Fragen über yuh als Broker/Bank

Gibt es hier andere Nutzer von yuh?

Ihr Feedback wäre gut, denn ich habe nicht viel Erfolg mit ihrem Kundenservice, der mir immer daneben antwortet.

Zum Beispiel bei Dividenden… Ich frage den Kundenservice: Haben Sie sich beim IRS als „qualified intermediary“ gemeldet, d.h. kann ich die US-Quellensteuer auf Dividenden zurückfordern? Antwort: Sie müssen Ihren Steuerberater fragen, um sicher zu sein. Also wenn die nicht wissen, was ich meine ich vermute, das heisst „nein“? :thinking:

Thomas du schreibst auf deinem Blog, dass du yuh als Zweitdepot hast, könntest du mit yuh das Formular w8ben ausfüllen oder verzichtest du auf einen Teil deiner Einnahmen, weil es unmöglich ist, sie zurückzubekommen?

Oder verstehe ich ganz falsch, was in meinem VT-ETF passiert und welche Schritte bezüglich der US-Quellensteuer zu unternehmen sind? Es muss doch da drin Dividende sein, egal ob der ETF thsaurierend oder ausschüttend ist oder?

Zweiter Punkt : Einzahlungen ins Ausland

Wenn ich versuche, Euros nach Holland zu überweisen, sagt mir yuh, dass die IBAN nicht gültig ist… (obwohl sowohl postfinance als auch neon es schaffen, sie zu benutzen… und yuh Zahlungen von diesem Konto akzeptiert).

Wenn ich versuche, Dollar in die USA zu überweisen, gibt mir yuh eine Fehlermeldung, dass das Land nicht unterstützt wird… was nützt es mir, ein Konto mit mehreren Währungen zu haben?

Das ist jetzt fast einen Monat her und der Kundenservice von yuh hat mir immer noch keine Antwort gegeben (abgesehen von der Quittung „wir werden Ihre Anfrage an die zuständige Abteilung weiterleiten“ - die Leute vom Kundenservice sind am Telefon sehr nett, aber offenbar nie kompetent, um Antworten zu geben)

Ich hatte mal ein Yuh Konto als es neu auf den Markt kam, habe es aber schon seit längerer Zeit wieder geschlossen, weil die Firma teilweise PostFinance gehört und das ein Staatsbetrieb ist und ich nichts mit Staatsbetrieben zu tun haben möchte, andererseits verwendet Yuh in ihrer Kommunikation diesen blöden Genderstern und ich boykottiere jede Firma welche diesen Blödsinn mitmacht, und drittens habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht wie du.

Als Bankkonto würde ich etwas anderes verwenden. Yuh ist im Prinzip ein Swissquote Konto und Swissquote ist zwar ein guter Broker hat aber mit Retail Banking praktisch nichts am Hut und das merkt man auch deutlich. Daueraufträge kamen erst kürzlich E-Bill gibt es meines Wissens immer noch nicht.

Als Broker finde ich mal abgesehen von o.g. Hürden den Broker insofern gut, dass es für Anfänger relativ einfach und überschaubar ist und auch bei geringem Vermögen kostengünstig ist. Wenn jedoch das Vermögen steigt würde ich auch hier einen anderen Broker empfehlen da Yuh dann nicht mehr wirklich günstig ist und zudem auch die Auswahl im Vergleich zu regulären Brokern relativ eingeschränkt ist.

Swissquote ist zwar ein QI aber mit Yuh kann man / wollen sie kein W8-BEN hinterlegen. Es ist somit nicht möglich die Quellensteuer zu reduzieren. Ist wohl auch so gewollt weil man damit Leute die über ein Vermögen verfügen bei welchem die Dividenden bei einem Betrag angelangen wo das auch tatsächlich relevant wird, dazu motivieren will eher ein SQ Konto aufzumachen.

