Robos, Cryptos, CFDs, Blogger/Influencer Werbung - Wer profitiert am Ende?

ich bleib dabei dass Robo- und andere Dienste dieser Art doch ideal sind für Leute die einfach mal einsteigen wollen oder sonst Gründe für sich finden, warum sie diese Dienste toll finden.
Der Tenor hier ist klar dagegen und ich verstehe die Argumentation zu 100% aber meine Güte… man kann ja die Strategie auch laufend ändern. Niemand wird gezwungen zu bleiben (davon gehe ich jedenfalls mal aus).

Angela Mygind von Miss Finance hat sonst einen ausführlichen Erfahrungsbericht gemacht, vielleicht kann deine Frage ja hier beantwortet werden @Ralle : Kaspar& - Investieren ab CHF 1! - MissFinance.ch

1 „Gefällt mir“

Wenn man davon ausgeht dass Menschen grundsätzlich irrational handeln, dann kann ich diese Argumentation zu einem bestimmten Grad nachvollziehen. Viele Menschen stellen aber den Versuch an, rationale Entscheidungen zu treffen, sich selbst stetig zu verbessern, und versuchen faktenorientiert zu Entscheiden. Den Gang ins Internet in ein Forum wo sich Leute schon länger mit Themen beschäftigen und da Rat zu suchen, ist sicherlich schon mal ein guter Schritt in die richtige Richtung.

Wenn man aber dann Rat gesucht hat, alle davon abgeraten haben, jedoch dennoch auf Kurs bleibt und ein vergleichsweise wesentlich schlechteres Produkt dennoch weiterhin nutzt und auch noch rechtfertigt, dann unterliegt die Person wohl schlicht und einfach dem Confirmation Bias und hat wohl lediglich eine Bestätigung der eigenen Meinung gesucht, und wird jedoch mangels Echo-Kammer wohl enttäuscht.

Wenn man mal 2-3 Bücher zum Thema investieren gelesen hat, weiss man dass man genau das eben nicht tun sollte. Ist meistens auch mit unnötigen Kosten verbunden.

Den Artikel finde ich jetzt gar nicht sonderlich gut, sie weisst zwar auf den Preis hin und behandelt auch die „komplette All-In“ Gebühr. Verpasst es aber zu erwähnen, dass auch dann die Gebühr immer noch sehr hoch ist und verpasst es ebenso dies als Nachteil aufzulisten. Das lässt leider den Eindruck erwecken, zusammen mit dem Titel „Meine Erfahrung mit Kaspar& plus Rabattcode“, dass es der Dame in erster Linie darum geht ihren „Rabattcode“ an den Mann zu bringen (was leider die Priorität von vielen Bloggern ist - zum Glück nicht allen) und damit Geld zu verdienen. Von Blackrock, Vanguard etc. bekommt sie halt keine Provision. In dieser Hinsicht verwundert die positive Berichterstattung also nicht. Ob man sich dadurch jedoch leiten lassen will ist eine andere Frage und muss jeder selber wissen. Auch da gilt halt, kritisch Denken beim lesen.

Ja, das sehe ich auch so. Denke auch das jemand der schon den Weg in ein Forum gefunden hat, das Basis Level „Einsteiger mit Null Plan“ überschritten hat und deshalb diese Diskussion geführt werden kann.

Schaut euch dazu mal ein aktuelles YT Video vom lieben Aaron an. Solche Artikel gehen genau in diese Richtung. Auch was das Thema Finanzen Frauen für Frauen anbelangt und wie dort zum Teil mit der „Pink-Tax“ Kohle verdient wird.

Oder die Reaktionen darauf:

Die Finale Aussagen im verlinkten Artikel finde ich auch frech:
Die Einstiegshürde ist mit CHF 1.- sehr tief und somit finde ich das Produkt vor allem für Neulinge, die erste Schritte wagen möchten, sehr gelungen.

Klar, den Nichtwissenden kann man jeden *** andrehen. :frowning:

Und hier das finale Produkt das dort verkauft werden soll.

