Digitaler Minimalismus

Angelehnt an den Thread zum Thema Minimalismus möchte ich mal das Thema digitaler Minimalismus aufgreifen.

Wer jetzt denkt digitaler Minimalismus heisst möglichst wenig Technologie zu verwenden, der liegt falsch. Im Gegenteil, als wichtiger Bestandteil meines Lebensstils gilt, möglichst alles was geht digital zu machen, so quasi „Digital-First“ Prinzip. Also keine Notizbücher mehr, generell Bücher nur noch als E-Book kaufen und auf dem Kindle oder iPad lesen oder hören als Audiobook, Photo Album nur noch digital, zahlen nur noch Apple Pay oder Migros App im Migros, alle Dokumente digital in der Cloud, Rechnungen nur noch online zahlen, Banking nur noch online, in der Migros nur noch mit App einkaufen und mir der App zahlen und direkt rauslaufen ohne irgend einen Apparat sonst zu benutzen oder gar an der Kasse anzustehen, Notizen nur noch digital, Task Manager nur noch digital, Kalender nur noch digital, alles schön digital durchgeplant, Musik nur noch digital, TV nur noch Streaming, News nur noch online keine Papierzeitungen, einfach alles was geht komplett digital machen.

Im Prinzip könnte ich im Notfall fluchtartig die Wohnung verlassen und mir am neuen Ort einen neuen Laptop kaufen und neues Telefon und hätte damit praktisch wieder Zugriff auf alles und eigentlich nicht wahnsinnig viel verloren dabei. Der Rest wäre relativ einfach ersetzbar.

Worum es mir geht beim digitalen Minimalismus ist, dass auch wie beim herkömmlichen Minimalismus, nur soviel zu verwenden wie wirklich nötig ist, alles möglichst einfach zu halten und das alles schön aufgeräumt ist. Habe schon Leute gesehen bei denen ist das Cloud Drive zugemüllt mit irgendwelchem Zeugs und völlig chaotisch und durcheinander so dass man garantiert nichts mehr findet, der Desktop zugemüllt mit hunderten Files und Screenshots und keine Ahnung was, ein riesen Chaos. Auf dem Handy ebenfalls ein riesen Ghetto. Wenn deren Wohnung gleich aussieht, na dann gute Nacht.

Ein paar Beispiele von mir:

