Die Hauptfrage ist was er mit dem Geld machen will. Falls dies ausschliesslich seiner Altersvorsorge dienen soll, dann ist der Anlagehorizont noch ziemlich lang (auch bei einer Frühpensionierung) und eine Anlage mit einem (sehr) hohen Aktienanteil könnte passen, sofern seine Risikotoleranz hoch genug ist, so dass er bei einem Crash die Aktien nicht aus Panik verkauft.
Wenn er hingegen nächstes Jahr damit ein Haus kaufen möchte, dann wäre für den dazu nötigen Betrag eine Aktienanlage nicht zu empfehlen.
Wenn es etwas komplizierter ist, könnte auch eine professionelle Beratung Sinn machen. Ich würde kein Vermögensverwaltungsmandat empfehlen (typischerweise teuer mit mässiger Performance), aber eine Finanzplanung, wo er für die Beratung etwas pro Stunde bezahlt, kann Sinn machen, wenn die Situation nicht so klar ist für ihn. Und danach selber in ETFs investieren mit einer Strategie auf der Basis der Finanzplanung.
Noch ein Hinweis an dich: Es ist gut, dass du ihm helfen möchtest, aber ich würde mich vor allem auf die Aufklärung / Wissensvermittlung fokussieren und z.B. gute Artikel/Blogbeiträge empfehlen und Fragen beantworten. Die Entscheidungen soll er jedoch alleine treffen und du sollst ihn auf keinen Fall zu etwas drängen, auch wenn es gut gemeint ist. Sonst sieht er vielleicht dich in der Schuld, wenn er deiner Empfehlung folgt und es einen Marktcrash gibt.
Für den Aktienanteil ist ein All-World ETF mit vernünftigen Gebühren ein sehr guter Startpunkt. Man kann es beliebig komplizierter machen, aber das sollte er nur machen, wenn er von den Abweichungen überzeugt ist.
Und Saxo ist eine gute Wahl, wenn es ein Schweizer Broker sein soll. IBKR wäre allerdings noch etwas günstiger, vor allem da keine Stempelsteuer anfällt (und der Währungswechsel ist bei IBKR viel günstiger, sofern ETFs nicht in CHF gekauft werden).
Für ETFs in CHF bei einem Schweizer Broker wäre auch Swissquote keine schlechte Wahl. Gibt zwar Depotgebühren, aber dafür siehst du Echtzeitpreise inkl. Auftragsbuch an der Schweizer Börse und die ca. CHF 500 pro Jahr sind verkraftbar auf eine Anlage von 2 Mio. (und potentiell verhandelbar). Und es gibt viele ETFs, welche du für einen Pauschalbetrag von CHF 9 (zzgl. Börsengebühren und Stempelsteuer) handeln kannst. Ausserdem bietet Swissquote auch viele Schweizer Fonds an, welche nicht an der Börse gehandelt werden. Das kann relevant sein bei einer Investition in Obligationenfonds, da es dort keine grosse Auswahl an CHF-ETFs gibt. Für Einzelaktien und Währungswechsel ist hingegen Saxo die deutlich bessere Wahl als Swissquote.
Ich bin selbst Kunde bei allen drei erwähnten Brokern, aber ein Broker reicht grundsätzlich.