterliegt der Vertrag mit Saxo Schweiz schweizerischem Recht, was als potentieller Vorteil gewertet werden kann. Und Saxo bietet anscheinend einen Schweizer eSteuerauszug an (ev. sogar kostenlos, unklar).

Insgesamt also nicht per se ein schlechtes Angebot (je nach Portfolio), aber sehe auch nicht viele Gründe Saxo an Stelle von IBKR zu empfehlen.

Meine Erfahrung mit der Saxo Plattform beschränkt sich auf Cornèrtrader zwischen 2019 und Anfang 2022. Grösstenteils hatte ich einen relativ guten Eindruck, aber ich war nie direkt bei Saxo Schweiz.

Für alle, die einen Broker wollen, die von der Finma reguliert ist, ist dies wohl die günstigste Variante. Bin mir ebenfalls am überlegen ob ich wechseln soll. Hat hier jemand Erfahrung mit diesem Broker?

Hier gibt es Beitrag dazu

Tönt für mich auch spannend und dachte auch schon, dass ich mir das näher im Vergleich zu SQ anschauen muss. Nächste ETF-Käufe hätte ich bei neon vorgesehen, weil das für mich auch spannend aussieht.

Saxo Bank ist im 2024 Sponser der Podcasts von Finanzfabio, in Episoden vom 2023 hat Finanzfabio noch geschrieben, er sei bei SQ.

Tönt für mich auch sehr interessant.
Wenn ich richtig sehe, zahle ich für mein Depot (rund 75k) bei SQ aktuell 100.-/Jahr und pro monatlichem Kauf des VANGUARD ALL WORLD ETF DIST über 1’400.- nochmal fast 15.-/Kauf.
Bei Saxo wären es die 125.-/Jahr maximale Depotgebühr plus 3.-/Kauf.
Ich würde also aktuell 119.- jährlich einsparen.

Wenn ich den Steuerauszug für jährlich 100.- noch brauche, dann sinds 229.-
Frage: Brauche ich den Steuerauszug zwingend? Ich habe nur zwei Positionen im Depot - die kann ich ja auch händisch in die Steuererklärung eintragen, oder nicht?

Finde es gut dass die Preise hier in der Schweiz etwas unter Druck kommen. Würde aber erstmal nicht überstürzt wechseln. Dauernde Broker und Produkte Wechsel schaden der Rendite enorm. Und da die Preise ja mit Yuh, Neon, FlowBank, und nun Saxo weiter unter Druck kommen, ist es gut möglich dass andere wie z.B. Swissquote nachziehen wird. Und dann müsste man ggf. dann wieder wechseln. Auch Erfahrungsberichte würde ich erstmal abwarten, nur weil etwas günstig ist, heisst das nicht dass es auch gut ist (z.B. FlowBank war ja auch relativ günstig im Vergleich zu SQ aber einige scheinen negative Erfahrungen damit zu machen).

Zudem: An Nachteil aller Schweizer Anbieter ist nach wie vor die Stempelsteuer die es bei ausländischen Brokern nicht gibt. Da wäre es mal beim Bund diese abzuschaffen.

Ja bei so kleinen Beträgen lohnt sich SQ eher nicht, da zahlst du ja über 1% Gebühren pro Transaktion. Da würde ich mir ggf. tatsächlich einen Wechsel überlegen.

Den brauchst du bei zwei Positionen wohl nicht, da kannst du die paar Käufe relativ gut auch von hand eintragen und dir die 100 CHF sparen.

Stimmt ungefähr. Wenn wir es genau nehmen, so rechnest du bei Swissquote inkl. Stempelsteuer, aber bei Saxo hast du diese vergessen. Mit Stempelsteuer sind es bei Saxo ca. CHF 5 pro Kauf. Total würde die Ersparnis bei ca. CHF 88 p.a. liegen.

Falls du bei Swissquote bleibst, so würde ich dir empfehlen vom monatlichen Kauf auf quartalsweisen Kauf zu wechseln. CHF 15 pro Investition von CHF 1’400 finde ich auf die Dauer zu viel. Insbesondere da noch relativ hohe Depotgebühren anfallen (0.14% p.a.).

Bei Saxo sind die Gebühren akzeptabel für einen monatlichen Kauf, aber noch etwas höhere Depotgebühren. Wenn es keine Wechselkosten gäbe, so wäre Saxo sicher besser für dich als Swissquote. IBKR oder Degiro wären allerdings beide noch günstiger, da keine Depotgebühren anfallen.

Vielen herzlichen Dank für die Ausführungen, @Jay
Ich werde deiner Empfehlung folgen und erst mal auf Quartals-Käufe umsteigen (wer weiss, vielleicht sind die Gebühren bis dahin auch bei SQ gesenkt worden).

@AlephOne Auch dir vielen Dank für die Ausführungen.

