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IB: keine Umsatzgebühr mehr

Ab 1. Juli 2021 wird Interactive Brokers keine Umsatzgebühr ($ 10 p. M.) mehr erheben für Accounts unter $ 100’000 Depotvolumen. Die Mail dazu kam gestern am Abend.

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Cool, schätze damit ist dann IB nun auch ziemlich der beste Broker auch für kleinere Anleger, sofern man damit leben kann, dass es sich um eine amerikanische Firma handelt.

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Die Einschätzung teile ich.

Wobei man aber hier keine direkte Beziehung zur US Mutter hat, man ist ja in der Schweiz eher mit den Töchtern unterwegs (bisher UK, Post-Brexit: Luxemburg, Irland, Ungarn?). Wenn man Probleme hätte mit einer 3 letter agency, wäre Gerichtsstand immer noch in Europa.

Ja gut, wenn sich die USA überhaupt an Gerichtsstände halten würde und nicht einfach alles in Eigenregie entscheiden würde. Sie haben ja immer wiedermal gezeigt, dass sie sich für die Rechtsprechungen ausserhalb der USA nicht wirklich interessieren und sich einfach darüber hinwegsetzen. Es gibt ja zum Beispiel im Cloud Bereich auch Fälle mit Microsoft, Google, etc. wo einfach Accounts geschlossen werden ohne Rekursmöglichkeiten, weil der Besitzer in ein Land / Region gereist ist welches bei der USA auf der Sanktionsliste ist (und sie das z.B. durch den Email Client auf dem Handy mitbekommen haben der Emails abfragte von einer IP aus der Region) oder sonst etwas gemacht hat was den USA nicht passte. Alle Daten / Emails einfach weg und das sind ja keine Einzelfälle. Und dort wäre ja eigentlich dann auch Microsoft / Google Irland zuständig gewesen aber das interessiert dann auch niemand, es ist trotzdem alles weg und als Privatperson kann man sich da kaum wehren.

IB UK wäre mir noch fast lieber gewesen die sind jetzt nicht mehr in der EU, die neuen Standorte sind aber leider wieder in der EU und die sind uns nicht gerade freundlich gesinnt im Moment. Mit dem ganzen USA / EU Theater, G7 Mindeststeuerentscheid, die EU ist sauer weil wir ihr Vasallenvertrag nicht unterschreiben wollten und weil wir die Kampfjets nicht bei ihnen kaufen, etc. das wird in nächster Zeit noch einige Diskussionen / Erpressungs- und Drangsalierungsversuche geben, Börsenequivalenz war ja nur ein Vorgeschmack :wink: Das wir von 3 letter agencies ausspioniert werden ist mir im Moment fast schon egal, ich mach mir mittlerweile fast mehr sorgen um die Verfügbarkeit des Vermögens, d.h. das auf einmal irgendwelche Accounts gesperrt werden, Vermögen blockiert werden etc. Klar die Chancen sind klein, aber in anderen Bereichen passiert es ja auch also bestehen da sicherlich gewisse Risiken auch im Finanzbereich, nebst all den politischen Risiken.

Das ist eigentlich auch der einzige Grund warum ich noch kein IB Account habe, rein von den Zahlen her wäre es mit Abstand der beste Broker. Vielleicht mach ich doch mal noch einen Account auf und halte darin den ganzen USD Teil des Portfolios. Aber alles komplett auf IB zu haben, da könnte ich im Moment nicht wirklich gut schlafen. Warte aber im Moment mal sicher noch ab wie sich diese Themen weiterentwickeln.

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Gab es solche Vorkommnisse mit Sanktionen gegen Schweizer/Europäer schon, bei denen dann Broker die Accounts gesperrt haben? Mir nichts dazu nichts bekannt. Selbst wenn es das gäbe, könnte man immer noch die EU-Tochter verklagen und sich das Geld zurückholen.

IB UK wäre mir auch lieber gewesen; habe hauptsächlich in USD an der LSE investiert.

Was sich immer lohnt, auch wenn man ihnen seine Aktien nicht anvertrauen will, ist Forex. Wer seine Franken in $ oder € tauschen möchte wird es kaum noch günstiger bekommen als bei IB.