  • Keinerlei Social Media verwenden und auch keine solche Accounts haben. Auch nicht wenn man gar nichts schreibt und nur gelegentlich reinschaut. Alles nur Ausreden. Kompletter Waste of Time, braucht es alles nicht.
  • Kein WhatsApp oder sonstige Messenger Apps von Facebook & Co wo man in Gruppen geadded werden kann und es dann die ganze Zeit von morgens bis abends bimmelt. Für den engen Freundes und Bekanntenkreis Threema / Signal oder so verwenden.
  • Keine gratis Zeitungen lesen - kein 20min.ch oder Blick am Abend oder sowas. Völliger Waste of Time und inkompetente Artikel. Am besten ein Digital Abo bei NZZ oder so und nur noch das lesen und that’s it.
  • Eine Liste machen mit allen Subscriptions / Verträgen etc. die man hat und die Liste so kurz wie möglich halten. Je weniger Subscriptions und Verträge mit unterschiedlichen Firmen desto besser. Konnte das gut auf ein Drittel reduzieren. z.B. alle Versicherungen bei einer Firma machen. Anstatt 5 verschiedene Dienste nutzen für keine Ahnung was irgendwie Apple One oder so machen und dann diese Tools nutzen für alles. Auch wenn es Einzelapps gäbe die vielleicht noch ein bisschen besser wären, so what. Einfachheit ist der Schlüssel. Alles kündigen was man nicht unbedingt benötigt und ggf. schauen was man konsolidieren kann zu einem Anbieter. So kriegt man dann auch nicht dauernd 100te Rechnungen, sondern halt eine wo dann alles drauf ist. z.B. auch Handy beim gleichen Anbieter wie Internet machen etc.
  • So wenige Online Konten wie möglich. Immer überlegen ob man sich da jetzt wirklich anmelden müssen oder nicht. Nie den selben Nickname zweimal benutzen auf unterschiedlichen Seiten.
  • Auf dem Handy so wenig Apps wie möglich. Das heisst nicht dass man das Handy nicht im vollen Umfang nutzen sollte, aber es braucht z.B. keine 20 Apps die sich mit Finanzen beschäftigen. Ich hatte vorher sicher gut 10-20 Banking / Finanz Apps auf dem Handy. Am besten nur 1 App für alles was mit Finanzen zu tun hat, gibt es leider nicht daher wird’s dann halt vielleicht 2-3 (1 Bank 1 3a, vielleicht noch Login App bei einzelnen Banken) aber nicht 10 oder 20. Alles so einfach wie möglich halten. So Sachen wie manuell Revolut aufladen über Neon und von da zu Wise und von dort zu Bank XYZ und dort dann überweisen auf Bank ABC und um dort dann den finalen Trade zu machen, völliger Blödsinn und widerspricht dem Einfachheitsprinzip.
  • Anzahl Geräte einschränken. Nicht PC, Laptop, iPad, Mac mini, iPhone, zweiter iPad, etc. Am besten überlegen was man braucht. Wenn man nicht viel unterwegs arbeitet dann braucht man ggf. keinen Laptop dann reicht ein PC zu Hause oder Mac, und für Unterwegs dann halt das iPad. Oder umgekehrt wenn man viel unterwegs ist dann halt einen Laptop den man zu Hause am grossen Monitor anhängt und nicht 5 separate Geräte.
  • Auf jeder Seite unterschiedliche Passwörter und einen Passwort Safe verwenden.
  • Cloud Drive und Desktop sind schön geordnet und aufgeräumt. Keine Dateien auf dem Desktop.
  • Alle wichtigen Seiten in Bookmarks die synchronisiert werden zwischen den Geräten.
  • Regelmässig Taskliste durchschauen ob alles noch aktuell ist, regelmässig die Abo-Liste anschauen und schauen ob man etwas kündigen kann.
  • Keine 5 Kreditkarten. 1 reicht zusätzlich zur Debitkarte.
  • Das Handy automatisch zu gewissen Zeiten in den „Do not disturb“ modus schalten, so dass alles komplett stummgeschalten ist. In der Nacht oder ab einer gewissen Zeit am Abend braucht es keine Anrufe mehr und kein Gebimmel.
  • Am besten Handy auch tagsüber im Stummmodus oder nur für Anrufe oder gar die Favoriten laut. Notifications nur für das allerwichtigste. Für alle anderen Apps Notifications komplett ausschalten. So fällt 95% des Gebimmels weg. z.B. laut nur für die besten Freunde oder Familie in den Favoriten, rest ist stumm und man kann zurückrufen wenn man Zeit und Lust hat. Notifications auch nur Laut für Messenger App welche im engsten Freundes- und Bekanntenkreis und Familie verwendet wird oder private Emails. Keine Gruppenchats und WhatsApp etc. das gar nicht erst installieren oder alle Notifications abschalten. Dann kann man zurückschreiben wenn man Zeit und Lust hat. Email App von der Firma komplett stummschalten. Kann man anschauen wenn einem danach ist.
  • Emails sauber halten. Am besten sowas wie Hide my Email verwenden damit man Seiten die spamen direkt sperren kann. Newsletter etc. alles konsequent abmelden, Spammer blockieren. So wenig Emails wie möglich, so dass man nur noch wenige persönliche Emails erhält die auch tatsächlich gewollt sind.
  • Anzahl Apps beschränken z.B. lediglich 3 Seiten oder so. Wenn man eine App mehr will muss eine andere gelöscht werden. So wird über die Zeit nicht mehr und mehr Mist aufs Handy geladen.
  • Alle Rechnungen via E-Bill zahlen, für regelmässige Sachen Daueraufträge einrichten etc. so das man im Bereich Finanzen praktisch nichts mehr von Hand machen muss ausser vielleicht noch 2-3 Rechnungen im Jahr bezahlen die das nicht unterstützen.
  • Kann im Migros SubitoGo empfehlen zum Einkaufen. Einfach beim reinlaufen QR Code scannen mit dem Handy, alle Artikel direkt in der Tasche verpacken und vorher scannen mit dem Handy. Am Schluss auf Pay drücken und an den Kassen direkt rauslaufen. Die Quittungen sind direkt in der App ersichtlich, man braucht die Maschinen gar nicht mehr geschweige denn Anstehen, Auspacken, Warten, wieder einpacken an einer bedienten Kasse.
  • Alles was irgendwie geht automatisieren.
  • Einen Task Manager verwenden und eine Methode finden die einem passt, z.B. Getting Things Done oder andere. So dass der Kopf weniger gestresst ist in dem er dauern an irgendwelche Sachen denken kann, und die Denkarbeit in dieser Hinsicht an den Task Manager ausgelagert wird. Das macht Platz für andere wichtigere Sachen.

