Ich habe private Anlagen (75%) und eine 3a (25%), keine Pensionskasse und keine Immobilien.
Meine private Anlagestrategie war bislang:
60% VOO (Vanguard S&P 500 ETF; USD)
40% VT (Vanguard Total World Stock Index Fund ETF; USD)
Meine 3a Strategie ist:
35% Swisscanto US IPF (USD)
25% iShares Nasdaq 100 (USD)
39 % Swisscanto World ex CH hedged - IPF (CHF)
Meine Anlagen sind extrem USA fokussiert und zu 90% in USD. Das hat für mich bis zu den letzten Präsidentschaftswahlen in den USA gestimmt.
Ich habe nicht geplant, bestehende Anlagen zu verkaufen, möchte meine Einkünfte dieses Jahr jedoch etwas anders investieren, um mein Währungsrisiko zu reduzieren. Ich wäre hier um euren Input dankbar.
Welche Schweizer ETFs kauft ihr bei Interactive Brokers?
Ich habe bislang CHF hedged ETFs vermieden - ausser bei der 3a, in der min 40% in CHF sein müssen. Was ist eure Meinung/Erfahrung dazu?
Mit VT unf Voo hast du einen grossen overlap. Entweder VOO und einen Ex-us etf (e.g exus) oder einfach nur VT. Würd ich anpassen. Im falle ex us noch emerging markets beimischen.
Das währungsrisiko ist gerade bei weltweiten/globalen unternehmen langfristig nicht so relevant. Die cashfllows der unternehmen sind ja in allen möglichen währungen es wird lediglich in usd gehandelt.
Der schweizer franken ist global ein sonderfall weil er gegenüber praktisch allen währungen aufgewertet hat. Du könntest das mit einem chf hedge absicheren, das kostet aber entsprechend und lohnt sich höchstens für kurzfristigere investitionen oder nominal assets wie bonds. Alternativ in schweizer werte in chf investieren. Ist halt schlecht diversifiziert und historisch mässig rentabel.
Vergiss hedging, da es zuviel Rendite wegfrisst. Arbeite an deinem Mindset!
Was kaufst du eigentlich? Firmenanteile!
Wo machen diese Firmen Umsatz/Gewinn? Meistens weltweit, also in diversen Währungsräumen!
Der CHF ist stark und dadurch die Performance schwach? Ich kaufe mit Rabatt und freue mich über meine starke Währung!
In Bezug auf das Wechselkursrisiko sind überraschend viele der Meinung, man könne mit Hedging das Risiko wesentlich beschränken. Das mag in einigen Fälle so sein, ist aber oft trügerisch und vielfach geradezu unnötig teuer. Man sollte sich immer gut überlegen, was abzusichern sinn macht.
Rohstoffanlagen wie z.B. in Gold, Metalle etc. oder globale ETF’s, sind wohl kaum wirklich geeignet. Bei Gold als Beimischung zu einem Portfolio spielt bei der Wertentwicklung die Währung selbst keine Rolle, da würde ich den besten Zugriff im Notfall als Kriterium wählen.
Danke für den Kommentar zu VOO & VT. Das war mir damals als ich investiert habe leider nicht so bewusst. Ich habe mir in letzter Zeit immer wieder überlegt auf eine 100% VT Strategie zu wechseln. Ich will aber eigentlich gar nicht erst mit verkaufen & neu kaufen anfangen sondern einfach neue Investitionen etwas anders fokussieren.
Danke zu deinem Input zu hedged ETFs. Wie du und Aktienpilot14 sagt, kommt so ein ETF mit hohen Kosten. Ich habe mir dazu in der Vergangenheit historische Daten angesehen und habe nur zähneknirschend einen hedged ETF in der 3a gewählt - schlichtweg weil dort min 40% in CHF sein müssen. Gleichzeitig ist die USA momentan jedoch in einer Situation, welche ich mir vor ein paar Jahren nicht erträumt hätte und das lässt mich leider nicht ganz kalt. Vielleicht ist die Antwort hierzu aber auch ganz einfach „mehr VT“.
Ich erlaube mir zu der USA und damit zum Dollar hier mal eine persönliche Meinung zu äussern, die nicht als Kaufempfehlung gelten soll. Meiner Meinung nach ist der Dollar aktuell in einem Tief und dürfte in den kommenden Monaten eher wieder steigen. Die Begründung beruht auf der Tatsache, dass nun Trump und seine Tech-Kollegen mit riesigen Investitionen ausgewählte Industriezweige u.a. insbesondere die KI-Industrie ankurbeln. Zugleich sind über 60% aller Betriebe auch in der USA unabhängig ihrer Auftragslage daran sich auf die KI-Modernisierung zu konzentrieren, was weiteres Auftragsvolumen in Zulieferbetrieben auslöst.
Damit ist zu rechnen dass das internationale Grosskapital wieder Richtung USA fliesst und damit der Wechselkurs sich wieder positiv anpassen wird, was klare Indikatoren anzeigen.
Welche Ausmasse dieser Kapitalfluss Richtung USA schlussendlich annimmt ist wie immer nicht leicht zu bestimmen und hängt u.a. auch mit weiteren globalen Vorgängen ab.
Kommt darauf an wieviel es ist. Ich persönlich versuche meine gewählte strategie jeweils sauber abzubilden/anzupassen und lasse es dann so. einmal verkaufen und kaufen ist ja vom aufwand noch in grenzen. Aber das ist natürlich dir überlassen.
Je nachdem wieviel du insgesamt investierst/ investiert hast und verdienst wird die steuer perspektive noch relevant. Als US world etf ist VT , so weit ich weiss, steuerlich etwas weniger effizient als ein US und separater EX-US etf. Aber fällt IMO erst bei hohen summen ins gewicht .
Das ist der springende punkt. Inbesondere grosse US unternehmen erwirtschaften ihren umsatz zu mehr als 50% ausserhalb der USA. Ein tieferer dollar erhöht zudem ihre Wettbewerbsfähigkeit international. Schnelle wechselkursschwankungen wirken sich direkt auf deinen portfoliowert in chf aus. Aber mittel bis langfristig werden diese Veränderungen kompensiert. Daher lohnt sich hedging (versichern) für long investitionen in wertpapieren nicht.