Grüsse aus Bern

Ich bin aus Bern, komme aber ursprünglich aus der frz. Schweiz, tut mir leid im Voraus für die Sprachfehler…

Vor ein paar Jahren habe ich festgestellt, dass die Zinsen auf meinem Sparkonto nicht mal die Inflation ausgleichen. Da ich absolut nichts über Investitionen wusste, habe ich einfach ein Investitionskonto und eine dritte Säule bei PostFinance geöffnet (wo ich meine Konten habe, seit ich mit einem gelben Studentenkonto angefangen habe)

Zwei Jahre später habe ich einige Gesundheitsprobleme gelöst und meine Wohnung aufgeräumt: die Hälfte meiner Sachen weggeworfen, verschenkt oder verkauft – macht es mich zu Minimalist? Ich habe nur festgestellt ich fühle mich besser mit weniger Sachen. Jetzt ist es, als wäre mein Gehirn frei geworden, damit ich mich wieder mit Geldfragen beschäftigen kann.

Ich habe ein yuh-Konto geöffnet. Ich mag die Töpfe / Sparpläne, wo ich Geld zur Seite legen kann, fürs GA, Krankenkassen-Prämien im Dezember, 3a-Säule im Januar, und Steuer.

Ich würde auch gern selbst investieren. Obwohl PostFinance beim Vermehren meines Geldes mir geholfen hat, als ich zu viel anderes im Kopf hatte, um es selbst zu tun, möchte ich unabhängiger sein (und wenn möglich die Kosten senken).

Ich bin jetzt am lernen, und verschiedenen Sachen ausprobieren. Habe das erste Teil von der Online Investment Management Kurs von der Uni Genf absolviert (durch coursera) und mache weiter mit dem 2. Teil… (Ich habe auch ein Mintos-Konto mit einer custom Strategie, aber das ist im Moment nicht so wichtig, da darauf habe ich nur ein paar hundert Euro liegen; bin nicht sicher ob p2p sich überhaupt lohnt, wenn man nicht konsequente Summen drin investieren kann.)

Mein Ziel ist nicht früh in der Rente zu gehen, die FIRE Bewegung (und Unternehmertum) sprechen mich nicht wirklich an, ehrlich gesagt, aus verschiedenen Gründen (ist aber vielleicht ein Thema für ein anderen Thread). Mein Ziel ist nur Kapitalerhaltung, und soweit es möglich ist, eine zusätzliche Einkommensquelle aufzubauen (Dividendenstrategie? Keine Ahnung, ob es für mich machbar/realistisch ist).

Ich habe schon eine Weile hier immer wieder herum gelesen, deshalb dachte ich, ich soll mir mal vorstellen. Konkrete Frage habe ich zur Zeit nicht, obwohl jede Idee/Ratschläge willkommen sind…

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Herzlich Willkomen bei uns im Forum.

Ich persöndlich bin wirklich kein Fan von dem Grossen Gelben.

Wenn ich dich Richtig verstehe möchtest du Kapitalbilden für Grössere Investitionen.
Hier im Forum hat es relativ wenige FIRE-Bewegungsanhänger.

Ich wünsch dir viel Spass hier im Forum :slight_smile:

Na ja, ich würde heute nicht mehr mit PF anfangen, will mich aber nicht beschweren, ist ja auch meine Schuld, dass ich früher kein Interesse fürs Investieren gezeigt habe.

Ich plane, die Säule 3a nächstes Jahr zu viac zu transferieren, da die Gebühren bei PF dafür zu hoch sind. Nächstes Jahr, weil ich alle meine Einzahlungen für das Jahr 2022 im Januar gemacht habe. Ich denke nicht, dass ich jetzt ein viac-Konto eröffnen kann, wenn ich nichts darauf einzahle?

Was das Investitionskonto betrifft, möchte ich es ebenfalls schließen – aber ich will wissen was ich tue, bevor ich die gesamte Summe anderswo investiere.