Ach, ich glaube ich muss langsam umsatteln…

1 „Gefällt mir“

Finde den Beitrag von Homo Oeconomicus (toller Name btw) sehr gut, trifft irgendwie den Nagel auf den Kopf. Auch die Replik von Thomas finde ich gut. Der Typ in der Mitte versucht sich da ein bisschen zu einfach herauszureden :slight_smile:

Ich beobachte diese Entwicklung schon länger und bin da sehr skeptisch. In der Tat geht es im Bereich Finanzblogging nun etwa gleich wie den Fitness-Bloggern. Immer mehr Leute haben das Gefühl auf den Zug aufspringen zu müssen und einen eigenen Blog zu kreieren. Viele Leute unterschätzen jedoch den Aufwand dafür drastisch, haben keinerlei Qualifikation dazu, und haben zudem auch nicht das richtige Mindset dazu. Das sind dann die Blogs welche überall auf jeder Seite Listen mit irgendwelchen Links und Codes haben für etliche Apps, Broker und was auch immer, der Inhalt der Beiträge in der Regel zwar lang aber komplett nichtsaussagend und fachlich nicht fundiert ist. Hauptsache 5 Seiten gefüllt irgendwie mit nichts und 7 Codes gepostet.

Da kommt natürlich jede App auf dem Markt welche über Referral Links und Promo Codes etc. verfügen noch so gelegen, denn jede App ist wieder ein Beitrag mehr auf dem Blog und wieder ein Code mehr womit man verdienen kann. Da wird dann auch selten ein Produkt wirklich kritisch betrachtet und es ist eigentlich jedes Produkt irgendwie eine tolle Idee, sehr gut für Einsteiger geeignet oder was auch immer für ein Blödsinn, egal wie schlecht das Produkt im Endeffekt ist.

Was zum Beispiel lustig ist, dass Produkte welche nicht über Referral Codes verfügen selten auf solche Blogs analysiert werden :wink: Kann man sich fragen warum das wohl so ist.

Die Frage ist nun was man diesbezüglich tun soll. Fakt ist nunmal das ein Grossteil der Bürger schlicht und einfach nicht mehr kritisch denken kann und sich in solchen Sachen ziemlich naiv verhält und jeden Bockmist glaubt der von irgendjemandem irgendwo im Internet geschrieben wird, sei dies auf Blogs, sozialen Medien oder sonst wo. Das ist ja auch der Regierung bereits ein Dorn im Auge.

Man kann natürlich jetzt hingehen und mehr Regulierung fordern, d.h. das eine gewisse Ausbildung gefordert wird bevor man sich zu gewissen Themen äussern darf. Finde ich aber auch nicht unbedingt richtig. Im Prinzip ist ja auch jeder selbst schuld daran wenn er zu faul oder zu blöd war und jeden Mist glaubt der irgendjemand von sich gibt ohne das kritisch zu hinterfragen.

Denke aber das sich das auch ein bisschen von alleine Regeln wird in Zukunft, dass Blogs ähnlich wie soziale Medien immer mehr an Reputation verlieren, gerade wenn es sich immer mehr um billige Werbeplattformen geht wo nur noch seitenweise Codes irgendwo aufgelistet werden. Vielleicht wird das die Leute eher wieder dazu bewegen für qualitativen Content zu bezahlen z.B. in Form eines Abos oder so wo dann qualitative hochwertige Beiträge geschrieben werden von Autoren die auch eine gewisse Ausbildung in dem Bereich haben (Wirtschaftsstudium, etc. oder auch selbst im Bereich Investment oder so arbeiten). Merke das bei mir selbst, bin immer weniger auf Blogs und YT etc. unterwegs dafür eher wieder mehr auf Seiten wo man halt dafür bezahlt.

Ist halt auch wieder eine Geldmasche. So kann man vor allem Frauen ansprechen die sich um den ganzen Woke Crap scheren. Lustigerweise sind es auch immer die die am lautesten diesen Unfug verbreiten, dann am meisten die Geschlechtertrennung zelebrieren. Der oben verlinkte Blog verwendet z.B. den sexistischen Tag #womensupportwomen auf ihrer Website. Stell dir mal vor was es für ein Skandal wäre, wenn an männlicher Blogger mit #mensupportmen kommen würde :wink:

Ja im Prinzip keine schlechte Idee. Man muss sich halt auch immer Fragen wer bietet diese Kurse an, was qualifiziert die Person dazu solche Kurse anzubieten, welche Absichten dahinter stecken. Es ist zum Beispiel auffällig das gerade z.B. „super erfolgreiche Trader / und Day Trader“ ganz selbstlos „günstige“ Kurse anbieten um der Welt ihr „Können“ zu vermitteln, damit jeder genau so erfolgreich sein kann. Lustigerweise verdienen die alle mehr an ihren Kursen als mit dem Trading selbst. Soll aber nicht heissen das grundsätzliche alle Kurse schlecht sind. Problem ist halt das jeder im Prinzip alles ins Internet stellen kann egal was für Schrott. Und da wird dann halt auch viel Unfug getrieben und mit Hypes viel Geld verdient, siehe den ganzen Crypto-Nonsense der überall angeboten wird.

