Unnormal nicht, aber vielleicht dennoch nicht regulär. Eine Immobilie ist schon etwas speziell, nicht? Man hat damit viele Nachteile die man mit Aktien oder auch anderen Investments nicht hat.
Sehr viel Kapital in einem Objekt gebunden, da die Preise in der Schweiz vergleichsweise sehr hoch sind
Hohe Transaktionskosten / Handänderungssteuer, etc.
Sehr niedrige Nettorendite langfristig deutlich unter Aktienrenditen, kaum über Inflationserwartung
Miete unterliegt Einkommenssteuer
Mühsames Mietrecht, du darfst in deiner eigenen Wohnung/Haus nicht einfach jemand rausschmeissen der dir nicht mehr passt.
Potentieller Ärger mit Mieter, Mietnomaden, Messis, Kinder die alles kaputt machen, Miete wird nicht bezahlt etc.
Preise werden quasi diktiert und sind gedeckelt gebunden an Referenzzinssatz und Teuerung
Bubbel Risiko
Fehlende Liquidität im Vergleich zu Aktien/ETF
Wenn dir jemand eine Mülldeponie, Strassenstrich oder ein Asylheim vor die Nase setzt, verliert die Immobilie sofort massiv an Wert und dann kannst du sie ggf. nicht mehr verkaufen oder nur noch unter massiven Preisabstrichen.
Wenn du die Hütte loswerden willst musst du erstmal jemand finden, je nach Lage / Situation kann das schwierig werden
Laufende Unterhalts- und Sanierungskosten
Schlechte Diversifikation / Klumpenrisiko (im Vergleich zu anderen Ländern wo eine Immobilie ein viel kleinerer Anteil des Vermögens ausmacht)
Die Wertsteigerung ist im Moment nur so hoch weil wir eine Starke Zuwanderung haben und man mit bauen nicht nachkommt. Da geht man aber davon aus dass stagnieren wird bei ca. 10 Mio und sobald wieder genügend Wohnraum vorhanden ist werden die Preise auch wieder sinken. Wenn man hier mit den Erwartungen daneben liegt und die Leerstandsquoten zu hoch werden kann es auch sein, dass sie Preise sogar stark fallen. Von dem her jetzt auf dauerhaft steigende Preise zu setzen bei Immobilien ist nicht klug.
Ich kann verstehen wenn jemand etwas kaufen will für sich selbst, wenn es auch nichts für mich wäre, aber als Renditeobjekt verstehe ich es wirklich nicht warum man sich das antut.
Genau wie bei mir. Nur jetzt Januar.
Habe praktisch kein Kapital mehr in die Bude, die 50% höher bewertet wurde als ich vor bald 5 Jahren gekauft habe. Für die Hypothekerhöhung wurde „Investition“ als Verwendungszweck eingesetzt.
Und trotzdem lieben es institutionelle Vermieter wie Pensionskassen, Versicherungen oder auch die SBB, sämtliche Immobilien aufzukaufen, die Preise in die Höhe zu treiben, sodass sich kein normal verdienender je mehr Eigentum leisten kann (und das obwohl Eigentum auf lange sicht immer billiger ist), und dann wegen „gestiegener Inflation“ (hauptsächlich wegen Mieten) die Miete zu erhöhen.
Ja aber das liegt daran weil Pensionskassen starke Vorschriften haben in was sie investieren dürfen. Einerseits müssten sie investieren, dürfen aber z.B. nur max. 50% in Aktien legen. Da ist man fast schon gezwungen auch in Immobilien zu investieren. Vorschriften pro Assetklasse, Einzelschuldner, etc.
Bei PKs fallen aber auch einige der Nachteile weg z.B. darf eine Immobilie nur 5% ausmachen, bei privaten Investoren ist die Immobilie oftmals weit mehr als nur 5%. Deshalb sag ich ja im Ausland wo man für 200-400k CHF eine Wohnnung kauft würde ich mir auch was kaufen komplett abbezahlt (ich mag keine Schulden) und hätte danach trotzdem noch ein schönes Portfolio. Das ist für mich ja der einzige Grund warum eine Wohnung zu kaufen, damit ich danach nichts mehr dafür zahlen muss (keine Miete, keine Schulden abzahlen etc.) ansonsten sehe ich den Sinn nicht dahinter. Das es immer günstiger ist würde ich auch nicht unbedingt sagen.
Ja aber das liegt vorallem an der starken Zuwanderung je mehr Leute, desto mehr Wohnraum wird benötigt und je weniger es hat desto höher sind die Preise. Da stört es mich mehr das jeder einfach hierher kommen kann und dann auch noch gleich Immobilien kaufen kann und so z.B. der grösste Teil des Zürichsee Ufers irgendwelchen Stars, Managern und keine Ahnung was von irgendwoher gehört.
Ich finde es eigentlich fast schon gut das die PKs viel Immobilien kaufen. Als Mieter empfinde ich das als Vorteil. Die wollen möglichst wenig Aufwand, nur ihre Rendite, sind nicht emotional gebunden, und lassen dich sonst in Ruhe. Meine aktuelle Wohnung gehört auch einer Pensionskasse Ich persönlich würde nie etwas von einer Privatperson mieten, da höre ich nur schlechtes von Personen welche mal etwas von Privatpersonen gemietet hatten. Wenn sie emotional an die Wohnung gebunden sind kommen sie ständig vorbei und wollen irgendwas, motzen ständig wegen irgendwas rum, können sich die Immobilie kaum leisten und wollen dann auch nichts reparieren oder sanieren, alles und überall nur das Minimum, viele Diskussionen um nichts wegen jedem Mist, und wenn die Tochter heiratet wird Eigenbedarf angemeldet und du fliegst raus weil sie nun darin wohnen will. Nein Danke, never ever von privaten mieten. Da hab ich lieber Immobilien Mogule, Pensionskassen, Versicherungen, etc.