Einziger Kritikpunkt der mir noch bleibt: bei IB kann man sich nicht ins Aktientregister eintragen lassen.

Kontosperrungen gibt es bei Banken natürlich laufend auch in der Schweiz, das gehört zum Daily Business, aber da wird dann ja nicht öffentlich eine Statistik darüber geführt wer aufgrund was wie lange mit wieviel Vermögen wo gesperrt wurde und dann geht alles an die Medien damit jeder es nachvollziehen kann :wink: Von daher ist das natürlich schwierig zu sagen.

Ja theoretisch schon, nur gegen solche Riesen mit eigener Rechtsabteilung mit hunderten von Anwälten wird es halt schwierig und teuer. Selbst wenn man am Schluss nach ein paar Jahren gewinnt ist es natürlich ein riesiger Aufwand und mit erheblichen Kosten verbunden die man erstmal vorschiessen können muss. Zum Teil schauen Gerichte deinen Fall auch nur an wenn du erstmal die Kosten vorschiesst, sonst wird gar nichts angeschaut. Dann brauchst du Anwalt, Übersetzer, Beglaubigungen etc. Wenn man so 100’000 CHF mal schnell so vorschiessen kann ja klar dann geht das :wink:

Das hab ich mir eben auch schon überlegt anstatt immer das Theater mit Neon und Revolut etc. IB einfach für Forex verwenden. Hast du mal ausgerechnet wieviel % da an Gebühren draufkommen?

Da hab ich im Moment sowieso nur die Swatch Group N eingetragen wegen der Uhr, aber darauf könnte ich auch gut verzichten :wink:

Was man schonmal hört ist, dass man vor die Tür gesetzt werden kann. Ich denke das würde zuerst passieren, bevor der Vermögen blockiert wird. Müsste man woanders hingehen. Als Verbraucher ist man im EU/CH Recht auch nicht so schlecht gestellt; Ombudsmann ansprechen und eine Rechtsschutzversicherung parat haben, denke es wird nicht so schwer die Assets wieder unter Kontrolle zu bekommen.

Ich habe mich bewusst gegen Schweizer Institute entschieden; Anspruch und Servicewirklichkeit klaffen doch start auseinander. Über die Amis kann man vieles sagen… aber nicht, dass sie eine schlechte Servicementalität hätten.

Gezwungenermassen habe ich ein Depot bei der CS, bei der ich Aktien meines Arbeitgebers halte (MA-Beteiligungsprogramm mit Haltefrist). Das Preisverzeichnis ist ein Horrorfilm!

Ich bin kein Experte für Forex, ein Kollege von mir meint es wäre ganz gut. Jede Transaktion kostet mindestens CHF 2 an Gebühren, keine prozentualen Aufschläge. Die Spreads sind je nach Währungspaar zwischen 0.08-0.2p (https://www.interactivebrokers.eu/de/index.php?f=16588).

In den zwei Mal wo ich eine Rechtsschutzversicherung hätte brauchen können und auch abgeschlossen hatte, hat man mir gesagt, das wäre in den AVB ausgeschlossen und man könne mir deshalb nicht helfen. Seither habe ich keine Versicherungen mehr ausser das was obligatorisch ist und Privathaftpflicht/Hausrat. Viele Leute die eine Rechtsschutzversicherung haben denken sie wären nun in einem Rechtsfall vollumfänglich geschützt, dem ist leider nicht so, alles was ein hohes Risiko / Kosten darstellen würde wird ausgeschlossen und diejenigen Sachen die man im Prinzip selber bezahlen könnte oder kleines Risiko darstellen das versichern sie. Könnte mir gut vorstellen, dass die Versicherung da sagen würde, tut uns leid leider sind internationale Fälle nicht versichert, oder ah sorry sie waren da oder dort in den Ferien das Land ist irgendwo auf der Liste XY die die USA nicht mag, somit ist dieser Fall leider ausgeschlossen. Das selbe war ja auch der Fall mit Reiseversicherungen jetzt in der Pandemie, viele Leute inkl. mir selbst waren der Meinung wir seien versichert. Bis dann der Ernstfall eintrat und man feststellte das Epidemien/Pandemien in den AVB ausgeschlossen und somit nichts bezahlt wurde.