1 „Gefällt mir“

Sorry Leute, aber die Kommentare zu Feminismus/Sexismus sind hier einfach wieder einmal völlig daneben, tun nichts zur Sache und rechtfertigen weder ein für noch dagegen.

Um Angela und alle, die es versuchen, in Schutz zu nehmen: Perfektionismus killt Fortschritt. Ich finde es schön, wenn sich Männer als auch Frauen hinstellen und sagen: Das sind meine Fortschritte, das sind meine Fehler, ich mache keine Anlageberatung aber schaut, so habe ich das gesehen und für diese und diese Plattform habe ich noch einen Code. (Beim Sport übrigens dasselbe, und diese Einstellung habe ich erst seit etwa 1 oder 2 Jahren.)

Macht Thomas ja nicht anders - der ist nur schon etwas länger im Game und er lebt eine andere Strategie aus, die keine Webinare oder Coachings beinhalten. Nur weil das Leute wie Angela machen heisst das doch nicht, dass sie den Leuten BS anhängen will um damit die fette Kohle zu machen.

Dito.

Robo- und andere Advisors gibt es noch nicht so lange und ich finde es legitim, sich das anzuschauen. Ob man dem dann folgen muss und mitmachen, ist immer noch die andere Sache.
Alle wissen dass aktiv gemanagte Fonds kostentechnisch ein Bockmist sind, trotzdem machen es immer wieder Leute, aus welchen Gründen auch immer.

Ist halt auch Ansichtssache. Für viele bist du mit solch einer Aussage absolut rückständig, und bei mir ist es so dass, je mehr ich über Crypto lerne, es nachvollziehen kann. Für ernsthafte Investitionen ist es mir aber auch zu heiss, bin da auch im Bünzlitum zu Hause.

Kann mir das gerade leider nicht reinziehen aber nimmt mich sehr wunder, danke jedenfalls hierfür.

1 „Gefällt mir“

Das ist Ansichtssache, ich finde es völlig daneben wenn Leute mit diesem Woke Aktivismus aufkommen und wenn jemand das halt auf seiner Website zelebriert dann muss man auch mit entsprechender Kritik umgehen können. Aber Toleranz gegenüber anderen Meinungen ist ja auch keine Stärke der Woke Bewegung, lieber gleich alle cancellen die nicht gleicher Meinung sind. Und es ist bekannt dafür das man mit solchem Aktivismus ja auch Geld verdient, umso mehr finde ich es auch richtig das man dies anspricht.

Naja wenn eine Website einfach rein informativ ist als Erfahrungsbericht ohne Monetarisierung dann stimme ich dir zu. Die Seite wird aber stark monetarisiert, es werden Kurse angeboten und für viele Produkte Werbung gemacht. Da findet eben sehr wohl eine Art von Beratung statt.

Ja doch Thomas bewirbt keine 50 verschiedenen Produkte und soweit ich weiss keinen einzigen Robo Advisor und hat auch immer gesagt dass er stattdessen eher ETF empfehlen würde. Ansonsten bewirbt er eigentlich in den meisten Sparten ein Produkt welches er auch selbst verwendet. Die einzige Kritik die ich bei Thomas gelten lassen würde, ist das er neben SQ auch noch Yuh als Zweitdepot anpreist, was meiner Meinung nach nicht soviel Sinn macht zwei Depots bei der gleichen Bank zu haben. Und P2P und Crypto finde ich nicht so sinnvoll aber ansonsten finde ich hält er sich da sehr im Rahmen und im legitimen Bereich auf. Ich sehe auch keine angepriesene Robo Advisor :slight_smile:

Eine stark generalisierte Aussage die nur so halb stimmt. Aber ja in den meisten Fällen ist das so.

Nein, ich denke das ist keine Ansichtssache. Die Sache ist ziemlich klar und nur weil ein paar Leute einem Hype folgen (und damit oftmals eigene finanzielle Interessen im Kopf haben) heisst das nicht, dass etwas Ansichtssache wird. Viele Firmen / Banken etc. bieten den Handel mit Cryptos an, weil sie damit genau so wie mit CFDs etc. viel Geld verdienen können mit Idioten die meinen damit reich werden zu können. Sie bieten es an weil sie damit mit der Gier der Leute Geld verdienen können.

Das macht aber weder Cryptos noch CFDs etc. zu legitimen Investment-Produkten. Nur weil das ein paar Technik-Nerds oder gierige Hobby Anleger anders sehen, macht es das nicht zur Ansichtssache. Praktisch kein professioneller Investor / Wealth Manager / Portfolio Manager sieht Cryptos oder CFDs oder sonstigen solchen Blödsinn als valides Anlageinstrument an, und ich kenne doch ein paar Leute die in diesem Bereich arbeiten. Und wenn es dir einer doch sagt das wäre so dann nimm die Beine in die Hand, nimm dein Geld und renn.

