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Realisierung von Verlusten

Hallo ans Rudel!
Ich wollte mal wissen, wie ihr die Realisierung von Verlusten handhabt.

Nehmen wir an, im Depot befinden sich 40 Aktien der Firma x.
Der EK pro Aktie war bei 25,84€. Gesamt wurden 1019,15€ investiert.

Nun ist der Preis der Aktie auf 15,03€ gefallen, was einem nicht realisiertem Verlust von 417,87€ entspricht.

Wäre es nun nicht gut, die 40 Aktien zu verkaufen, was einem Gewinn vor Steuern von 601,28€ entspricht(Freibetrag noch nicht ausgeschöpft) und quasi direkt danach wieder 40 Stück der gleichen Aktie zu kaufen?

Kosten vom Broker wären unter 10€

Liebe Grüße
Andre
Einkauf von 40 Stück zu 15,03€ wären dann 601,20€

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Grüß dich Andrea,

herzlich Willkommen im Rudel! :fox_face:

Wäre es nun nicht gut, die 40 Aktien zu verkaufen, was einem Gewinn vor Steuern von 601,28€ entspricht […]

Hö? Wo ist hier ein Gewinn? :thinking: Wenn du die Aktien für 1.000 € gekauft hast und für 600 € verklingelst, hast du wie du es bereits geschrieben hast 400 € Verlust. Das ist kein Gewinn, dass ist dein Einsatz, der vom Absturz noch übrig geblieben ist. :smiley:

Aktie :arrow_upper_right: -> Momentane Aktien drin lassen, wenn möglich nachkaufen
Aktie :arrow_lower_right: -> Gewinne noch mitnehmen und dann raus, sofern die Aktie deiner Meinung nach ins Bodenlose stürzt.

Liebe Grüße,

Seesi | Phillip :raising_hand_man:

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Hi Seesi
Ja, das mit dem Gewinn war ein falscher Terminus! Die Diskussion zum Thema läuft schon in der FB Gruppe.

Es ging um die Realisierung des Verlustes um diesen gegen Gewinn aus Verkauf gegenzurechnen (oberhalb Steuerfreibetrag).

Die Aktie an sich möchte ich halten.

Der Nachkauf würde kosmetisch dann meinen EK von 25,84 auf 13,38 senken und wäre damit unter dem derzeitigen Kurs.

VG
Andre

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Also das würde mich jetzt schon interessieren wo hier genau ein Gewinn steckt. Könntest du das ev. etwas genauer erläutern?

Für mich sieht das kurz zusammengefasst so aus:

Du hast 40 Aktien, für welche du 1000 EUR bezahlt hast und welche jetzt noch 600 EUR Wert haben.
Diese 40 Stück willst du jetzt für 600 EUR verkaufen und hättest somit einen Verlust von 400 EUR erlitten. Im selben Moment kaufst du aber nochmals 40 Stück der gleichen Aktie für insgesammt 600 EUR (der Kauf/Verkaufskurs ist ja ähnlich wenn du im selben Moment kaufst/verkaufst). Dafür zahlst du 10 EUR Gebühren und bist am Ende genau gleich weit wie vorher, ausser dass du dem Broker noch 10 EUR geschenkt hast. :slight_smile:

So, wo ist mein Denkfehler bzw. was habe ich übersehen?

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Hi Aleph :upside_down_face:

Ich glaube es hat was mit dem 801 € Freibetrag zutun. Er möchte die Aktien für 600 € verkaufen, da er unter 801 € keine 25 % Abgeltungssteuer zahlt. Ergibt für mich aber trotzdem keinen Sinn. Verlust bleibt Verlust und irgendwann muss man eben die Steuer zahlen.

@Andre
Gehen wir davon aus du machst 10 % mit dem Investment.
1.000 € -> 1.100 €.
Macht also 25 € Abgeltungssteuer.
Dann zahle ich doch lieber die Steuer, wenn die Aktie wieder hoch geht, als 400 € Verlust einzufahren? :thinking:

Achtung: Ausnahme wäre, wenn du von einem Komplettverlust ausgehst.

Herzliche Grüße,

Seesi | Phillip :raising_hand_man:t2:

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Hallo ihr Zwei!
Das mit dem " Gewinn" hatte ich ja schon geschrieben! Einfach Mal lesen…

Steuerpflichtig in DE. Der Freibetrag ist schon ausgeschöpft durch planmäßige Erträge. Alles was noch kommt liegt über dem Freibetrag und muss versteuert werden.

Durch den Teil-Verkauf würde ich weitere Erträge (sind ja noch ein paar Monate) damit verrechnen können.

Nebeneffekt ist, mein EK für die Position würde sich deutlich reduzieren und unter dem derzeitigen Kurs liegen.

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