Habt ihr weitere Tipps und Tricks zum digitalen Minimalismus? Sprich, möglichst Technologie nutzen um das Leben zu vereinfachen und langweilige und unnütze Sachen zu eliminieren, im Bereich des Digitalen aber nicht ins Chaos verfallen sondern auch da Minimalismus walten lassen, möglichst alles auslagern und vereinfachen so dass das Leben praktisch automatisch läuft und man seine Zeit für relevante Dinge verwenden kann?

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Hallo AlephOne

Ich habe mir das jetzt alles in Ruhe durchgelesen. Bei einigen Dingen muss ich Dir Recht geben. Bei ganz vielen Punkten finde ich jedoch: „Sorry, als Privatperson geht das - aber nicht als Unternehmer“. Zum Beispiel die Kreditkarten oder die Kontokarten: Ich habe 2 Firmen und das ergibt schon mindestens 3 Karten…

Social Media: Ja, noch so gerne. Aber als Firma mit Onlineshop sollte man irgendwie mit den Kunden in Kontakt bleiben - und auch neue akquirieren. FB und Insta (alles andere finde ich ebenfalls Quatsch: Wer braucht schon TikTok?).

Das absolut krasseste Horrorszenario hast Du aber nicht erwähnt: Zusammenbruch der Infrastruktur. Blackout und so weiter. Was dann? Genau: Dann guckt man mit so einer Lösung KOMPLETT in die Röhre. Da habe ich lieber mein Aluköfferchen mit den wichtigsten Dingen, Policen, Verträgen und anderen Kopien drin. Das nehme ich am Griff und düse ab… im Notfall. Braucht weder Strom noch sonst was :slight_smile:

Wo ich Dir 100% beipflichte: Das mit der Ordnung. Da bin ich ebenfalls absolut penibel. Und auch ich schaffe es nicht, wirklich alles so organisiert zu kriegen, wie ich es möchte.

Grüsse zu Dir
Markus

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Hier bin ich mit dir in vielen Punkten einig, absolut ein Digital-First respektiv ein Only Digital Anhänger.

Im Thema-Mail / Cloud gehe ich als Privat Person weiter:

Ich verwende eine eigene Domain aus dem Grund das ich hier etwas ein Komplexeres Konstrukt aufbauen kann, jedoch so auch die volle Kontrolle über meine Daten habe.

Hier ein Beispiel wie ich das ganze aufgebaut habe (Adressen sind allen Fake)

yannick@wawuschell.io → Hauptmail / pro User

info@wauschell.io → Team-Mailbox / Shared mailbox

alephone@wawuschell.io → Diverse Alias addressem

Warum mach ich mir den Aufwand, die Alias Adressen nutze ich, um Spamer zu identifizieren.

Je Plattform wird ein Alias erstellt, falls jetzt einer den Alias verwendet wir für Spamer ist klar wo das Datenleck ist. Kontakte Verwaltung, Backups etc.

Eigener Cloudspeicher hat den Vorteil das sehr viele Automatisierungen auf der Cloud laufen lassen kannst. Kosten pro Jahr knapp 150CHF und ist jeden Franken Wert.

Würde mich interessieren welcher Anbieter du verwendest, ich gehe hier noch ein Schritt Weiter.

Ich benutze in der Regel 2-Faktor, mit einem Mail Alias, Passwörter min. 17 Zeichen, so wie eine Rücksetzmail Adresse Welche keine Rückschlüsse auf mich enthält.

Hier bin ich etwas paranoid und Verwende mehrere PW-Tools.

Absolut! E-Bill war ein Segen, einzig das ich Mitte Jahr alle Daueraufträge anpassen muss nervt mich noch ein wenig und noch keinen Weg gefunden das Automatisch umzustellen.

Als Unternehmer kann ich dir jedoch sagen Minimalismus funktioniert nur bedingt, hier ist Ordnung der Schlüssel zum Erfolg. Eine Trennung von Unternehmen und Privatperson ist hier relativ wichtig.

Daher habe ich auch diverse App’s und Geräte Doppelt. Jedoch lässt sich das nicht vermeiden den irgendeinmal werde ich wohl mein Unternehme verkaufen wollen.