Ja das stimmt absolut, rein durch diesen Aspekt bin ich echt Fan von amerikanischen Angeboten das machen sie wirklich sehr gut. Habe ich viele Mal schon in der Schweiz aufgeregt wieso man z.B. irgend ein banaler Service schriftlich via Einschreiben kündigen muss, und der amerikanische Service kann man einfach per Klick im Web Portal kündigen.

Oh als CS Mitarbeiter dürftest du aber dann gar kein anderes Konto/Depot bei einer anderen Bank haben da sie ja vorschreiben das jegliche Bankgeschäfte über die CS abgewickelt werden müssen? Oder ist das nicht mehr so? :wink:

Okay muss ich mal ausrechnen was das dann prozentual ausmachen würde. Bei SQ und Yuh finde ich es viel zu teuer die 0.95%.

Also wenn ich das jetzt richtig gerechnet habe kostet im Prinzip alles bis 100’000 USD einfach die Mindestgebühr von 2 USD und danach 0.2 (rechne mal mit dem teuersten) * 0.0001 * Volumen. Bei 1m CHF sind es dann also 20 CHF. Bei 1000 CHF Wechsel in USD wären das dann 0.2%, bei 10’000 CHF wären es dann noch 0.02%. Das ist wirklich extrem günstig und allein schon deswegen lohnt es sich einen IB Account zu machen. Kosten da Einzahlungen/Abhebungen etwas? Bei Yuh und SQ bezahlen wir 0.95%. Da sieht man wieder wie man von den Schweizer Banken abgezockt wird :wink: Und das wird dann auch noch dreisterweise als „günstige Wechselkurse“ angepriesen. :rofl:

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Man kann über eine schweizerische Bankverbindung einzahlen (CH-IBAN), kostet nichts extra.

Und es geht auch sehr schnell. Ich habe einen Dauerauftrag von neon nach IB eingerichtet. Jeweils um 2:00 Uhr am Morgen bekomme ich eine Mail von IB über den Zahlungseingang.

PS: arbeite nicht bei der CS, nur meine Firma lässt das Beteiligungsprogramm von der CS managen. Kostet mich nichts solange ich dort arbeite; danach werde ich aber sicher nicht bleiben.

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Sorry, noch vergessen: eine Auszahlung im Monat ist gratis, jede weitere würde CHF 11 kosten (gerade geprüft).

Cool, weisst du auch ob man Auszahlungen in anderen Währungen machen kann, also USD, EUR, etc.? So dass man z.B. mit Yuh oder SQ 10’000 CHF überweisen könnte, dann wechselt man das in USD und überweist es zurück nach SQ/Yuh?

Mit € funktioniert das; Ich habe in DE ein Konto mit dem ich das so mache; neon => IB => n26. Ausgehend dauert es etwas länger bei IB, denke wegen Settlement.

Mit USD habe ich es noch nicht versucht, die gebe ich eigentlich alle direkt bei IB aus.

Okay Danke. Und das geht alles Smooth oder hattest du auch schon Probleme mit AML/SOF checks? Bei Revolut hört man ja da teilweise schaurige Stories so dass es mir eigentlich recht wäre da eine Alternative zu haben.

Nur bei neon, hatte einen grösseren Betrag transferiert (CH Konto auf meinen Namen => neon => IB); danach hatte ich mit der Compliance der Hypi zu tun. Von IB aber noch nie; bin da wohl nur ein sehr kleiner Fisch in einem sehr grossen Teich.

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Also, ich hab im Portal nachgesehen. Man kann die Auszahlung in USD via ACH (Automated Clearing House Network) machen oder über Banküberweisung.

Mit ACH sollte man an z. B. (Transfer-)Wise USD schicken können, die zeigen die Daten dazu an in der App. Mit der Bankverbindung bin ich nicht sicher, dort muss man seine eine lange Liste von Angaben machen und wenn ich meine Revolut BV angebe verlangen sie die Angabe einer Korrespondenzbank. Wüsste jetzt nicht was ich da eintragen soll.

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Man könnte natürlich auch gleich auf IB die Aktien kaufen und dann diese transferieren. Die Kosten pro Position sind fix für ausgehende Transfers und eingehende kosten meist nichts beim empfangenden Broker… Wird sich lohnen ab einem bestimmten Positionswert.

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