Lohn vs. Dividende

Hallo Unternehmer

hat sich jemand hier detailliert mit den Steuerlichen Auswirkungen von Lohn vs. Dividende beschäftigt?

Falls ja, was waren eure Konklusionen?

Freue mich auf einen Austausch zu diesem Thema.

Hoi Sime

Also das musst du sehr differenziert anschauen und kommt halt auch davon ab was du erreichen willst. Grundsätzlich gilt es zu beachten, dass nur das Gehalt in Sachen AHV, PK, ALV aber auch bei Unfall und Krankheit versicherbar sind. Weiter darfst du dir erst eine Dividende auszahlen, wenn du einen branchenüblichen Lohn entrichtet hast. Sonst wird dies als Umgehen der Sozialversicherungen angesehen und bestraft.

Ich beziehe immer nur einen kleineren Betrag an Dividende und mehr über das Gehalt.

Steuerlich gibt es x verschiedene Rechnungen auch im Netz zu finden und bei den meisten Rechnungen kommt ein höherer Lohnanteil besser weg, da du dort die PK zurück legst. Wenn es nur um Cashflow geht ist mehr Dividende besser.

Interessant ist das Spiel damit. Die Dividende ziehst du ja im Folgejahr raus. D.h. wenn du abschätzen kannst ob es im 2022 ein gutes Jahr wird, dann eher Gehalt im 2021 beziehen. Wird es nächstes Jahr ein schlechteres Jahr, dann eher Dividend, da eben erst 2022 bezogen und zu versteuern.

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Hi,

ja, die Punkte sind im Grunde bekannt und der branchenübliche Lohn war mir auch klar und ich hätte eher vorhersehbare Umsätze und eine hohe Sicherheit, dass dies stabil bleibt.

Mein Gedanke:
Ich habe auf die Investitionsstrategie in der PK keinen Einfluss und denke, dass ich langfristig mit eigenen Investitionen erfolgreicher bin als die PK zumal ich nicht vor habe bis zum gesetzlichen Pensionierungsalter in der Schweiz zu bleiben und davon ausgehe, dass ich die PK eventuell früher beziehen werde.

Daher weiss ich nicht ob die PK-Sparbeiträge direkt als Einkommen hinzugerechnet werden sollen beim Vergleich denn es fehlen die Opportunitätskosten zu einer eigenen Anlagestrategie mit 4 bis 5% pa…

Weiter: ab einer bestimmten Höhe zahle ich auch mehr an die AHV aber mehr als Maximum kann ich da nicht herausbekommen daher bin ich von den höheren Sozialbeiträgen nicht so überzeugt und eher ein Freund von Cashflow.


Quelle: Steueroptimierung für Unternehmer: Lohn oder Dividende? | VZ Vermögenszentrum

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Schwirige Frage.

Wir machens eingentliche immer so, jedoch ist bei uns der Bedarf an Privatenmittel relativ bescheiden.

Unserer „Täglichenkosten“ tragen ein Grossteil unsere GmbH, wir sind jedoch eignetümer da sehe ich den Sinn nicht Geld vom Firmen Konto auf mein Privat Konto zu übertragen, jedoch ist unsere Firma noch in einem aufbaustadium.

Unsere Mandat als Gesellschafter werden als Ausgabe für die GmbH (Lohn) verbucht, ich Privat versteuere es als Einkomen. Daher versuche ich das möglichst zu vermeiden.

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Verstehe, ich würde den Sinn darin sehen wenn das Geld in der GmbH/AG nur herumliegt und nicht investiert wird bzw. dann die Kapitalgewinne versteuert werden müssten. Wenn das Geld aber eben bereits versteuert wurde und vom Privatkonto investiert wird, geht das ja ohne Kapitalerstragssteuer. Das ist die Hauptmotivation.

Zusätzlich habe ich die Situation, dass es ein Beratungsgeschäft ist mit einer stabilen Auslastung und nichts weiter aufgebaut werden muss/soll.

Also in der GmbH versteuere ich es auch und das zu etwa den gleichen Konditionen, wie wenn ich es als Gehalt rausziehe. Weiter bin ich absolut kein Fan das ich in der GmbH Geld ansammle.

Im Kanton Bern musst du ab dem 3. Geschäftsjahr die GmbH als Vermögen nach dem Ertragsprinzip versteuern. Da hat dann eine GmbH mit 100k Gewinn plötzlich einen steuerlichen Wert von 1,4Mio CHF.

Und irgendwann muss die Kohle zu mir. Die GmbH kann mir ja meine Ferien nicht finanzieren oder andere private Dinge.

Wie alt ist deine GmbH?

Aber klar doch! Du kannst als Unternehmer deine PK selber wählen. Dabei gibt es auch diverse PKs, wo du die Investitionsstrategie recht gut selber bestimmen kannst. z.B. beim VZ.

Das ist korrekt. Rechne dann aber auch, dass du diese Einnahmen auch wieder versteuern musst.

Bei AHV und ALV gebe ich dir zu 100% recht!

Ich würde einfach all die Leistungen nciht vergessen, welche direkt nur vom Gehalt berechnet werden. Besonders UVG, IV etc.

Sehe ich auch so.

Die GmbH ist im Kanton Freiburg seit August 2020. Wir sind ein Produktionsbetrieb.
Bei den Ferien gebe ich dir Recht, ausser wir fahren mit dem Firmenwagen ihrgend wo hin.
Lebensmittel und andere Güter des Täglechem Leben kann ich durch mein Angestellten Job bezahlen😅
Aktuell sehe ich bei der GmbH noch keine Probleme da wir genug Gewinn sofort wieder Investiren. Mein Geschäftspartner und ich privat sind im Kanton Bern Wohnhaft. Ich bin für Optimirungen und Inputs offen.

Unser Plan ist im moment, sobald es die Roni Situation es erlaubt in Mauritius eine Ltd. Gründen welches als Eigentümmerin der GmbH in der Schweiz fungirt. Ziel ist es auch in Mauritius Fuss zu fassen.