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Hypothek - Vergleichen lohnt sich! (ein Erfahrungsbericht)

Vor zwei Jahren haben wir den Kaufvertrag für unsere Wohnung unterschrieben - dafür brauchten wir das Zahlungsversprechen einer finanzierenden Bank.
Wie wohl die meisten haben wir uns erst bei der Hausbank erkundigt und danach zum Vergleich noch zwei weitere Offerten eingeholt. Damals (November 2018) wurden uns für 15 Jahre 1.78% geboten.

In den letzten Wochen nun haben wir den Einzugstermin mitgeteilt bekommen. Zeit also, die Hypothek zu „fixieren“. Heute bietet die CS 1.5% für ebendiese 15 Jahre.
Hier kommt Hypoplus (Tochter von Comparis) ins Spiel. Ein kurzer Hinweis des Hypotheken-Beraters , dass man jederzeit aus dem Kreditrahmenvertrag (mit der CS) aussteigen kann - und für uns öffnete sich die Möglichkeit, den Markt spielen zu lassen. Herr Meier fand für uns tatsächlich eine Kantonalbank, die uns eine 15-jährige Hypothek für 1.1% angeboten hat.

Der Kontakt mit Hypoplus war sehr freundlich und unkompliziert - drei Telefonate und eben so viele E-Mails - und wir haben über 40k gespart.

Mir ist absolut bewusst, dass man über die Laufzeit einer Hypothek diskutieren kann und man seine persönlicher Situation auf jeden Fall in die Planung mit einbeziehen muss.
Weiss man aber, wie die Finanzierung aussehen soll, dann findet Hypoplus bestimmt den besseren Preis als man selbst. PS: Der Service ist kostenlos für den Hypothekarnehmer.

Sehr interessant, bin immer davon ausgegangen, dass wenn ich ein Zahlungsversprechen bekomme ich einen bindenden Kreditrahmenvertrag unterschreibe welcher nur kündbar mit einer Vertragsstrafe ist.
War dies bei euch der Fall oder hat euch die CS einfach so raus lassen?

Hallo Hammerhai

Vor zwei Jahren war ich genau auch dieser Meinung - dachte damals noch „Mensch, jetzt haben sie sich und können dir dann den Zinssatz aufbrummen, den sie möchten.“. Als möglichen „Notfall-Ausweg“ sah ich einzig, eine möglichst kurze Hypothek abzuschliessen und danach halt zu wechseln.

In der Tat steht aber im Kreditrahmvertrag wörtlich „Dieser Kreditrahmenvertrag kann von jeder Partei jederzeit per sofort gekündigt werden. Nach erfolgter Kündigung des Rahmenvertrages werden ablaufende Kredite nicht mehr erneuert und keine neuen Kredite mehr ausgesetzt. Bereits vorher vereinbarte Kredite bleiben jedoch von der Kündigung des Rahmenvertrages unberührt.“

Da wir noch keinen eigentlichen Kredit vereinbart haben, kommen wir problemlos raus.
Die Kantonalbank stellt ein neues Zahlungsversprechen aus, welches das der CS ablöst. Dann kommen wohl einzig Kosten für die Grundbuch-Formalitäten (Honorar der Notarin) auf uns zu, welche aber im Vergleich zur Zinsersparnis marginal ausfallen werden

Grüsse aus dem Fricktal.

Danke für die Info.
Wir haben genau die gleiche Situation.
Für den Kauf (Liegenschaft wird fertig November 2021) haben wir ebenfalls ein Zahlungsversprechen benötigt.
Haben uns zwar damals mit mehreren Banken beschäftigt aber mussten uns auch für eine Bank entscheiden ohne die zukünftigen Konditionen genau zu kennen.

Wir sind dann auch zu dem Entschluss gekommen, dass wir zur Not halt nur 1 oder 2 Jahre Laufzeit wählen falls die Konditionen schlecht sein sollten.
Haben uns damals für die Kantonalbank entschieden.

Du hast aber natürlich recht mit der Aussage, dass sich hier eine Menge sparen lässt, auch wenn der der Unterschied in der heutigen Zeit nicht so gross ist wie er in der Hochzinsphase war.
Hätten wir den Kredit damals benötigt als wir die Termine hatten, war die Spanne glaube ich bei 0,3%

Wer hier nicht vergleicht, der muss sich über das tägliche Sparen beim Einkauf oder den Depokosten erst recht keine Gedanken machen :sweat_smile:

Auch ich brauche dieses Jahr eine neue Hypothek. Werde aber definitiv nicht warm mit einer Festhypothek, möchte mich nicht wieder für x Jahre an jemanden binden, zumal ich mir beim besten Willen nicht vorstellen kann, dass die Zinsen jemals wieder raufgehen könnten.
Deshalb strebe ich klar eine Saron Lösung an.
Seid Ihr etwa der Meinung das könnte wieder steigen? Mit der Festhypothek zahlt ihr ja doch etwa ein halbes Prozent obendrauf und seid nicht flexibel das anzupassen. Meinungen?