Einzig mit dem Desktop Ordnung stelle ich mich meist etwas dumm an, zwar keine Daten jedoch Unmengen Geordnete Verlinkungen etc. Hier für verwende ich das Tool Fence.

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Da hast du natürlich absolut recht. Als Firme gibt es natürlich zusätzliche Sachen und als Firma sind auch Social Media Accounts unabdingbar. Wo ich das womöglich dann lieber an eine Marketing Agentur oder so abgeben wollen würde oder so :slight_smile: aber geht natürlich in einem kleinen Unternehmen auch nicht immer.

Meine Schilderungen beziehen sich auf die Perspektive einer Privatperson.

Da hast du auch recht aber es ist ein kalkulierbares Risiko mit sehr geringer Eintrittswahrscheinlichkeit. Ein Blackout ist zwar durchaus realistisch aber nicht weiter tragisch. Das eine Cloud Lösung infolge Blackout ausser Betrieb geht ist unrealistisch. Ich rede hier von den grossen globalen Hyperscalern und Apple etc. und nicht von irgendwelchen Schweizer Hinterwäldler Anbietern. Nur schon die Datensicherheit ist viel höher als wenn man das einfach zu Hause aufbewahren würde. Daten werden 6-fach gespeichert in 3 verschiedenen Data Centern mit je mind. 2 unabhängigen Stromkreisen und dann kannst du deine Daten auch noch beliebig cross-regional in eine Regionen spiegeln und dann vervielfachst du das noch. Klar wenn die ganze Welt untergeht dann war Pech, aber dann haben wir denke ich auch andere Probleme. Und wenn in der ganzen Schweiz oder gar ganz Europe tagelang komplett der Strom ausfällt, das Mobilnetz etc. weg ist, Tage oder wochenlang, tja auch dann haben wir andere Probleme. Habe genügend Material lokal das ich mich locker ein Jahr beschäftigen könnte ohne Internet.

Aber selbst dann, die wichtigsten Daten sind synchronisiert lokal auf meinem Laptop, in der Cloud, aber auch noch via P2P auf mein lokales NAS und das NAS wiederum verschlüsselt die Daten lokal und synchronisiert sie dann nochmals in eine zweite Cloud eines anderen Anbieters aus einem anderen Land als Anbieter 1. Also habe ich die wichtigsten Daten sicher 2 mal lokal zu Hause und nochmals 2 Mal in der Cloud (und eben da mind. 6 Kopien in etlichen Date Centern).

Wenn wir das mal vergleichen, die allermeisten Banken in der Schweiz haben lediglich zwei verschiedene Data Center wo ihre Daten gespeichert werden, beide in der Schweiz und z.T. nicht mal sooo weit weg auseinander. Also mal aus der Perspektive ist meine Lösung sogar besser und geht wesentlich weiter als das :wink:

Das Ganze ist auch Null Aufwand für mich zu betreiben. Cloud Synchronisierung kommt mit dem Mac alles mit, braucht man nicht viel zu tun, dann noch Resilio Agent drauf und that’s it. Das NAS musste ich am Anfang natürlich einrichten und das Backup aber seither ist das ein Selbstläufer und updated sich selber. Brauch man nichts weiter zu tun.

Das mach ich auch so aber ich mache eigentlich nichts mehr selber. Habe früher ganze Infrastrukturen selber zu Hause oder sonst wo gehabt und auch Email Server selber betrieben aber das ist mir zu aufwändig und ich hab keine Lust mehr an so Zeugs rumzubasteln daher auch hier für alles Cloud Lösungen. Eigentlich alles von Apple mehr oder weniger inkl. Email. Das geht auch mit eigener Domain und wenn du mit Apple Login auf Seiten einloggst kreiert er automatisch ein Alias für die Seite auch als Spamschutz. Man kann aber auch selbst mit Hide my Email Aliases erstellen die man dann auch wiederverwenden kann etc. ist alles mit Apple One dabei auch 2 TB Cloud Storage.

Hatte früher auch selbst Sachen gebastelt mit AWS und Nextcloud etc. aber das ist mir zu blöd und zu viel Aufwand und Feature mässig nicht zu vergleichen mit fertigen Lösungen. Auch hier wieder völlig minimalistisch möglich nichts selber machen für alles eine fertige Cloud Lösung verwenden und Apple bietet da das rundum Wohlfühlpaket alles in einer Subscription. Apple ist im Gegensatz zu Google & Co auch viel mehr Privacy bedacht im Vergleich zu den anderen Anbietern. Zumindest reicht es für mich. Wem das nicht reicht kann die Daten ja vorher noch mit Cryptomator oder Boxcryptor verschlüsseln clientseitig.

