Finanzrudel Community Forum

Was macht ihr mit eurem Vermögen am Schluss?

Hallo Rudelmitglieder,

Was habt ihr am Schluss mit eurem Vermögen vor?

Was plant ihr mit dem Geld zu machen?

Sich all zu sehr einzuschränken und dann mit 10 Millionen zu sterben kann ja auch nicht das Ziel sein.

Andererseits: Alles zu verprassen bis man 70 ist, mag ja toll sein,
aber was, wenn man danach noch 30 Jahre zu leben hat?
In Armut?

Mein Ziel ist es, möglichst viel Geld aufzubauen.

Dazu ist aber anzumerken, dass ich nur 8’000 CHF Anlage-Vermögen besitze.
Hätte ich bereits 800’000, so würde ich sagen, das Geld darf langsam wachsen.
Aber ich muss Gas geben, damit ich mit 50 Jahren (in 9 Jahren) überhaupt 6-stellig bin.

Mein persönliches Ziel ist es, irgendwann nur noch vom Verzehr bzw. von der Rendite meines Vermögens zu leben.

Man sollte nicht als reicher Geizhals ins Grab gehen, nicht dass man dann am Sterbebett bereut,
sein Leben nicht genossen zu haben aus Sparsamkeitsgründen.

Andererseits soll man es ja nicht unbedingt verschwenden.
Nur weil ich vielleicht 5 Millionen Vermögen habe, heisst das nicht, dass ich pro Jahr
eine halbe Million raushauen muss.
Zudem ist es blöd, wenn einem mit 70 oder 75 das Geld ausgeht und man danach noch 30 Jahre lebt und dann aber pleite ist.

Mein persönlicher Plan ist ja zunächst mal, ein möglichst grosses Vermögen aufzubauen.

Irgendwann will ich davon leben.
Damit das Vermögen weiter wächst, werde ich höchstens so viel davon beziehen,
wie die Dividenden abwerfen.
Entweder den tatsächlichen Dividenden-Betrag,
oder pauschal beispielsweise 2% oder so was auszahlen lassen.

Falls ich jemals Kinder habe, sollen die das Vermögen am Schluss erben.
Ansonsten würde ich wohl etwa mit 60 Jahren eine Stiftung gründen.

Am liebsten würde ich das so machen:
Ich gründe mit etwa 60 Jahren eine Stiftung.
Ich bin der Stiftungsratspräsident und Geschäftsführer.
Wenn ich mein gesamtes Vermögen in die Stiftung übertrage,
bin ich ja danach wieder „arm“.
Aber wenn es eine gemeinnützige Stiftung ist (die zB armen Kindern in der Schweiz hilft, auch armen Erwachsenen zB Working-Poor die Zahnbehandlung zahlen oÄ, ist nur mal so eine Idee), kann ich mir ja trotzdem einen Jahreslohn von 100’000 auszahlen lassen.
Natürlich unter der Voraussetzung, dass die jährlichen Gewinne erheblich mehr sind,
so dass für den eigentlich Stiftungszweck noch genug Geld vorhanden ist.
(Es geht natürlich nicht, für den eigentlichen Stiftungszweck nur 10’000 im Jahr auszugeben, aber ich als vollamtlicher Geschäftsführer würde 100’000 kassieren, das ist klar).

So hätte ich ein hohes fixes Einkommen. Und für den Fall meines Todes steht die Stiftung schon und hat schon funktionierende Strukturen.
Eine Alternative wäre es, mit 60 Jahren nur 50% meines Vermögens in die Stiftung zu geben,
und 50% als Privatvermögen zu behalten und aufzubrauchen.
Dann würde ich für die Stiftung arbeiten, ohne Lohn zu beziehen.

Ich persönlich will einerseits bis an mein Lebensende genug Geld haben.
Andererseits will ich aber mir auch Sachen leisten können wie eine Weltreise oder sonstiges.
Und das Geld soll an meinem Ende für den bestmöglichen Zweck bereit stehen, den es gibt.
Wenn ich Kinder habe, kann ich auch mit 90% meines Vermögens die Stiftung gründen,
und meine Kinder als Stiftungsrat einsetzen.

Wie plant ihr, euer Vermögen zu brauchen?
Wollt ihr es bis ans Lebensende wieder verbraucht haben?

Euer ZEN-INVESTOR

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Falls ich es je schaffen sollte ein Vermögen aufzubauen werde ich das meiste davon gerne Verbrauchen.

Das wird nun die meisten von euch veranlassen zu sagen das ich nie ein Vermögen haben werde.
Da ich mein Geld für Verbindlichkeiten und nicht für Einkommen ausgebe.

Mein Ziel ist es das Geld durchzubringen, bevor ich sterbe oder im Pflegeheim dement dahin vegetiere Da mein Verfallsdatum nicht bestimmbar ist, wird das Timing nicht ganz einfach. Keinefalls soll ein Pflegeheimaufenthalt mein Vermögen verbraten. Ich kenne das von meinen Eltern. Neben den Kosten, welche die Gemeinde und die Krankenkasse übernimmt, bleiben fast etwa 10’000 Franken, die man selber bezahlen muss, wenn man noch Geld hat…

In etwa so weiter konsumieren wie vor der Rente. Was übrig bleibt ist für die lachenden Erben. Das ist auch ein schöner Gedanke.
LG Heppi

Hallo ZEN-INVESTOR,

Du stellst dir sehr Gute Fragen, ich danke jeder sollte sich dazu seine Gedanken machen.
Zuerst sollte sich jede Person (Frau und Mann) fragen was möchte ich in meinem Leben erreichen / bewirken / erleben?

Aus meiner Sicht ist das wichtigste, dass man am Ende seiner Tage nichts bereut.
Daher sollte die „Sparsamkeit“ nicht auf „sich zwingen“ beruhen sondern aus wollen.
Die Einschränkung auf Konsum hat ebenfalls einen sehr positiven Einfluss auf unsere Umwelt (nein, ich bin kein Klimaaktivist).

Jedenfalls ist mein Ziel folgendes:
Sobald ich die Finanzielle Freiheit erreicht habe ca. 30k bis 40k pro Jahr möchte ich mich sozial engagiere, mich meinen Gedanken widmen, viel lesen und mich mit Quantenphilosophie beschäftigen.

Die einzige Konstante ist der ewige Wandel, daher kann in 10 Jahren alles anders sein (Hyperinflation / Bedingungsloses Grundeinkommen etc.).
Denkt daran irgendwann wenn der letzte Liter Erdöl verbrannt, der letzte Klumpen Eisen verarbeitet ist hat die gesamte Konsumgesellschaft ein Existenz Problem.

Warum so kompliziert mit einer Stiftung gründen? Du könntest ja ein Testament (von Hand geschrieben und unterzeichnet) verfassen.
Darin dein Vermögen verschiedenen sozialen Institutionen zukommen lassen.
Beachte die Pflichteile für deine Erben.

Ich plane nicht damit mein Vermögen zu verbrauchen, jedoch könnte dies ev. notwendig sein.
In diesem Moment macht es für mich als Mensch keinen Unterschied ob ich Geld habe oder nicht.

Gruss Mathias