Sehr gerne.
Wenn du einen Vergleich über einen Grossteil der Banken (Versicherungen und Pensionskassen) in der Schweiz möchtest, dann empfehle ich dir, Herrn Meier von Hypoplus zu kontaktieren (die Kontaktdaten sende ich dir in einer Privatnachricht) - wir haben über ihn 0.35% Abschlag erhalten gegenüber der auf dem auf der Bankwebsite veröffentlichten Zinssatzes.

Hoi Denis,

das sehe ich ähnlich.
Die nächsten 10 Jahre sollten bei dieser exzessiven Geldpolitik die Zinssätze im Keller bleiben.
Wäre meine bessere Hälfte nicht der komplett anderen Meinung (Frauen…) würde ich es gleich machen.
Solange bis die Zinsen anziehen flexibel bleiben um dann für längere Zeit abzuschliessen.

Jaja die Frauen…da sind wir Kerle halt schon die besseren Draufgänger, haha.
Zum Glück sagt meine Frau immer, mach nur, kommt ja immer gut. Wobei ich Ihr natürlich nie sage wenn es schlecht läuft… :joy:

Hallo Zusammen. Einen guten Überblick bekommt man auch hier https://www.vermoegenszentrum.ch/ratgeber/vergleiche/aktuelle-hypothekarzinsen.html
Und Verhandeln kann man auch selber.
Wir haben nach einer 10jährigen Festhypothek gesucht. Wir haben mal ein Gespräch gehabt mit moneypark - Der Vertrag den man da hätte unterschreiben sollen hat mir gar nicht gefallen und darum haben wir uns entschieden selber zu suchen/ zu verhandeln. Ich habe bei BVK angefragt. Auf Ihrer Website ist der aktuelle veröffentlichte Zinssatz 0,82%. Der Zins ist tief aber wohl nicht verhandelbar. Und Sie haben strenge Regeln (wie wohl Versicherungen allgemein) - z.B nur 1te Hypotheken möglich etc. Die BVK hat uns aufgrund ihrer Regeln dann auch nicht akzeptiert. Die Raiffeisen hat 0.89% offeriert und signalisiert dass es da auch noch einen Verhandlungsspielraum gibt. Bei der credit suisse haben wir noch angefragt und schnell die Auskunft bekommen, dass Sie mit den Angeboten die wir schon erhalten haben nicht mithalten können. Bei der Thurgauer Kantonalbank wurde uns 0,85% angeboten ebenfalls mit dem Hinweis auf Verhandlungsspielraum und wir konnten am Ende für 0,8% abschliessen womit wir sehr zufrieden sind.

an Denis: Was bezahlst du denn für deine Saron Hypothek effektiv aktuell für einen Zins?
Guess Stefan

Hi tatzfatz,
Ja das mit dem Verhandeln sollte man unbedingt machen. Ein wenig mehr Chance als selber zu handeln hat man wie ich denke wenn man sich an einen „Zwischenhändler“ hängt. Wir haben für unser neues Projekt bei SwissChange angefragt, die verhandeln dann mit den entsprechenden Partners und holen dann das eine oder andere ZehntelProzent noch raus.
Da wir noch kein neues Haus stehen haben, haben wir auch nicht die volle Palette an Anbietern, denn die ganzen Versicherungen und Online Anbieter geben einem kein Geld wenn das Haus noch nicht steht. Von daher mussten wir eine der wenigen Banken nehmen welche so ein Bauprojekt finanziert. Das war natürlich auch ein Grund mehr keine Festhypothek abzuschliessen, damit ich in rund einem Jahr die volle Auswahl wieder habe.
Festhypotheken sind eine sichere Sache für den Hypothekarnehmer unbestritten, aber gelohnt haben sich diese in den letzten 30 oder mehr Jahre nie. Da verdient vorallem die Bank daran.

Die jetzige Libor (Saron wird erst 01.01.2022 eingeführt) ist bei uns bei 0.7 %.

Gruss
Denis