Logistiker mit Rückenproblemen und Depressionen – Umschulung über IV oder andere Ideen?
Hallo zusammen
Ich schreibe hier, weil ich im Moment echt nicht mehr weiter weiss und vielleicht jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht hat.
Ich habe 2015 meine Lehre als Logistiker abgeschlossen und arbeite seitdem durchgehend in diesem Beruf. 2008 wurde ich wegen Skoliose operiert. Lange ging es gut, aber in den letzten Jahren und vor allem jetzt beginnen die Schmerzen langsam zurückzukommen. Der körperliche Job macht mir immer mehr zu schaffen. Deswegen war ich 2Wochen Krankgeschrieben, das erstemal in meinem Leben überhaupt wegen Überlastung. War beim Hausarzt und habe mich noch dazu bei einem Psychiater angemeldet.
Die Schmerzen wirken sich inzwischen eben auch psychisch aus. Ich merke depressive Phasen, Antriebslosigkeit und manchmal einfach nur das Gefühl von Überforderung, ausgelaugt. Momentan bin ich ehrlich gesagt hilflos und ratlos und weiss nicht wohin mit mir.
Finanziell sieht es leider auch nicht rosig aus. Ich habe noch nicht viel Erspartes und eher Schulden als Rücklagen. Genau das macht mir zusätzlich Druck, weil ich mein Einkommen nicht verlieren will. Ich will so viel verdienen wie möglich, aber ich weiss nicht, auf welchen Job ich mich überhaupt umschulen lassen soll. Ich habe Angst, eine falsche Entscheidung zu treffen und am Ende noch schlechter dazustehen.
Ich habe mir überlegt, über die IV eine Umschulung zu beantragen. Hat jemand von euch diesen Weg schon gemacht? Wie realistisch ist das? Gibt es vielleicht bessere Alternativen? Wechsel in eine weniger körperliche Funktion oder komplett neue Richtung?
Ich wäre dankbar für ehrliche Erfahrungen, Tipps oder Denkanstösse.
Also ich habe keine Erfahrung damit und wir sind ja meistens auch keine Ärzte und Psychologen hier, aber Dinge die mir so spontan in den Sinn kommen betreffend Job Wechsel:
Umschulung dauert halt immer und in der Zeit gibt es keine oder wenig Geld.
Könntest du denn ohne Geld eine Weile leben?
In welche Richtung würdest du denn eine Umschulung machen wollen? Zumindest ungefähr in welche Richtung es gehen sollte müsstest du ja wissen.
Fast besser erscheint mir etwas zu finden was relativ nahe in deinem Berufsfeld liegt und du ohne Umschulung machen könntest.
Disposition
Verkauf Innendienst
Sachbearbeiter oder etwas in der Planung, etc.
Ev. kann der Arbeitgeber behilflich sein? Intern wechseln auf eine solche neue Position ist sicherlich einfacher als extern was zu finden.
Ohne Geld eine Weile leben leider noch nicht so weit. Ich würde gerne etwas im Büro machen wo der Körper zu 0% Belastet wird nichts tragen, nichts heben usw. Sachbearbeiter würde da naheliegen denke ich.
Informatik. Bürojob, top Bezahlung, Ausbildung absolut machbar (oder Selbststudium).
Disclaimer: Der Körper wird physisch nicht belastet, dafür der Kopf gef***t.
Bürojobs werden oft besser bezahlt, da sie eine höhere formale Qualifikation (Studium/Ausbildung) erfordern, deren Knappheit auf dem Arbeitsmarkt den Lohn steigert. Zudem wird das Gehalt oft nach dem direkten Einfluss auf den Unternehmenswert und der Verantwortung (Entscheidungsbefugnis) bemessen, statt nach der körperlichen Belastung.
Höhere Qualifikation & Spezialisierung: Viele Bürojobs setzen spezifisches Wissen voraus, das seltener verfügbar ist als körperliche Arbeitskraft, was zu höheren Löhnen führt.
Verantwortung & Wertschöpfung: Führungskräfte und Büroangestellte in Entscheidungspositionen verantworten oft direkt den Gewinn eines Unternehmens.
Knappheit: Für hochqualifizierte Positionen gibt es oft weniger Bewerber, was die Löhne in die Höhe treibt.
Zwar sind körperliche Jobs oft anstrengender, die Bezahlung richtet sich jedoch primär nach Angebot, Nachfrage und dem wirtschaftlichen Mehrwert der Qualifikation.
