Fixkosten und Konten

Hallo zusammen,

ich überprüfe wieder einmal meine Finanzen für 2024.

Dabei hätte ich ein paar Fragen an euch, wie ihr das so löst.

  1. Fixkosten automatisieren
  • Steuern: Bucht ihr den Steuerbetrag monatlich auf ein Unterkonto oder gleich direkt ans Steueramt? Falls Unterkonto, macht ihr das im laufenden Jahr für den Steuerbetrag im nächsten Jahr? Bsp. im Jahr 2023 12x einen x-Betrag für die Steuern 2024?

  • Strom/Wasser: Hier erhalte ich 3 Akonto Rechnungen im Jahr. Diese habe ich bis anhin jeweils auf den Montag runtergerechnet und dann monatlich an die Gemeinde bezahlt. Oder wie macht ihr das?

  • Versicherungen: Auto, Gebäude, etc. habe ich wiederum nicht monatlich runtergerechnet. Wie macht ihr das?

  1. Konten
    Was für Konten könnt ihr hierfür empfehlen?
    Meine Frau und ich haben momentan ein Mitglieder Privatkonto bei der Raiffeisen. Hier kommen beide Löhne rein. Daneben haben wir nochmals je ein Privatkonto. Ich habe zusätzlich noch ein Neon Konto für Investments. Die Hypothek läuft auch über Raiffeisen. Wir sind beide auch Raiffeisen Mitglieder.
    Ich bin mir nun am überlegen, welche Konten ich überhaupt noch brauche. Eigentlich nur ein gemeinsames Konto, ein Notgroschen Konto und 2 separate „Spass-Konten“. Natürlich sollten die Gebühren tief gehalten werden. Für alltägliche Zahlungen haben wir die Certo Karte (Cashback) und im Ausland die Cumulus Kreditkarte (Gebühren+Punkte).
    Eventuell habt ihr noch Tipps für mich :wink:

Vielen Dank jetzt schon für eure Inputs.

Ich überweise den geschätzten Steuerbetrag monatlich auf ein separates Konto. Das ist 1/12 von Staats- und Bundessteuern des laufenden Jahres (im Jahr 2023 für Steuern 2023) für mein Erwerbseinkommen. Je nach Zinssituation (mehr Zins für Vorauszahlung oder von Bank) zahle ich die Staatssteuern regelmässig oder dann erst mit der definitiven Rechnung effektiv ans Steueramt. Die Bundessteuern kann ich zumindest in ZH nicht vorauszahlen, d.h. die bleiben auf dem separaten Konto bis zur Rechnung.

Aktuell benutze ich Yuh als Steuerkonto, da ich dort wenigstens 1% Zinsen erhalte und trotzdem ohne Umweg Geld von dort ans Steueramt überweisen kann.

Mein Spreadsheet berechnet mir die geschätzten Steuern auch für Dividenden und Vermögen. Ende Quartal überweise ich dies jeweils von meinem Brokerkonto auf mein Yuh-Konto, bevor ich den Rest der Quartalsdividenden reinvestiere.

Wasser ist bei mir in den Nebenkosten enthalten. Bzgl. Strom erhalte ich effektive Abrechnungen nach jedem Quartal. Ich zahle diese einfach jeweils nach Erhalt (eBill mit automatischer Freigabe bis zu einem gewissen Limit).

Krankenkasse zahle ich per monatlichem LSV (gibt mit LSV bei mir keinen Zuschlag im Gegensatz zu monatlicher Rechnung). Andere Versicherungen sind jährlich, aber auch ein kleinerer Betrag, rechne ich nicht auf den Monat runter.

1 „Gefällt mir“

Ich hab einfach ein Zweit-Konto für alles „Fixe“, das dauernd geffüttert wird. Etwas +/- ist am Jahresende gut verschmerzbar.

Was erfahrunggemäss aber mehr einschenkt, sind überteuerte HandyAbos, 7 Streamingdienste, doppelte oder überrissene Versicherungen etc… Gibt in der Regel viele Dienste und Gewohnheiten die man nicht mal vermisst wenn sie weg sind. Das sind schnellhaft ein paar 100 pro Monat.

2 „Gefällt mir“

Mir ist es wichtig dass ich möglichst wenig Konten habe und auch möglichst wenig verschiedene Anbieter, denn Zeit ist auch Geld, und mich da immer wieder mit administrativen Dingen zu beschäftigen weil das Setup so kompliziert ist oder die Gelder auf 10 Banken/Apps und sonst was verteilt sind, habe ich keine Lust.

Daher gibt es im Prinzip ein Privatkonto, ein Konto für höhere Ausgaben, ein Reserven Konto bei meiner Hausbank. Die Investments sind woanders aber auch da hab ich nur noch einen einzigen Broker.

Das Setup ist im Prinzip einfach, ich schaue einmal im Jahr wo hoch ungefähr die grösseren Ausgaben sein werden, rechne da etwas Reserve mit ein, und teile den Betrag durch 12 und das wird dann monatlich auf das zweite Konto überwiesen.

Dann hab ich einen Dauerauftrag für die Miete, einen wo der errechnete monatliche Fixbetrag auf das zweite Konto überwiesen wird, und einen für die Investments. Die Reserven sind voll und wenn die den Maximalbetrag erreicht haben gibt es da keine Überweisungen mehr.

Der Rest ist im Prinzip simplel. Alle grösseren Ausgaben also etwa 3000 CHF und grösser werden vom zweiten Konto mit den dafür reservierten Gelder abgebucht sofort als Gesamtbetrag wenn die Rechnung kommt, d.h. 3a Gelder, Krankenkasse, Steuern, etc. wird alles direkt mit dem zweiten Konto bezahlt anfangs Jahr oder wenn die Rechnung kommt.

Alle anderen Ausgaben die kleiner als 3000 CHF sind werden direkt mit dem Hauptkonto bezahlt. Rechnungen kommen via E-Bill für alles. Kleinere Ausgaben rechnen ich nicht extra runter und reserviere auch keine Beträge, d.h. z.B. eben so Hausratsversicherung, Autoversicherung, etc. das wird einfach alles direkt vom Hauptkonto bezahlt ohne dass ich das gross einplane. Auf dem Hauptkonto lasse ich immer einen Betrag liegen dass das ohne Problem möglich ist. Auch Ferien und Kreditkarte rechne direkt über das Hauptkonto ab auch wenn die Beträge da mal höher sein können als 3000 CHF. Weil ich alles ausnahmslos über die Kreditkarte bezahlen z.B. Restaurants, Läden, etc.

Raiffeisen ist sicherlich nicht schlecht. Die Frage ist für was du die zwei Privatkonto benötigst, wenn nicht dann kannst du die ja auflösen wenn du einen Verwendungszweck dafür hast, lässt du es.

Finde dein Setup nicht schlecht da würd ich gar nicht mal gross was ändern dran. Bei Neon musst du dir halt überlegen wie hoch dein Investmentbetrag ist, wenn der eine Grösse erreicht wäre da ggf. ein anderer Anbieter besser. Zum einen hätte ich kein gutes Gefühl dabei wenn es ein grösserer Betrag ist , dass diese Ersparnisse einfach zugänglich sind auf dem Smartphone welches ich täglich dabei habe. Zum anderen kannst du soweit ich weiss keine Vollmachten hinterlegen, d.h. deine Frau hat keinen Zugriff auf das Konto und wenn du einen Unfall hast und im Koma liegst wird sie Mühe haben an die Gelder zu kommen.

Aber wie gesagt, ich finde das Setup nicht so schlecht und würde nicht viel daran ändern. Mach es nicht zu kompliziert mit weiss ich was für Berechnungen und hunderten von Konten und Überweisungen etc. Je einfacher desto besser, weil das spart Zeit und Aufwand und das ist auch etwas Wert, nicht nur die Kosten.

1 „Gefällt mir“

Man sollte bei der Kontoführung definitiv auf Lösungen setzen die kostenlos sind, es macht wenig Sinn für regelmässige Zahlungen was zu nutzen, das monatlich Geld kostet.

So sollte jeder Postfinance Kunde, der mit einem Smartphone zurecht kommt, dafür Yuh nutzen. Das Postfinance Konto kostet 5 Franken im Monat und Yuh ist kostenlos, ausserdem besitzt man da gleich auch ein Multiwährungskonto und Fremdwährungen wie z.B. Euro oder Dollar werden ebenfalls verzinst, nicht füstlich aber 0.75% ist besser an Zins als 0.00 % (wie z.B. bei Kantonalbanken oder anderen Grossbanken auf Fremdwährungen).

1 „Gefällt mir“

Hierfür nutze ich Yuh! Hier kann man beliebig viele Projekte (Unterkonten) erstellen, bei denen du bei Lohneingang automatisch deine Beträge übertragen kannst. Klappt sehr gut und läuft jeden Monat automatisch. So sind meine Unterkonten aufgestellt:

  • Haushalt (Hypozins, Nebenkosten, Hausratversicherung, Strom, Abfallgebühr, Serafe-Mafiaschutzgeld)
  • Gesundheit (Falls ich meien Frachise auffüllen muss, mach ich das monatlich oder wenn sie voll ist, pausiere ich den Auftrag
  • Auto (Vollkasko, Strassensteuer, Rücklagen für Reparatur, Benzin)
  • Steuer (Steuerfuss geteilt durch 12)
  • Urlaub
  • Sparen (Falls dann Ende Monat noch was übrig bleibt, füge ich dies händisch zu)
  • Essen
  • Fungeld

Wie bereits erwähnt, ich fahre seit etwa 1-2 Jahren mit Yuh und bin wunschlos glücklich. Du kannst auch direkt in der App investieren (leider nur sehr wenig Auswahl verglichen mit anderen Brokern), hast gleichzeitig ein Euro und Dollarkonto und kannst Währungen tauschen. Aber diese Unterkontenfunktion ist für mich ein Gamechanger und hat geholfen mein Leben in den Griff zu kriegen und besser organisiert zu sein :slight_smile: und das coolste, es ist kostenlos. Wie du es mit deiner Frau handhaben willst ist dann schlussendlich dir überlassen, aber da es kostenlos ist, würde ich dir raten es mal auszuprobieren.

Falls ich dich werben darf, das wäre mein Referral Code: → rzkk74

2 „Gefällt mir“

Hallo zusammen,

hier ist eine kurze Erklärung was für ein Kontensystem meine Frau und ich nutzen.

2x Neon: Gehaltseingang, Freizeit, Essen gehen, Reisen, Shopping, Säule 3a, Investments
1x Migrosbank Hauptkonto: Miete, Strom, Versicherung, Lebensmittel, Haushalt etc.
1x Migrosbank Sparkonto: Notgroschen
1x Migrosbank Steuerkonto: Steuern zahlen
1x Cumulus Kreditkarte: Lebensmittel, Haushalt, Mietwagen, Hotels, Flüge etc. zahlen
1x Neon invest (meine Frau)
1x Interactive Broker (ich)

Nun eine kurze Erklärung dazu. Wir erhalten monatlich unseren Gehaltseingang auf die Neon Konten. Von dort werden mittels Dauerauftrag Geld zu Migrosbank Hauptkonto, VIAC, Interactive Broker/Neon Invest, Neon Reise Space ausgeführt. Mit der Cumulus Karte wird alles bezahlt was mich und meine Frau zusammen betrifft. Das restliche Geld was auf den Neon Konten übrig bleibt wird für Freizeit, Essen gehen, Shopping etc. genutzt. Zudem nutzen wir die Karten auch für Reisen wegen des guten Wechselkurses. Was noch zu erwähnen ist, bei den Migrosbank Konten sind meine Frau und ich als Kontoinhaber hinterlegt, sprich in einem Notfall haben wir beide 100% Zugriff.

Was mich noch interessieren würde, ist, wie berechnet Ihr die Steuerlast für 2024?
Normalerweise kann man die Voraussichtliche Steuerbelastung für 2023 erst jetzt im Steuerrechner berechnen. Daher gehe ich davon aus, dass Ihr anhand der Zahlen von 2023 den Betrag für 2024 grob errechnet. Richtig? In unserem Fall ist es so, dass sich in den letzten 2 Jahren die jährlichen Einkommen ständig geändert haben (Abfindung, neue Anstellung, Verkaufsprovision). Aus diesem Grund ist es schwierig den monatlich Betrag zu errechnen. Bei einem fixen Gehalt auf beiden Seiten sollte es einfach sein die jährliche Steuerlast zu berechnen.

Ich zahle, wenn ich zahlen muss. Ich habe immer etwa 100K Cash, dank Yuh jetzt mit einem Prozent Zins. Alles was geht, zahle ich mit meiner Cashback Kreditkarte, so dass ich monatlich eine Abrechnung bekomme, was ich ausgegeben habe. Irgendeine Buchhaltung oder ein Kontensystem führe ich nicht.

1 „Gefällt mir“

Ich melde mich auch mal zu Wort, zur Zeit habe ich folgendes Kontensystem und Privat Tracke ich meine Ausgaben mir der App Home Budget.

Ich versuche überall wo es geht ebill einzurichten, auch bei Strom, Internet etc.

Die Steuern zahle ich per Dauerauftrag monatlich. Wobei meistens weniger als ich müsste, dafür kann ich mit dem Geld noch etwas arbeiten.