Das die SBB Immobilien kaufen darf finde ich auch falsch. Die sollten höchstens und maximal genau das kaufen dürfen was sie für den Betrieb der Bahn benötigen, ansonsten haben staatliche Betriebe keine Immobilien zu kaufen oder zu besitzen. Finde es auch völlig falsch das z.B. die Stadt Zürich Immobilien hat und baut und dann an bester Lage wo andere 4000 CHF zahlen müssen im Monat, dort irgendwelche 10% der Wohnungen reserviert und Sozialfälle oder Asylbewerber einquartiert „für eine bessere Durchmischung“. Auch da sind mir Pensionskassen etc. wesentlich lieber
Meinst du eine einzelne Immobilie? Wieso sollte eine PK soviel in eine einzige reinstecken? Wie teuer soll so eine einzelne sein?
Profond hat etwa 20% in Immobilien investiert. Andere 1/3.
und kein Vermieter hast du vergessen
Ich hatte solche Vermieter in der Vergangenheit. Was mir aber sauer aufstiess war die extreme Inflexibilität. Die machen alles nur nach Schema F und du warst nur eine cash cow.
Das ist das Regularium wieviel sie in eine einzelne Immobilie stecken darf maximal, heisst nicht das sie das auch macht. Was ich damit sagen wollte ist das die PK damit kein Klumpenrisiko hat deswegen, die meisten Privatanleger schon.
Viele Private kaufen sich ja etwas nur weil sie das unbedingt wollen auch wenn sie sich das kaum leisten können, nur knapp die Zinsen abzahlen können, die 2. Hypo wohl ihr leben Lang gar nie abzahlen, und das EK aus 3a/PK genommen haben und dann auch noch eine schlechte Pension habe und sonst praktisch kein Vermögen mehr. Bei denen macht dann die Wohnung praktisch 100% des Vermögens aus und das ist nicht gesund.
Es sei denn, die Rendite reicht dem Vermieter nicht mehr aus, dann wird allen Mietern gekündigt, umgebaut und doppelt bis 3x so teuer wieder neu vermietet. Als mieter ist man gut, um zu zahlen, sonst für nix.
Ja das stimmt schon aber das können sie ja nur machen weil die neuen teuren Wohnungen dann ebenfalls vermietet werden können weil wir jedes Jahr mehr und noch mehr Leute haben (alle paar Jahre haben wir personenmässig eine neue Stadt Zürich in der Schweiz), es aber keine freien Wohnungen hat. Da sagen sich die Leute halt ja gut dann muss ich halt jetzt mehr bezahlen oder in den Jura wohnen gehen und dann nimmt man dann eben die teureren Wohnungen.
Wenn wir nicht so eine starke Zuwanderung hätten, gäbe es nicht so ein Vakuum im Wohnungsmarkt und dann würde das auch niemand machen. Wenn es genügend freie Wohnungen hätte würden die Leute die billigeren nehmen und die teuren Luxuswohnung stünden leer, sprich keine Motivation für Immohaie noch mehr teurere Wohnungen anzubieten. Überteuerte Wohnungen kann man nur anbieten wenn der Markt dazu gegeben ist durch Knappheit. Sprich, da müssen wir uns schon etwas selbst an der Nase nehmen.
Ich hätte lieber eine starke Zuwanderungsbeschränkung ähnlich wie in Kanada oder Australien wo man eine gewisse Anzahl Punkte erreichen muss um überhaupt eine Bewilligung zu erhalten. Leute die nichts taugen dürften gar nicht erst kommen und Leute in Berufen wo es schon genügend Leute hat dürften auch nicht kommen.
Nur diejenigen die wir tatsächlich und unbedingt brauchen. Im Moment ist es ja so das viele Firmen gerne mal EU-Bürger anlocken auch wenn es schon genügend Inländer hätte, da die frischen EU-Bürger gerne mal für wesentlich weniger Lohn arbeiten (schon in einigen Firmen gesehen EU-Bürger arbeitet für 2k CHF im Monat weniger als Schweizer oder EU-Bürger die schon lange hier sind) und mit Vertrag einfach kommen dürfen. Vielfach werden Bewerbungen von Schweizern gar nicht erst angeschaut wenn man in der Queue noch 50 Bewerbungen aus der EU hat.
Ja, das wäre schön, aber wird leider nie kommen in der Schweiz. Wir werden nach und nach unsere Kultur, die Sicherheit und den Wohlstand aufgeben, dafür bekommen wir neue Bereicherungen in Form der Probleme von Afghanistan, Syrien, Eritrea etc. Und eines Tages wird auch das Gesundheitssystem hochgehen, weil es nicht dafür gemacht wurde, hunderttausende zu behandeln, die nie einbezahlt haben.
Was mir auch Sorgen macht, ist, dass man konkrete Probleme nicht mehr ansprechen darf, ohne gleich als „Ausländerfeindlich“ oder „Rassist“ zu gelten.