Liegenschaftswechsel / Geldanlage / Lombardkredit

Ich verkaufe bald eine Liegenschaft und werde wohl vorübergehend zur Miete wohnen. Wie lange diese Übergangsphase dauert, weiss ich nicht – es können Monate oder auch Jahre sein, bis ich wieder ein passendes Objekt finde.

Nun stellt sich die Frage: Was mache ich in der Zwischenzeit mit dem frei werdenden Kapital (Eigenmittel + Gewinn nach Grundstücksgewinnsteuer)?

Einerseits möchte ich das Geld nicht einfach auf einem praktisch unverzinsten Konto liegen lassen, andererseits möchte ich vermeiden, dass ich Wertschriften genau dann verkaufen muss, wenn die Kurse schlecht stehen – nur weil ich für ein neues Objekt Eigenmittel brauche.

Ein Berater hat mir deshalb den Lombardkredit als Lösung vorgeschlagen:
Ich könnte das Kapital investiert lassen und bei Bedarf einen Lombardkredit aufnehmen, um die Eigenmittel für die neue Hypothek bereitzustellen. Die Belehnung liegt je nach Bank bei ca. 50–70 %, die Zinsen aktuell bei 1–2 %. Damit würde ich vermeiden, im falschen Moment verkaufen zu müssen.

Mir ist bewusst, dass ein Lombardkredit vorübergehend zu einer zusätzlichen Zinsbelastung führt. Ich würde ihn aber sehr defensiv nutzen und wirklich nur als Notlösung einsetzen, falls ich ein passendes Objekt finde, während mein Kapital noch investiert ist. Sobald die neue Hypothek steht, würde ich den Lombardkredit wieder abbauen.

Hat jemand Erfahrung damit? Wir würdet Ihr meinen Plan beurteilen?