Genau so diskutieren wir auch nicht darüber ob die Erde nun wirklich rund oder doch flach ist, nur weil ein paar Verschwörungstheoretiker sagen die Erde sei flach, das macht das Thema auch nicht deswegen zur „Ansichtssache“. Um die Analogie wieder zum Crypto Bereich zurückzubringen: Mich interessiert nicht was die Flat Earther oder Anhänger irgend einer Crypto Sekte sagen, mich interessiert was die professionellen Investoren / Wealth- und Portfolio Manager sagen.

1 „Gefällt mir“

Auf welche Aussage dies nun bezieht weiss ich jetzt nicht direkt. Aber die Pink-Tax gibts nun mal und es sind die Frauen die diese Zahlen. Ich persönlich erwarte weder von Mann noch Frau Perfektionismus aber bei einem Produkt mit so hohen Gebühren als ideal für Neuinsteiger zu bewerben finde ich eine verarsche. Egal ob die Aussage von Frau oder Mann kommt.
Weiter sage ich einfach das die Seite MissFinance.ch ganz klar ein Werbewerkzeug ist um final Kurse zu verkaufen und dieses Geschäftsmodell ist zwar legitim und darf man ja so machen muss aber nicht jeder toll finden. Also Konsument von solchen Inhalten muss ich mir aber immer bewusst sein, was der Schreiber bezwecken will.
Generell finde ich bei allen Youtubern und Bloggern die Aussage „ist keine Beratung“ als keine gute Ausrede bzw. Schutz. Am Schluss werden meist Empfehlungen und Möglichkeiten aufgezeigt, was genau das zentrale Thema einer Beratung ist.

korrekt, aber Kritik annehmen sollte man sowieso immer können, egal ob man einer aktivistischen Gruppierung angehört oder nicht. Und obwohl ich finde Radikalisierung in jede Richtig ist schlecht, würde ich Aktivismus nicht zwingend in diese Schublade stecken.
Leider ist die Aussage „überleg dir mal wie die austicken würden wenn wir hashtaggen #mensupportmen“ keine Kritik, sondern eine genauso sexistische Annahme wie du es eigentlich der Gegenpartei damit vorwerfen willst.
Zumal ist der men-men-support ja nicht wegzudenken, wohingegen es auch Untersuchungen dazu gibt, dass Frauen durch ihre Erziehung in der Gesellschaft dazu neigen, anderen Frauen aktiv ein Bein zu stellen anstatt zu sagen „yes du machst was, toll!“, auch wenn sie das so eigentlich denken. Auch hier sind sich das Finazwesen und der Sport nicht so unähnlich.

Klammer zu.

ich weiss was du meinst. Problem Angebot und Nachfrage. Mich interessieren die Webinare von Angela z.B. auch nicht, aber ich würde wahrscheinlich eins buchen wenn Thomas welche anböte. Viele Frauen fühlen sich von Angelas Inhalten aber zu 100% angesprochen und schätzen den Dienst des Webinars. Sie sagt selbst, noch nicht ewig an der Börse zu sein und dass sie fehlbar ist, aber diese Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit machen sie authentisch und glaubwürdig. Ob man nach dem Webinar mit ihrem Wissen auf die Nase fällt, wird sich zeigen.

Genau, und da es diese ganzen Advisor-Dienste auch noch nicht ewig gibt, ist die Aussage wohl auch sehr generell, dass das alles verlorenes Geld sei dort zu investieren.
Wenn es für jemanden stimmt, solch eine Spielerei haben zu wollen und die Leute dahinter dafür mit einem Lohn zu bezahlen, à la bonheur.

Jetzt vergleichen wir den Kryptomarkt mit Verschwörungstheoretikern? Nein, oder?
Tokens und Dezentralisierung sind mehr als eine reine Bewegung; die Verankerung dieser Begriffe ist bereits so tief dass es mehr braucht als ein bisschen Zeit, bis das vergessen geht.
Mir geht es nicht mal darum ob man schnell oder viel Geld damit machen kann, mit solchen Spekulanten und Daytradern kann ich weder im Krypto-noch sonst in einem Markt was anfangen, aber auf Dauer würde ich mich dem nicht entsagen.