Bitwarden, früher selbst gehostet in einem Docker Container auf dem NAS, mittlerweile die Cloud Lösung. Open Source und zuverlässig.

Verwende auch überall 2FA wo es geht zumindest auf wichtigen Seiten wo ich persönliche Daten hinterlasse etc. Speichere die Tokens aber nicht im Passwort Safe ab sondern in einer Open Source 2FA App welche den ganzen Vault lokal verschlüsselt auf dem Handy und dann in (meiner) Cloud ablegt. So sind die Passwörter und 2FA Codes separat. Passwörter versuche ich immer das Maximum zu verwenden was irgendwie geht die allermeisten meiner Passwörter sind über 64 Zeichen, aber geht leider nicht auf allen Seiten, da sind sie dann halt etwas kürzer.

Also maximal ausgelagert an Arbeit was irgendwie geht so dass ich selbst praktisch keinen Aufwand mehr habe und mich auf das fokussieren kann was ich machen will. Btw. auch der Umstieg von Windows PC auf Mac vor vielen Jahren war ein Schritt dazu. Habe früher Windows und auch Linux etc. auf dem Laptop gehabt und was man da die ganze Zeit rumdökterlen muss nervt mich. Sehe es auch auf dem Geschäfts Laptop der leider Windows drauf hat. Privat nur noch Mac, das Zeugs läuft einfach und verursacht Null Aufwand ist dafür auch etwas teuerer.

Ja klar, als Unternehmer braucht es da ein bisschen mehr und auch die Trennung von Privat und Beruf finde ich sehr wichtig. Wenn ich eine Firma hätte würde ich aber auch da von A-Z komplett alles in der Cloud machen. Würde mir da Office 365 for Business holen und dann von Email zu Dokumenten etc. alles komplett in der Cloud haben. Je nach Unternehmensart selbst das ERP Addon dazu auch aus der Cloud. Nichts selber machen in dieser Hinsicht :slight_smile:

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bin auch bei Bitwarden und super glücklich damit.

Der Rest der Diskussion ist etwas viel für mich gerade; denke auch hier jeder Person das, wie es passt, auch wenn ich grundsätzlich für digitale Entschlackung bin; Ordnungswahn finde ich aber nicht besser als totales Puff, dies ist allerdings meine Einstellung im Grundsatz: Das Mittelding war und ist für mich die beste Lösung.

Persönlich kann ich soviel dazu beitragen, dass ich immer extrem dicke Portmonees mit tausend Kundenkarten etc. dabei hatte, kein Vertrauen ins digitale Hinterlegen, weil ich halt auch immer Handys mit zu wenig Speicher hatte für was aktuell gerade läuft (ihr mögt euch aus anderen Threads vielleicht daran erinnern, dass ich selten bis nie was nachkaufe und bei Handys auf Auslaufmodelle oder Geschenke gehe).
Letztes Jahr dann aber die Möglichkeit und den Willen umzustellen, laufe seither mit einem Secrid-Wallet und dem Handy rum, und meist eigentlich nur noch mit Handy weil mittlerweile so gut wie alles drauf ist. Und ich bin soooo glücklich darüber.

Ich kenne mich aber: Ich glaube alles gut abgesichert zu haben, aber falls mal was passiert und ich einem Megaaufwand habe, wieder an all meine Daten etc zu kommen, fluche ich wieder wie eine Wilde.

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Ein sehr wichtiger Grundsatz zum „Digitalen Minimalismus“ fehlt hier komplett.

Möglichst nur Open Source zu verwenden. Lieber Commandline als überladene GUIs. Keine Bloatware und mit Features überladene Sachen.

Keine Werbung akzeptieren, solche Firmen meiden und den Rest mit einem Adblocker „wegzaubern“.

