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Steuern auf DIvidenden / Covered Call Writing?

Hi alle

Kennt sich jemand mit Steuern auf Covered Call Writing aus?

Ich verkaufe ab und zu covered calls auf Interactive Brokers und wollte mal fragen ob jemand weiss wie die Einnahmen der CCs versteuert werden müssen?

Und wie ists mit Dividenden aus den USA?

Meines Wissens wird die Quellsteuer von 15% direkt, also noch vor Ausschüttung abgezogen.

Gruss

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Ich bin jetzt definitiv nicht der Steuerspezialist, aber habe mich hier schon mal zu Steuerfragen ausgelassen. Also immer alles „ohne Gewähr“.

Steuern auf Erträge aus Käufen/Verkäufen sind nicht steuerpflichtig, solange Du nicht als professioneller Händler angesehen wirst. Da spielt es keine Rolle, ob Du eine Prämie einkassierst durch Verkauf eines Calls oder eine Aktie mit Gewinn verkaufst.

Du kannst im Gegenzug natürlich auch keine Verluste als „Aufwände“ abziehen.

Bei Dividenden sieht es anders aus. Alle Zinserträge (u.a. Dividenden) sind Einkommen, die Versteuert werden müssen. Bei den meisten Titel wird dir ja auch die Verrechnungssteuer abgezogen und Du musst sie via Steuererklärung wieder zurückfordern. Die 35% VST sind vermutlich mehr als die Steuerabgaben, also diese anzugeben, lohnt sich durchaus. Im Wertschriftenverzeichnis wird auch unter A und B unterschieden, ob da VST abgezogen wurde.

Hier gibt es diese hübschen Formulare (DA-1) oder wie die heissen, da kannst du theoretisch die VST zurückfordern. Es lohnt sich vermutlich nicht, da Du vermutlich gewisse Schwellwerte nicht überschreitest. Diese Schwellwerte kenne ich jetzt nicht auswendig, wurden hier aber wenn ich mich recht erinnere auch schon diskutiert.

Hat das geholfen? :wink:
Beste Grüsse
Stefan

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Alles klar, vielen Dank.

Ich denke auch nicht, dass es sich lohnt die Verrechnungssteuer zurückzufordern.

@Stefan: Hast du auch schon covered calls verkauft?

Ich bin immer noch dran Kriterien auszuarbeiten, bei welchen Aktien CC writing wirklich Sinn macht.

Ja, ist schon etwas her, aber das habe ich schon gemacht. Bringt aber nicht sehr viel.

Man kann es als spezielle Verkaufs-Strategie sehen. Also wenn Du mit dem erreichten Kurs zufrieden bist und den Titel eigentlich verkaufen möchtest, kannst du ja einen call schreiben. Steigt der Titel, dann wirst du ausgeübt zum Strike Preis, also wie wenn Du zum Strike Preis verkauft hättest, hast aber zusätzlich die Prämie garniert. Sinkt der Titel, hast zwar nicht verkauft, dafür aber die Prämie eingestrichen. Ähnlich wie bei einem Verkauf mit Limite.

Also da kann man sich jetzt Fragen, ob das viel bringt. Vielleicht in einem Markt mit geringer Volatilität, dann geben aber auch die Optionspreise nichts her.

Ist ja ganz ähnlich wie mit der Put-schreiben-Strategie für den Kauf.

Viel interessanter finde ich da den Dynamic Stopp Loss. Wir können gerne darüber plaudern, wenn es jemanden interessiert.

Viel Erfolg!
Stefan

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