Innovation ist noch nie durch die alte Garde entstanden die zu allem Neuen nein gesagt hat, sondern durch neues Blut, waghalsige Ideen und Mut. Nicht alles überlebt und ich bin ja eigentlich mit dir überein, aber deiner Negativität möchte ich einfach ein bisschen entgegensprechen. Nützen wird es nichts, aber hier mein Senf.

Korrekt, darum ging’s mir auch nicht.

Aber das ist ja ein rein rechtliches Ding. Ist wie wenn vor Gericht alle sagen „keine Aussage“ oder „ich kann mich nicht daran erinnern“, reiner Selbstschutz wie du es schon gesagt hast. Das macht mir Angela aktuell aber nicht unbedingt unsympathischer.

1 „Gefällt mir“

Aktivismus generell nicht, aber diese Art von Aktivismus (Woke & Co) ist schon ziemlich abartig. Den allermeisten Menschen ist es nämlich völlig egal ob Mann oder Frau, etc. es gibt aber eine kleine Gruppe von militanten Leuten die leider immer grösser wird die sich stellvertretend für andere über irgend einen Unsinn empören welcher eigentlich in der realen Welt gar kein Problem darstellt und niemand interessiert. Das geht soweit das sie anderen Leuten Sachen aufzwingen wollen, Sachen verbieten wollen und sogar noch eine Sprach- und Denkpolizei einführen wollen. Wer da nicht mitmachen möchte muss laut diesen Aktivisten in eine Ecke gestellt und gecancelled werden. Völlig gestört.

Das hat doch nichts damit zu tun wie lange es einen Dienst gibt oder nicht. Es geht um den Preis. Rein technisch wären die Robos ja sicher gut, sie sind einfach, zumindest in der Schweiz hoffnungslos überteuert im Vergleich zu Alternativen. Und wenn man für etwas hoffnungslos überteuertes Geld bezahlt obwohl es wesentlich günstigeres Alternativen gibt die das Gleiche machen, dann ist es eben verlorenes Geld egal wie man es dreht oder wendet. Gerade durch die Digitalisierung solcher Angebote müsste der Preis ja eigentlich extrem herunterkommen, denn die Personalkosten sind ja das was Produkte teuer machen gerade in der Schweiz. Also eigentlich müsste ja genau das Gegenteil passieren, die Robo-Advisor müssten eigentlich um ein vielfaches Günstiger sein. Aber man macht genau das Gegenteil und solange natürlich die Konsumschafe (siehe unten) mitmachen kommt natürlich auch keiner auf die Idee das zu ändern. Sollten sich die Preise irgendwann mal drastisch ändern werde ich meine Meinung gerne revidieren und das gerne auch hier kundtun.

Aber ja klar, es ist in der Schweiz auch nicht verboten sein Geld zum Fenster rauszuwerfen. Wer das will kann das tun. Aber das ändert eigentlich nicht am Sinn oder Unsinn solcher Angebote. Und da es eigentlich in diesem Forum ja darum ginge Finanzwissen zu vermitteln, dann sind solche Aussagen vonwegen für Anfänger geeignet problematisch und falsch. Wenn das ein Forum der Banken und Finanzlobby wäre, dann würde ich dir zustimmen.

Ja besonders abwegig ist das nicht. Wie gesagt, nur weil eine kleine Minderheit sagt, eine dezentrale Crypto-Währung etc. werde die Welt erobern und bisherige Zahlungsmittel ersetzen etc. wird das genau so wenig zur Wahrheit oder „Ansichtssache“ wie wenn ein paar Flat Earther behaupten die Erde sei flach. Praktisch niemand der etwas von Wirtschaft, Geldpolitik, Finanzen, Investments etc. versteht behauptet das, praktisch alle sagen das Gegenteil. Es ist eine kleine laute Lobby die das behauptet weil sie durch das an den Mann bringen der Cryptos selbst Geld verdienen können. Da Cryptos keinen intrinsischen Wert haben muss man das Zeugs später zu einem höheren Preis irgend einem Deppen verkaufen können sonst macht man keinen Gewinn.

Das Problem ist aber nicht nur Cryptos sondern auch andere Sachen wie CFDs etc. kein professioneller Investor würde solchen Unfug jemals in Betracht ziehen und sagen das wäre eine super Anlagemöglichkeit.

Ich denke das Hauptproblem ist das solche Sachen so gehypted werden ist wohl, dass die verschiedenen Anspruchsgruppen nicht auseinandergehalten werden können.