Mein Problem ist, blöd gesagt, dass ich weiss nicht genau, was ich für eine Strategie haben soll. Seit Anfang Jahr habe ich jedem Monat ein World-ETF gekauft… Ich habe im Moment nicht die Absicht, vorzeitig in den Ruhestand zu gehen, meinen Beruf zu wechseln, mich selbstständig zu machen oder die Schweiz zu verlassen. Man weiss aber nie, was passieren kann, und meine Situation (Gesundheit) (und meine Pläne) könnten sich von einem Jahr zum anderen völlig verändern. Ich möchte einfach mein Geld vermehren, um eine gute Reserve zu haben, um eben Flexibilität zu haben, falls es nötig wird. Dividenden als zusätzliche Einkommensquelle ist schon eine attraktive Idee, aber kann das sich lohnen mit einem Investitionskapital von ca. 30k ?

Doch du kannst ein VIAC Konto eröffnen und dort im Prinzip per sofort dein PF 3a Guthaben darauf überweisen lassen. Kein Problem. Würde jedoch statt VIAC eher Finpension nehmen.

Nein ist in der Schweiz keine attraktive Idee da man auf Dividenden Einkommensteuern bezahlt auf Kapitalgewinne jedoch nicht, daher würde ich keine Strategie wählen die explizit auf Dividenden ausgelegt ist. So bezahlst du im Vergleich zu Leuten die einfach normal investieren und einfach die Dividenden die es gibt mitnehmen, mehr Geld da du einiges mehr Steuern bezahlst als die anderen.

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Einkommenssteuer hin oder her, mit 30k hast ca. +/- 100CHF im Monat an dividenden, von den +/- 1200 CHF fallen noch ca. -144CHF Einkommensteuern an.
Okay ist etwas stark vereinfacht alles in allem mit Depto Kosten etc. bist bei +800 CHF im Jahr
Kannst mit 3-4% Rendite rechnen.

Ich hab mich weder mit VIAC noch mit Finpension beschäftigt jedoch traue ich den Untenehmen ihrgend wie zu wenig. Für mich sind die alle zu Undursichtig… Bleib mit meinem 3a Invest wohl bei Raiffeisen.

Bei VIAC kann ich das noch irgendwie verstehen ich bin da auch nicht besonders Fan von der WIR Bank. Aber Finpension macht mir einen sehr guten Eindruck. Depotbank ist Credit Suisse und du hast eine relativ grosse Anzahl an CS Mutual Funds zur Auswahl wo du dein Portfolio zusammenstellen kannst mit bis zu 99% Aktienanteil. Sie haben aber auch Funds für Real Estate, Crypto, Gold und natürlich auch Bonds und Money Market Instruments. Die meisten Funds haben 0% TER und man bezahlt einfach die Management Fee, es gibt aber auch einzelne Funds die aufwändiger sind und dann einen kleinen TER Aufschlag haben.

Also im Prinzip kann da nicht wirklich viel schief gehen und mit der CS als Depotbank und Fund Provider ist es im Prinzip nicht viel anders als wenn man sowas direkt bei einer Bank machen würde, einfach viel günstiger. Finpension AG ist ja somit im Prinzip nur noch der App Provider, dein Geld wird von der Stiftung verwaltet bzw. deine Assets in reguläre Bankenprodukte investiert und bei der Depotbank gelagert.

Kleine Anmerkung, Credit Suisse ist auch die Depotbank von VIAC. Die WIR Bank hält nur den Cash-Anteil von VIAC-Konten. Falls du alles investierst, so ist das praktisch irrelevant. Bei finpension ist ein Cash-Anteil über 1% gar nicht möglich, aber finpension hat dafür sonst weniger Einschränkungen (z.B. in Bezug auf Fremdwährungen).

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Danke für alle Antworte, habe noch viel zu überlegen. Finpension hatte ich irgendwie „verpasst“ und die Konditionen nicht angeschaut.

Ok so weitere Fragen (verzeihen Sie ich bin am lernen, muss wirklich die Basics wissen).

über Dividenden: Quellensteuer wird doch jedenfalls genommen, egal ob thesausierend oder ausschüttend? das Unterschied ist nur die Schweizerische Einkommensteuern? Ich frage ja, weil ich habe jetzt Dividende bekommen für mein World-ETF (VT).

Macht thesaurierend/ausschüttend langfristig ein grosses Unterschied? (die andere Option wäre iShares MSCI World, hedged in CHF - es gibt ja nur zwei world ETFs in yuh)

Und muss ich etwas tun in yuh, um vielleicht etwas von den Steuern (US) zurückzubekommen? (ist ja nicht dringend da es noch so wenig ist aber…)