Obwohl diese Produkte-Empfehlungen für Datenschutz/Sicherheit optimiert sind, eignen sich sehr gut für Minimalismus: https://www.privacyguides.org/

z.B Proton statt Google Mail, OpenWrt statt proprietäre Firmware des Routers, etc

Ich denke das kommt sehr drauf an. Viele Open Source Software ist im Vergleich zu den kommerziellen Produkten eine absolute Katastrophe von der Usability her und vom Design. Ich hatte zwar lange Zeit auch das Bedürfnis möglichst überall Open Source anzuwenden und hatte daher auch Linux auf meinem Laptop, doch mit der Zeit habe ich gemerkt dass viele dieser Open Source Software einfach total amateurhaft entwickelt sind, vieles davon völlig unbrauchbar ist oder total hässlich aussieht. Vielleicht sind auch Treiber gar nicht in der nötigen Qualität verfügbar, z.b. Skype auf Linux war Video dermassen viel schlechter als wenn das einfach auf Mac läuft.

Für mich ist ein Computer kein Selbstzweck, d.h. ich möchte mich möglichst wenig mit irgendwelchen Computer Problemchen beschäftigen sondern es muss einfach laufen, die Dinge müssen möglichst simpel und einfach sein, so dass man als Benutzer möglichst nichts damit zu tun hat und einem die Software dabei unterstützt das zu tun was man eigentlich tun wollte.

Das selbe Spiel auf dem Handy. Hatte auch schon Open Source Firmware drauf, das ist dann dauernd irgendwie abgestürzt etc. oder auch OSS-Apps zum zum Teil eine Katastrophe vor allem Design technisch das Zeugs sind einfach hässlich aus.

Daher bin ich wieder zurück auf Mac, da sieht alles schön aus, es ist nicht Bloated wie z.B. bei Windows, ebenfalls ein Unix Terminal zur Hand, aber das Design ist schön und die Apps sehen auch schön aus. Finde auch Apple im Vergleich zu Google viel besser was z.T. Privacy Sachen anbelangt. Es ist einfach ein guter Kompromiss und unterstützt aber voll das Prinzip des Digitalen Minimalismus, möglichst wenig, möglichst simpel. Bei OSS ist das zum Teil nicht der Fall da die Prozesse nicht so gut unterstützt werden damit, das Zeugs meistens hässlich aussieht und drittens es von Amateur Entwicklern umgesetzt wurde und damit auch zur Hälfte nicht richtig funktioniert.

Es gibt natürlich auch gute OSS, darum bin ich ja auch auf Bitwarden gekommen bzgl. Password Safe.

Ja das sehe ich auch so. Kann Werbung nicht ausstehen.

Ja Google sicher nicht, aber da gibt es ja sicher genügend Alternativen die auch gut sind aber nicht Google. Proton hat ich auch schon aber ist wieder zu umständlich, d.h. weniger für Minimalisten geeignet, viel zu teuer, und zudem sehr viele Amerikaner im Management, es gab ja auch schon Gerüchte, dass Proton ein FBI Honeypot ist oder von der CIA finanziert wird. Da kann ich auch grad so gut komfortablere Email Anbieter nutzen.

Ja die Idee hätte ich früher auch aufgebracht aber das ist im Prinzip overkill. Reine Zeitverschwendung. Die Standard Firmware ist gut genug und bei einem Router muss ich mir jetzt nicht allzu viele Gedanken machen, der Grossteil des Traffics ist ja sowieso verschlüsselt.

Bei mir läuft praktisch alles auf Apple, so hab ich nur eine Subscription für alles, es funktioniert einfach alles ohne basteln, es passt in mein Ecosystem und sieht auch noch schön aus. So stelle ich mir Minimalismus in der digitalen Welt vor.

Alles nur Open Source ist mir zu idealistisch und bringt viel mehr Aufwand, weniger Komfort und es ist weeeeeeeesentlich weniger angenehm mit dem Zeugs zu arbeiten, weil das Zeugs meistens echt scheisse aussieht. Somit wäre das dann eher entgegen digitalem Minimalismus.

Das liegt ja im Auge des Betrachtetrs bzw. welchen nutzen ich aus Produkten ziehen will/muss.
Ich finde Open Source auch toll aber was mich dort stört dass sich dort alles sehr oft einen (oft kleinen) Nutzen dreht. Heisst ich habe dann 20 kleine Tools die irgendwas super toll machen können aber die Kommunikation und der Datenaustausch untereinander ist nicht gewährt.
Da habe ich lieber eine Software die alles kann und für manchen als überladen daher kommt. Aber ich brauche diese Features bin sehr dankbar darüber.

Und wie @AlephOne ist für mich primär einfach wichtig, dass alles einenander greift und funktioniert ohne ständig was Schrauben zu müssen. Dafür bin ich auch sehr gerne bereit Geld auszugeben!