  • Da gibt es zum einen die Banken/Broker/Börsen/Anbieter/Herausgeber etc. welche den Handel mit solchen Produkten anbieten oder sie herausgeben. Die können sich natürlich mit dem Verkauf und Handel dieser Produkte eine goldene Nase verdienen da für Transaktionen hohe Gebühren verlangt werden können. Auch Beratungsfirmen gehören dazu die mit Beratungen im Bereich Blockchain und Handel sich eine goldene Nase mit Beratung verdienen können. Das zeigt eigentlich, dass also vor allem mit dem Handel dieser Produkte Geld verdient wird und nicht mit den Produkten selbst. Auch Regierungen die ihre eigene digitale Währung herausbringen wollen (nicht dezentral) um den gläsernen Bürger noch gläsern zu machen gehören in diese Gruppe.

  • Dann gibt es auf der anderen Seite die Investoren. Von den professionellen Investoren, Vermögensverwalter / Portfolio Manager gibt es eigentlich kaum welche die sagen Cryptos, CFDs etc. seien gute Anlageinstrumente. Die meisten verwenden diese Produkte nicht und raten davon ab. Warren Buffet und Charlie Munger bezeichneten Bitcoin schon öfters als wertlosen Scheisshaufen.

  • Dann gibt es noch die Gruppe der Konsumschafe welche jedem Mist hinterherrennen wo irgendjemand behauptet man könne damit Geld verdienen. Diese Leute wissen es einfach nicht besser, sind leicht beeinflussbar, sind zu faul sich zu informieren oder können schlicht und einfach nicht mehr kritisch denken. Das sind die Leute die hauptsächlich von der ersten Anspruchsgruppe über den Tisch gezogen und abgezockt werden. Auch das ist nicht spezifisch für den Crypto Market sondern funktioniert in vielen Lebensbereichen so. Es gab ja auch mal das Experiment wo jemand eine herkömmliche rote Kerze für 3 CHF aus der Migros oder so auf Ricardo oder so angepriesen haben als Wunderkerze die super erotische Abenteuer verspricht und durch ihren Duft Leute in den 7. Himmel befördert oder so ähnlich, und die Kerze wurde irgendwie für das 20-fache oder so ähnlich verkauft. Genau um solche Leute geht es. Irgendeinen Mist versprechen und die Leute kaufen jedem Müll, die Opfergruppe.

  • Und dann gibt es noch die sektenartige Anhängerschaft. Diese Leute behaupten mit CFDs werde man stinkreich, mit Crypto werde man stinkreich, Cryptos werden die Welt erobern und alle bisherigen Zahlungsmittel ablösen und die Regierungen und Zentralbanken total ausschalten etc. Das ist eine kleine Minderheit die man durchaus mit dem Flat Earthern vergleichen kann, denn keiner der versteht wie ein Staat, die Wirtschaft, Geldpolitik etc. funktioniert würde so eine Behauptung aufstellen. Das sind meistens irgend ein paar Technik Nerds oder Cyber Punks oder Weltuntergangsapokalypten oder sowas :slight_smile:

Ja schon klar, das heisst aber nicht nur weil jemand etwas gegen z.B. Crypto sagt heisst das nicht das man zur alten Garde gehört. Im Gegenteil, ich bin was Technik etc. anbelangt absolut ein Digitalfanatiker und bin auch beruflich relativ Nahe im Bereich Innovation im Finanzmarkt (und habe dadurch auch regelmässig mit Blockchain Projekten / Robo Advisor etc. zu tun) - und als jemand der nicht gerade Fan vom Staat ist mal gelinde gesagt, würde ich mir nichts mehr wünschen als eine dezentrale Währung ausserhalb der Kontrolle des Staates. Auch wenn ich Technik Nerds und Banken Lobby etc. erwähne, meine ich das nicht negativ, bin selber sehr Technologie orientiert und in der Banken/Finanzbranche tätig, aber man muss sich einfach bewusst sein zu welcher Anspruchsgruppe man gehört und wer mit was Geld verdient z.B. mit Cryptos/CFDs was auch immer (Gratis Tipp: es ist in der Regel nicht der Anleger). Soll nicht heissen, dass es nicht möglich ist, dass man Glück hat und mit Cryptos, CFDs was auch immer Geld verdient, man kann auch per Zufall im Euromillions gewinnen oder eine Tasche mit Cash finden auf der Strasse. Aber eben, wir reden hier von Glück, Zufall, etc. und nicht von einer valablen Strategie sein Geld zu vermehren.

Als Konsument sollte man sich immer fragen zu welcher Anspruchsgruppe gehöre ich, wer hat welchen Hut an, was ist die Absicht dahinter, wer verdient wirklich daran, etc. Und an einem Ort wo es eben darum geht für Anleger, gerade wenn sie zum Teil noch wenig Erfahrung haben, strategisch geschickt ihr Geld anzulegen um es langfristig zu vermehren, sollte man eben meiner Meinung nach auf Dienste und Produkte fokussieren die genau das machen und nicht auf solche welche vor allem der Anspruchsgruppe 1 (Banken, Versicherer, Berater, etc.) möglichst viel Geld einspülen.