Betreffend Gebühren, hoffentlich geht das noch weiter!
Bei PostFinance sind die Gebühren per 1.1. angepasst worden.
Depotgebühr von 90.- runter auf 72.-, neu vierteljährlich verrechnet, immer noch Gutschrift als Trading-Credits (aber nur drei Monate nutzbar). Dafür wurde das Bonusprogramm eingestellt.
Bei der Auftragsgrösse ist neu 0-500 möglich, bei Kosten von 6.-. Bei grösseren Aufträgen wurde die Gebühren ebenfalls angepasst.
Im 2024 wir noch ein Aktien- und ETF- Sparplan eingeführt.
Ist keine Empfehlung, einfach als Input bei den Gebühren, dass sich was tut.

Also ich finde das Angebot von Neon recht spannend. Du zahlst keine Trading Kosten für 5 Invesco ETFs, die ETFs sind in CHF gelistet bedeutet keine FX Kosten und zudem ist die Gebühr vom Invesco FTSE All World bei unschlagbaren 0.15% und einiges günstiger als der ETF von Vanguard. Damit sollte Neon doch der günstige Broker im CH Markt sein…

Ja, mir gefällt das Neon-Angebot auch gut. Hoffen wir mal, dass Sie die Aktion mit Kauf ohne Gebühren dann nochmals verlängern.

Der Entscheid für einen Broker sollte mit einer langfristigen Perspektive gefällt werden.

Aus diesem Grund würde ich befristete Sonderangebote, wie der courtagenfreie Kauf der 5 ETFs bei neon, nicht in den Entscheid mit einfliessen lassen.

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Ja das Angebot ist sicherlich nicht schlecht aber ich hab irgendwie gelernt der Preis ist am Ende nicht alles und Neon hat auch so einige Nachteile.

Und nur weil grad etwas Aktion ist muss man ja nicht gleich drauf anspringen sondern mal sollte längerfristig denken und einen Anbieter längerfristig aussuchen. Daher meinte ich ja auch nur weil jetzt einer Preise senkt muss man nicht gleich sofort wechseln sondern ich würde erstmal abwarten was diese Dynamik nun auslöst und wenn man wirklich wechseln will kann man das nach einer Weile immer noch.

Der Preis ist nicht alles und sonst liest man oft, dass ETF wegen kleinen Gebührenunterschiede bevorzugt werden. Mir ist schon klar, dass ich deswegen nicht gleich alles bei SQ auflöse und bei neon oder Saxo Bank anlege.
Aber 0% Depotgebühren, Gratis eTax-Auszug sind weitere Punkte, welche ich als sehr positiv für neon ansehe.

Ja du hast schon recht, der Preis ist so ziemlich eines der wichtigsten Faktoren aber eben nicht der Einzige. Bei ETFs ist halt der Unterschied sehr wichtig, bei der Auswahl der Bank/Broker kommen halt dann doch noch die einen oder anderen Faktoren dazu die auch noch wichtig sind.

Zum Beispiel ist mir halt auch noch wichtig was für eine Bank da im Hintergrund agiert. Da ich auch längerfristig gesehen schon einen erheblichen Betrag investieren möchte, habe ich halt etwas Mühe wenn die Bank im Hintergrund eine regionale Provinzbank aus dem Aargau ist wo es zumindest ursprünglich hauptsächlich um Hypotheken ging und dessen Namen ich vorher noch nie gehört habe. Oder auch spezielle Banken wie die WIR, das ist mir halt einfach nicht so wirklich sympathisch und deswegen bevorzuge ich Angebote und Produkte die nicht auf solche Anbieter im Hintergrund setzen.

Wenn der Betrag etwas grösser ist hätte ich z.B. auch Mühe dass alles Geld bei einer reinen Smartphone App Bank hinterlegt ist. Smartphones hat man immer dabei und bieten deshalb auch eine relativ hohe Angriffsfläche, z.B. gibt es Fälle wo man Leuten auf der Strasse nicht nur das Portmonnaie geraubt hat sondern die Leute dann auch noch erpresst werden das Smartphone zu entsperren und wenn darauf irgendwelche Finanz Apps sind dann auch gleich die entsprechenden Konten geleert werden. Ursprünglich hat das mal angefangen mit Crypto Apps aber mit der Verbreitung von Smartphone Banken ist das zunehmend ein Problem. Da Einzelzahlungen in Zukunft sofort ausgeführt werden können ist das zunhemend ein Risiko welches ich halt einbeziehe. Klar wenn man nur 20-50k CHF drauf hat ist das weniger schlimm als wenn man mehrere 100k CHF drauf hat. Bei vielen Banken kann man Transaktionen via Smartphone App sperren, mit reinen App Banken geht das halt nicht was ich als erheblichen Nachteil sehe.