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Eine kleine Bemerkung hierzu, die Anrechnung von bis zu 15% US WHT via DA-1 ist immer möglich, unabhängig davon ob der Broker QI-Status hat bzw. ob W-8BEN eingereicht wurde. Der Unterschied liegt darin, ob vom Broker 30% oder 15% US WHT abgezogen werden (im zweiten Fall zieht der Schweizer Broker auch noch 15% als zusätzlichen Steuerrückbehalt ab, was aber problemlos mit der Steuererklärung zurückgefordert werden kann).

Das ändert natürlich nichts daran, dass 15% der Dividenden verloren gehen, wenn Yuh in der Tat W-8BEN nicht hinterlegt (und man es nicht direkt bei der IRS zurückholen will oder kann).

Ja, das ist schon was die 15 %.

Aber das kommt zu den anderen Frustrationen mit yuh hinzu. Bei Euro-Überweisungen akzeptiert yuh manche EU IBAN nicht – und sie konnten mir nicht sagen warum, manche gehen, manche nicht. Und es ist unmöglich, die USD aus yuh herauszubekommen, ohne sie zu ihrem (nicht günstigsten) Tarif zu wechseln, da yuh keine Dollarüberweisungen ohne IBAN zulässt. Das schmälert also noch mehr die Rendite, die man am Ende haben kann.

(Oder bieten Revolut/wise US-Dollar-Konten mit IBAN an?)

Mit den Euros… zumindest bin ich oft in Europa unterwegs und habe daher kein Problem damit, sie direkt auszugeben, aber es ist nicht so, als würde ich regelmäßig in die USA reisen. Und ich bin mir nicht sicher, ob die yuh-Karte für Online-Zahlungen akzeptiert wird.

Ansonsten ist yuh als Broker funktional und hat mir beim Einstieg geholfen (denn Geld auf dem Spiel zu haben, war die Motivation, mit dem Lernen anzufangen).

Aber ich denke, ich werde dort nur meine Investitionen in CHF (und EUR) halten. (Was nicht so viel sein wird, da mit 3a die Schweiz schon generell im Portfolio übergewichtet ist).

Jetzt bin ich froh, dass ich mit kleinen Beträgen angefangen habe, um es auszuprobieren, und dass ich mein angelegtes Vermögen noch nicht aus PostFinance transferiert habe. Immerhin bin ich mir diese Probleme bewusst geworden, bevor ich Broker gewechselt habe (was auch mit Kosten verbunden ist).

Welchen Broker hast du den schlussendlich im Auge? PostFinance ist ja mal rein was Kosten anbelangt ja nicht die dümmste Option, aber auch nicht die beste (siehe Handelsplattformen vergleichen und sparen - moneyland.ch).

Schlussendlich ist aber PostFinance auch wieder ein Swissquote Konto und es macht meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn mehrere Konten/Depots bei SQ zu haben über verschiedene Anbieter (SQ, PostFinance, Yuh). Von den Kosten her ist es i.d.R. besser in der Schweiz wenn man sich auf einen Anbieter fokussiert (wenn es im Hintergrund immer die gleiche Depotbank ist dann sowieso), ausser das Depot ist enorm gross und dann wäre es sinnvoll wenn wenigstens 2 verschiedene Depotbanken dahinterstünden sonst macht der Split ja nicht wirklich viel Sinn.

Wenn ich beim Revolut USD-Konto auf „Add money“ → „Regular bank transfer“ gehe, sehe ich eine (GB) IBAN. Könnte also gehen, aber habe noch nie USD bei Revolut eingezahlt.