Sorry, ich hätte viel dazu zu sagen und ich würde mega, mega gerne mal mit dir ausführlich weiter diskutieren, momentan fehlt mir aber die emotionale Energie und somit die Lust für ellenlange Texte.

Um nochmals auf das ausgelöste Grundthema zurückzukommen, denke ich wie folgt:
Ich stehe mit dir überein, dass bei zunehmender Digitalisierung die Dienste günstiger werden müssen.
Im Moment sehe ich uns in der Schweiz aber in diesem Schwellenzeitalter, in dem die Digitalisierung per se einerseits schon sehr weit ist und viel kann, andererseits die Entwicklung digitaler Dienste immer noch sehr teuer ist/sein kann, und es breit akzeptiert wird, dass solche Dienste im Inland noch teuer bezahlt und somit auch unterstützt werden, weil man die Idee gut findet.

Deswegen:

Dito.

Pass einfach auf, dass es dabei nicht kaputt geht, denn das wäre dann verboten. :slight_smile:

Not bad :smile: Aber wahr…

Gibt je nach Kanton sogar bis zu 300.- Busse. :sweat_smile:

jetzt aber nicht wirklich, oder? Ich darf Fenster aus dem Geld werfen aber es darf dabei nicht zerstört werden, sonst bezahle ich eine Busse? Weil die Druckerei sonst nicht nachkommt oder wie. Oje.

Ja, wobei es ja glaube ich in letzter Zeit mehrere Entscheide gab, das dies nicht rechtens ist.
Aber in grösseren Mengen würde ich dies trotzdem nicht machen. Am Schluss hast du keine Kohle mehr und wirst noch gebüsst. :stuck_out_tongue:

Naja, wen das Geld zerstört wird, dann wäre es doch Littering? :sweat_smile:

bzw. wen die Note in mehr als 2 Stücke gerissen wird ? - Bei 2 Stücken kann man es bei der Bank wieder zu einer ganzen Note eintauschen lassen…jedenfalls meinte ich das so.

Wie auch immer :sweat_smile:

wenn eine Note unter 50% aufweist lehnt die Bank den Wechsel ab, ab der Hälfte aufwärts wird sie ersetzt. Das mit dem kompletten Zerstören als strafbarer Akt des Vandalismus ist mir aber wirklich neu - wahrscheinlich, weil mir sowas ja sowieso nie in den Sinn käme.

habe jetzt kurz nachgelesen, wenn du das Geld komplett vernichtest und nicht wieder in Umlauf bringst, dann ist es nicht strafbar. Wenn du es aber kaputt machst und wieder in Umlauf bringst, dann schon. :frowning: Soll noch einer verstehen. :slight_smile:

Egal. Falls ihr Geld los werden wollt und kein Fenster zum rausschmeissen habt, einfach eine PM an mich, ich kann euch das gegen eine kleine Gebühr abnehmen. :D:D

3 „Gefällt mir“

Das verwundert mich jetzt schon fast auf dramatische Art und Weise, dass das jemand sagt der selbst fast schon ein Duplikat eines solchen Blogs unterhält nur mit anderem Namen und eigenen Werbecodes :wink:

Kritisieren naja, natürlich soll der freie Markt spielen, das heisst aber nicht das deswegen jeder Blog automatisch seriös ist der nicht gegen ein Gesetz verstösst. Ganz allgemein gesagt ohne jetzt da spezifisch einen Blog zu meinen, publizieren viele Blogger ohne jegliches Fachwissen in einem Bereich zum Teil völlig inhaltslose Beiträge ohne jegliches Kerngehalt oder eine Kernaussage, wo es eigentlich ziemlich klar ist dass es dem Verfasser nur darum geht am Schluss noch seinen Werbecode an den Mann zu bringen. Daher sind die Blogbeiträge ja auch immer positiv verfasst egal wie Schrott ein Produkt ist, sonst würden die Leute den Code ja nicht nutzen. Solche Blogs finde ich unseriös und ziemlich fraglich.