Ich bin ebenfalls kein Psychologe oder sonst wie befugt, dir Ratschläge zu geben, aber mein Gefühl ist, dass in den nächsten Jahren durch KI doch viele Sachbearbeiter-/Büro/IT-Jobs wegfallen werden. Viel wichtiger ist die Frage: Was begeistert dich? Worin bist du denn gut? Und darauf würde ich dann mittels Weiterbildungen etc. aufbauen. Denn nur so erreichst du vielleicht eine gewisse Seniorität, die dich auf dem Arbeitsmarkt wertvoll macht und einen guten Lohn einbringt.
Danke dir für deine ehrliche Einschätzung.
Genau da liegt für mich aktuell die Schwierigkeit: Ich finde es nicht so einfach herauszufinden, was mich wirklich begeistert bzw. wo meine grössten Stärken liegen.
Ich habe zwar einiges an Berufserfahrung gesammelt, aber dieses klare „Das ist es!“-Gefühl fehlt mir bisher. Momentan versuche ich, mich neu zu orientieren und besser zu verstehen, in welche Richtung ich mich entwickeln will. Für die Gesundheit muss es ein Bürojob werden. Es klingt banal, aber ich mag es zu sehen wenn man immer wie mehr Geld im Konto anhäufen kann. Da ich dies bisher noch nicht viel erlebt habe. Ich weiss es ehrlich nicht was ich machen soll. Ich hätte am besten einfach bei einer Bank eine Ausbildung gemacht. Und mich danach tief mit investieren zu beschäftigen. Ich habe 16 Jahre Schlagzeug gespielt und hätte mir eigentlich eine Musiker Karriere vorgestellt aber plötzlich hatte ich dann auch keine Lust mehr darauf, bzw auf das spielen. Von den Skills her wäre ich eh nicht so gut.
Hey, ich find’s stark, wie offen du das beschreibst. Dieses Gefühl, endlich mal zu sehen, wie es vorwärtsgeht und Kontrolle über die eigene Situation zu haben, kann ich total nachvollziehen.
Banklehre hin oder her – vieles über Geld und Märkte lernt man sowieso erst, wenn man wirklich anfängt, strukturiert vorzugehen. Dabei merkt man schnell: Es geht weniger um Talent, sondern um klare Prinzipien, Geduld und Strategie.
Ich selbst arbeite seit einigen Jahren aktiv mit Märkten und Investments und habe mir über die Zeit Ansätze aufgebaut, die einfach funktionieren. Wenn du willst, können wir uns dazu mal privat austauschen – einfach, um ein klareres Bild zu bekommen, wie man Schritt für Schritt vorankommt.
Dazu kurz etwas von mir: ich arbeite seit knapp 25 Jahren in Büro-Jobs und meiner Erfahrung nach ist das auch nicht ideal. Am Anfang ist es nicht schlimm, aber wenn man dann mal über 40 ist, bekommt man leicht auch körperliche Beschwerden. Der Grund: zu wenig Bewegung, zu viel sitzen. Man muss sehr darauf achten und am besten viel Sport nebenbei machen. In jungen Jahren vernachlässigt man das leider eher, da man zu dem Zeitpunkt noch keine Probleme hat.
Das Rezept wäre an sich recht simpel: weniger ausgeben als einnehmen, dann steigt der Kontostand - ganz egal wie viel man verdient. Aber ja, ich weiss, es ist nicht ganz so einfach und braucht auch Disziplin.
Ich stehe vor einem ähnlichen Problem. 2000 meine Gebäudereiniger Lehre abgeschlossen. Dieses Jahr 30 Jahre in der Reinigung mit 46. Diagnose Riss im Meniskuss. Nun permanent Schmerzen. Ich bin selbstständig und habe grad keine Ahnung was tun. Kaum etwas gespart.
600.- auf dem Sparkonto und ein wenig investiert.
Ich weiss grad nicht wie es weitergehen soll. Ich hole noch eine Zweitmeinung ein.
Anscheinend laut Orthopäden sei es so wenn er den gerissenen Meniskus entfernt habe ich im nu Arthrose.
Mein grösster Traum wäre ein LEGO und Bricklink Shop.
An dem Projekt arbeite ich, aber es reicht nicht zum Leben.
Kann mir jemand sagen welche Bank am lukrativsten wäre in der Schweiz ? Zurzeit bin ich bei einer Kantonalbank. Gibt es da bessere lösungen wenn man in zulunft investieren möchte?
Wenn du Zinsen meinst, kannst du aktuelle Angebote nutzen. Hier fällt mir zuzeit die Valiant auf, die ein Sparkonto mit 1% verzinst.
Meinst du eher Sicherheit, dann sind die Kantonalbanken die beste Wahl. Sie haben die üblichen 100000 Fr. EInlagenschutz + Zusatzschutz. Aber bei deinem aktuellen Vermögen (was ich von deinen Posts ableite), kannst du auch zu andren FINMA-regulierten Banken. Hauptsache das Konto kostet nichts. Das spar dir lieber!