Aber auch das Image des Anbieters finde ich nicht ganz unwichtig und da ist mir halt Neon wie auch Yuh extrem unsympathisch. Das Angebot richtet sich an eine bestimmte Zielgruppe wie eine Klimajugend welche grüne Karten cool finden, oder sonst irgendwelche Hippster oder Wokes Publikum wo ich mich halt gar nicht angesprochen fühle. Da zahle ich lieber etwas mehr wo ich dann ein für mich professionelles Angebot vorfinde und ich nicht genötigt werde mir Gendersternchen und Doppelpünktchen reinzuziehen auf der Website. Das zieht den Anbieter halt zu einem gewissen Punkt ins lächerliche (bzw. zieht ein gewisses Zielpublikum an) und bei den Finanzen ist halt ein professioneller Auftritt wichtig.

Da kommen halt schon mehrere Punkte zusammen die für mich ziemlich negativ sind was dann rechtfertigt nicht unbedingt den günstigsten Anbieter nehmen zu müssen. Das heisst jedoch nicht dass man gleich zur UBS rennen muss. Es gibt ja mittlerweile genügend Angebote und Alternativen.

Du hast schon recht, Neon ist zur Zeit eines der attraktivsten Angebote auf dem Markt wenn man mit dem Drumherum leben kann, gerade wenn man jetzt nicht so ein wahnsinnig grosses Vermögen hat kann man den Anbieter durchaus empfehlen. Die Frage ist dann halt ob man dann allenfalls mit einem grösseren Volumen das Angebot dann immer noch so toll findet oder dann nicht doch lieber ein Angebot bevorzugt welches zwar nicht das billigste ist, aber dafür immer noch sehr günstig, aber halt nicht all die Nachteile hat.

Daher ist das Saxo Angebot sicherlich sehr begrüssenswert, und ich hoffe dass dadurch auch weitere Anbieter sich dazu bewegt fühlen ihre Preise zu senken. Zum Beispiel Swissquote aber vielleicht auch ein paar reguläre Banken. Jede Bank/Broker der die Preise senkt ist ein Schritt in die richtige Richtung.

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Inklusion ist unprofessionell?

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Das hat nichts mit Inklusion zu tun. Sternchen und Doppelpünktchen sind genau so Birreweich wie bei jeder Stellenausschreibung nach dem Job Titel noch (m/w) oder gar (m/w/d/x) hintendran zu schreiben oder wenn ein offensichtlicher Mann oder eine offensichtliche Frau ihre Pronomen hinter dem Namen schreiben als wäre es nicht offensichtlich. Dabei geht es nicht um Inklusion sondern da geht es darum anderen eine gewisse politische Agenda aufzudrücken und sich selbst als Moralapostel oder Gutmenschen darzustellen.

Es ist klar dass sich jeder auf eine Stelle bewerben kann und es ist völlig klar dass jeder bei Bank XYZ ein Konto bekommen kann, ich habe bisher noch keine Bank gesehen welche Konten ausschliesslich nur für Männer anbietet oder so. Daher ist das völlig unnötig und ja ich empfinde es als äusserst störend und unprofessionell. Typische Schweizer Wohlstandsverwahrlosung. Das ist aber nicht wirklich das Thema hier, es ist einfach ein Punkt welchen ich bei einzelnen Smartphone Banken als störend empfinde.

Wenn das der einzige Punkt wäre und es auch das einzige günstige Angebot wäre, dann würde ich solche Angebote vermutlich trotzdem nutzen, wenn es jedoch nicht der einzige Punkt ist wie oben erwähnt (Sicherheit z.B. oder Bank im Hintergrund sind auch wichtig), und es eben genügend günstige Alternativen gibt, dann gibt es eben Leute die beziehen solche Kriterien ebenfalls in die Bewertung bzw. Auswahl eines Produktes mit ein.

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Ja Saxo, jetzt wo viele zu Swissquote gewechselt haben oder sich da ein Depot angelegt haben da gibt es Alternativen.

Swissquote muss sich eh keine Sorgen machen, denn der Wechsel eines Depots mit diversen Titeln ist eine extrem teure Angelegenheit. Ich hab das im 2023 machen müssen und das ist jetzt abgeschlossen.

Heute würde ich nicht mehr zu Swissquote wechseln, denn die Saxo Bank ist eindeutig ein besserer Deal.

Klar müsste man noch wissen ob man da die Aktien auch kostenlos im Aktienregister eintragen könnte, das geht ja bei Swissquote.

Dass Swissquote aber die Gebühren auf ein Niveau einer Saxo Bank senkt, darauf können wir lange warten, denen ist das definitiv egal, denn so bleibt unter dem Strich mehr Gewinn übrig und wer mal den Aufwand des Depot Wechsels erlebt hat, der bleibt dann in der Regel beim kleineren Uebel stecken. Ist wie mit dem Internet Abo oder Mobile Phone Abo, auch da wechselt kaum jemand.

Grundsätzlich ist das von FinanzFabio beworbene Saxo Bank Angebot sehr interessant.

Jedoch möchte ich die Calida / Swatch Aktien usw. ins Antienregister eintragen lassen um die Sachdividenden zu bekommen.
Leider finde ich nichts darüber auf der Saxo Webseite.

Weiss jemand mehr, ob das geht?

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