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Unbewusster Minimalist?

Von dem Thema Minimalismus höre ich hier zum ersten Mal und ich habe auch nie aktiv versucht, mein Monatsbudget so klein wie möglich zu halten. Aber wenn ich so überlege, könnte ich den Eindruck gewinnen, dass mein Lebensstil, so wie er sich von allein aus mir heraus entwickelt hat, ggf. schon als minimalistisch einzuschätzen ist.

Habe z.B. mehr als 20 Jahre kein Auto mehr und komme mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Fahrrad zur Arbeit. Nachdem ich mein letztes Velo noch gebraucht gekauft habe, hab ich mich dieses Mal aus Zeitgründen für ein einfaches Modell mit 3-Gang-Schaltung für unter 300 € entschieden. Habe von einer kleinen Ausnahme abgesehen (1 Jahr und 3 Monate) auch nie mehr als eine 2-Zimmer-Wohnung bewohnt. Verfüge grundsätzlich nur über 2 „aktuelle“ Anzüge, die ich abwechselnd trage (wenn einer zu verschlissen ist, lass ich mir einen neuen machen und hebe den alten noch eine Weile für Notfälle auf). Privat trage ich fast nur einfache Klamotten (z.B. Jeans, Turnschuhe, Kapuzenpulli). In Urlaub fahre ich grundsätzlich nie. Wenn ich privat verreise, dann nur, um ein konkretes Ziel zu erreichen (z.B. einen Kurs zu besuchen oder eine Prüfung abzulegen). In Restaurants gehe ich prinzipiell nicht, wenn ich nicht dazu gezwungen werde. Nicht um zu sparen, sondern weil ich mich da einfach nicht wohl fühle. Wenn ich essen gehe, dann in Sachen mit Selbstbedienung wie z.B. Mensen oder Behördenkantinen. Dort gefällt es mir und ehrlich gesagt schmeckt mir das Essen auch besser. :blush::spaghetti:

Naja, vielleicht hört sich das nicht für jeden minimalistisch an. Eine wichtige Rolle spielt eben auch der Vergleich, wie Leute in ähnlichem Alter und mit ähnlichem Lebensweg leben.

ich lebe eine Art „zweigeteilten“ Minimalismus

Beim Essen und Ausflüge spare ich nicht. (schlechtes Kantinen-Essen reut mich, das lasse ich weg).

Dafür kaufe ich im Moment kaum noch Haushaltsgegenstände, keine Deko, kein Schmuck, keine Klamotten mehr (habe einen riesigen IKEA-Schrank voll, den ich mal ausmisten muss!), keine Zeitschriften-Abos, kein Netflix oder sonstige TV-Abos. Essen von Zuhause mitnehmen. Damit man doch noch sozial ist und mit den Kollegen in die Kantine geht, nehme ich ein Cappuchino und esse vorher am Büro-Platz.

Ich habe früher fast meinen ganzen Lohn für so Kleinkrams ausgegeben und noch genügend davon :slight_smile:

Ich fahre einen kleinen Suzuki Swift. Würde mir nicht im Traum in den Sinn kommen, einen grossen BMW oder Audi zu kaufen.

Mein Sparziel ist im Moment CHF 100`000. Hoffe es, Ende 2021 zu erreichen.

Was mir beim Sparen hilft: mein Partner und ich besitzen seit 2019 ein Haus. So sparen wir die horrenden Mieten, die in der Schweiz herrschen (hatten vorher CHF 2600 Miete bezahlt!). Eine riesige Erleichterung, obwohl das Ansparen des EK harzig war :slight_smile: