ETF Sparplan für die Zukunft

Hi Zusammen

Ich bin momentan daran, mein Portfolio etwas neu zu strukturieren, weil ich mich jetzt seit einer Weile deutlich mehr mit meinen Investments und langfristigem Vermögensaufbau auseinandersetze. Ziel vom Sparplan ist es einfach das Geld langfrisitg investiert zu haben und laufen zu lassen.

Bisher habe ich eher sporadisch investiert und noch nicht wirklich eine klare Strategie verfolgt. Aktuell habe ich ungefähr:

  • 3’300 CHF im MSCI USA ETF

  • 3’700 CHF im Swiss Leader Index (SLI)

Zusätzlich zahle ich seit etwa 6–7 Jahren meine Säule 3a jedes Jahr voll ein und bin mittlerweile bei VIAC im Global 100 investiert.

Jetzt hätte ich ungefähr noch 25’000 CHF, die ich investieren könnte, und möchte danach langfristig zusätzlich etwa 500 CHF pro Monat investieren.

Ich überlege aktuell, ob es Sinn machen würde:

  1. den MSCI USA und den SLI einfach weiter besparen und zusätzlich noch einen ETF dazunehmen, der das Portfolio besser diversifiziert,
  2. oder eher auf einen All World ETF setzen (eventuell zusammen mit Emerging Markets) und das Geld aus dem MSCI USA und SLI langfristig eher dort hineinfliessen lassen?

Und wie würdet ihr die zusätzlichen 25’000 CHF investieren? Eher direkt alles investieren oder gestaffelt über mehrere Monate zusätzlich zu den monatlichen 500 CHF?

Wie würdet ihr in meiner Situation das Portfolio strukturieren?

Danke euch für eure Hilfe und ich freue mich auf eure Feedbacks!

Hallo!

Ich kann deine Situation absolut nachvollziehen, da ich an fast dem gleichen Punkt stand: Ich hatte viele verschiedene ETFs und habe viel ausprobiert, bis ich gemerkt habe, dass Einfachheit oft der Schlüssel ist.

Wenn ich nicht noch ein Konto bei Saxo hätte (hab noch etwas SPIA, thesaurierend), würde ich heute alles nur noch über einen einzigen ETF laufen lassen. Meine Kriterien dabei sind klar: ein möglichst niedriger TER (Gesamtkostenquote), hohe Liquidität und ein geringer Spread.

Hier ist meine Sicht auf deine Strukturierung:

  1. Broker & Plattform: Nach gut zwei Jahren Erfahrung ist für mich Interactive Brokers (IBKR) die beste Lösung. Es ist kosteneffizient und das Umwechseln der Währungen erledigt IBKR quasi von selbst. Ich verzichte mittlerweile komplett auf die Invest-Lösungen von VIAC, Finpension, Yuh oder Swissquote für das freie Vermögen, da die Gebühren dort auf Dauer oft höher ausfallen.
  2. ETF-Wahl: Anstatt Vanguard oder Invesco (der zwar günstig, aber oft weniger liquide ist), setzte ich persönlich auf den WEBN (Amundi Prime All Country World) in Euro. Er ist extrem günstig und deckt alles ab, was man für eine breite Diversifikation braucht. Wichtig ist für mich zudem, dass der ETF thesaurierend ist, damit die Dividenden direkt wieder angelegt werden und der Zinseszinseffekt maximal wirkt.
  3. Säule 3a: Hier nutze ich – ähnlich wie du – den Global 100, allerdings bei finpension, was für mich die ideale Ergänzung ist.
  4. Die 25’000 CHF: Da du langfristig orientiert bist, spricht vieles dafür, den Betrag zeitnah (oder in 2–3 Tranchen über wenige Monate verteilt) in einen breit diversifizierten Welt-ETF zu stecken, anstatt zu viele Einzelpositionen zu pflegen.

Zusammenfassend: Ich würde das Portfolio radikal vereinfachen und auf eine „One-ETF-Strategy“ bei einem günstigen Broker setzen. Das spart Zeit, Nerven und am Ende auch Gebühren.

Viel Erfolg bei deiner Entscheidung!

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