By the way wenn wir schon bei seriösen Blogs sind, da dein Blog @finanzhelga nur so mit Werbecodes zugepflastert ist und du den Blog damit monetarisierst und es somit nicht mehr nur noch als privater Erfahrungsbericht gilt, bist du verpflichtet ein gesetzeskonformes Impressum zu publizieren, damit allenfalls geschädigte Kunden etc. wissen wo sie ihre Ersatzansprüche, Klagen, Betreibungen etc. hinschicken können. Dein Impressum entspricht aber nicht den gesetzlichen Anforderungen weil eine gültige Postadresse fehlt. Das würde eben auch einen seriösen Blog auszeichnen das er nicht nur abkassieren will sondern sich auch an die gesetzlichen Vorgaben hält :wink:

Ich möchte mich hier auch nochmal kurz zu Wort melden.

Da ich das allgemein eine sehr spannende Diskussion finde. Ich möchte vorweg, niemanden Dissen, oder auch nicht drauf eingehen was nun gut oder schlecht ist. Sondern lediglich meine Meinung äussern.

Meiner Erfahrung nach sind allgemein Finanzprodukte und Co. per se nicht schlecht. Egal wie „teuer“ diese nun sind. Ich denke es kommt sehr darauf an, im Beispiel Robo-Advisor. Denke ich sie haben klar eine Berechtigung, aber die Tatsache das sie eher teuer sind, schreckt mich als Investor z.B. ab. Warum stattdessen nicht in ETFs.

Und mit teuer meine ich ausschliesslich meistens immer die laufenden Gebühren. Das sind die, die Rendite fressen. Ich würde behaupten ETF Investments sind genauso einfach wie Robo-Advisor. Nur eben günstiger. Aber wie @AlephOne richtig betont hat gibts hier keine Kickbacks oder ähnliches.

Ich kriege heutzutage von diversen Deutschen und Schweizer Unternehmen Anfragen ob ich nicht jenes oder dieses Produkt promoten kann. Also speziell Finanzprodukte. Da sind auch echt dicke dicke Fische darunter. Also die ganz ganz grossen.

Aber das ist mir einfach nicht geheuer, ich verdiene gerne gutes Geld. Aber eben nicht auf kosten der Nutzer oder Neulinge. I eat my bread. Was ich damit meine, dass was ich empfehle Nutze ich auch selber so wie ich es empfehle. Ich habe Skin in the Game.

Kooperationspartner suche ich mir sorgfältig aus und schaue ob es Sinn ergibt. Die wichtigste Voraussetzung: Ich verwende das Produkt/die Dienstleistung selbst mit meinem Geld.

Ich habe mich ja auf YouTube schon mal zu inyova oder auch zu Kaspar& geäussert. Ich finde beides z.B. per se nicht schlecht. Aber eben, ich promote es nicht, da ich ETFs als alternative besser finde. Sei das ein VWRL über Swissquote, oder den VT über Yuh. (Beides mache ich und das ist wesentlich kostengünstiger).

Ich empfinde meine Rolle insofern wichtig, dass auch ich kritisch gegenüber Plattformen sein muss. Auch die mit denen ich kooperiere. Das tue ich meines erachtens auch. Und ansonsten werde ich sowieso von der Finanzrudel Community ermahnt, was gut ist! so bleibt man am Boden und hebt nicht ab.

LG
Thomas

4 „Gefällt mir“

mir kommt da nur gute alte 2000er-Wahrheit in den Sinn: „Jeder soll machen was er will, denn jeder steht dazu, was er tut“ :joy:

und nein, ernsthaft: Wenn Helga und Angela von den Bots überzeugt sind und das jetzt mal laufen lassen, schauen wir in 10 Jahren wo ihre Portfolios stehen.

und ich finde Thomas’ Aussage schon auch wichtig zu unterstreichen:

Das machen die anderen ja auch so. Aber die Ansichten und Argumente sind halt verschieden.

Mich habt ihr genug überzeugt mit dem Argument der Gebühren und ich glaube genug an mich selbst und die Fähigkeit zur Weiterbildung, dass ich gar nicht erst möchte, dass mir ein Bot alles vollautomatisiert zusammenstellt.

Habe auch Angela zu, Blogbeitrag zu den Bots nochmals gefragt, wie sie die Gebühren zur Dienstleistung sieht/rechtfertigt, und auch wenn euch diese Aussage ein absoluter Dorn im Auge ist und ihr das wohl nie verstehen werdet: Für Einsteiger*innen bru-tal einfach.

Für Menschen, die sich sagen, oh Mann ich müsste wirklich investieren aber ich möchte mich nicht damit auseinandersetzen…, für die ist ein Bot halt wirklich einfach super.
Aber da ist dann das Depot auch eher ein besseres Sparkonto, ich glaube die Devise ist dann: Hauptsache aus den Augen, aus dem Sinn, und wenn es dann noch etwas abwerfen sollte, umso besser.