Wise sagt folgendes:

Du kannst kostenlose Bankverbindungen für Kanada, die Eurozone, Australien, Neuseeland, Großbritannien, die USA, Singapur, Rumänien, die Türkei und Ungarn erhalten:

  • Europäische IBAN
  • Britische Kontonummer, Filialcode (Sort Code), IBAN
  • US-Kontonummer, Filialnummer (Routing-Nummer), Bankcode (SWIFT/BIC)
  • Australische Kontonummer und BSB Code
  • Neuseeländische Kontonummer und Transit-Nummer
  • Singapurische Kontonummer, Bankcode
  • Türkische IBAN
  • Ungarische Kontonummer, Bankcode
  • Rumänische Kontonummer, Bankcode

Quelle: https://wise.com/ch/borderless/usd-account

Habe ein Wisekonto aber nichts aktiv auf Dollar und kann dir daher keinen Erfahrungsbericht dazu liefern

Das ist ein sehr guter Punkt.

Jetzt habe ich bei PostFinance die E-Vermögensverwaltung, wenn ich mein Depot zum e-Trading wechsele, dann muss ich min. 25’000 CHF auf dem Sparkonto immer haben (wegen der Gebühren von «smart»-Paket). Was nicht praktisch ist: ich mag 3a und Krankenkasse auf einmal Anfangs Jahr zahlen, dann fällt die Reserve unter die Limite.

Deshalb überlege ich mir bei PostFinance das ganze zuzumachen. Inzwischen neon (wo ich schon ein Konto habe) hat auch e-bill und Spartöpfe.

Die Seite von moneyland schlägt mir flowbank vor, die als Broker nicht schlecht aussieht, aber (wie yuh), sie sind keine Bank und erlauben mir nicht, Überweisungen/Zahlungen in EUR/USD zu tätigen. Der Berater versicherte mir, dass diese Leistungen bis Ende Jahr angeboten werden. Da warte ich mal ab, ob es wirklich kommt (und was es kostet). Die haben aber ein Demo-Konto, was ich noch probieren kann. Kundendienst hat Fragen direkt, schnell und (soweit ich beurteilen kann) kompetent geantwortet (nicht mit automatischen Antworten wie bei anderen).

Sonst habe ich mir Interactive Brokers angeschaut (die bieten auch ein Demo-Konto an). Kundendienst hat schnell reagiert und Fragen geantwortet. Das macht einen guten Eindruck, auch wenn die Benutzeroberfläche kompliziert aussieht (aber lernen kann ich ja). Die Gebühren sind natürlich attraktiv. Es ist ja kein Schweizer Bank, existiert aber schon viel länger, als die Offerte, die wir hier in der Schweiz haben.

PS Vielen Dank auch an alle, die über revolut/wise geantwortet haben.

FlowBank ist im Gegensatz zu Neon und Yuh eine Bank mit eigener Bankenlizenz, sie haben einfach primär erstmal den Wertschriftenhandel fokussiert planen aber auch weitere Services anzubieten wie Karte, etc. Habe selbst ein Zweitdepot bei FlowBank und bin damit bis jetzt sehr zufrieden, es funktioniert alles super und ist für Schweizer Verhältnisse nicht so teuer wie andere. Auch der Support antwortet per Email i.d.R. kompetent und innert weniger Minuten.

Mein Hauptdepot habe ich bei IBKR, beide Depots haben auch eine entsprechende Grösse so das ein Splitting Sinn macht. Ich wollte ein Zweitdepot weil sollten wir uns mal mit der USA bzw. UK (wo die Schweizer IBKR Konten i.d.R. domiziliert sind) verkrachen, dass dann nicht alles Vermögen weg ist. Das Risiko ist natürlich sehr klein. So habe ich einerseits günstigere Preise und andererseits auch eine gewisse politische Sicherheit.

Was mir bei FlowBank auch gefällt, ist dass sie statt einer eigenen IT mit Core Banking Infrastruktur etc. aufzubauen auf die Cloud Lösung eines Schweizer Banking Anbieters gesetzt haben. Einerseits stellt das auch die Professionalität dieser wichtigen Infrastruktur sicher, andererseits erlaubt dies auch der Bank beliebig zu skalieren und das auch praktisch von heute auf morgen wenn nötig.

Kann also beide Produkte bisher empfehlen.

Vielen Dank für den Link.