Alternative Anlagen

Hi zusammen,

Mittlerweile gibt es Apps / Plattformen, die versuchen, alternative Anlagen möglichst einfach investierbar zu machen.
Konkret kann man sich mit Anteilen an Sammlerstücken, Uhren, Whisky, Wein etc. beteiligen
Mir bekannt sind die Anbieter Splint invest und timeless investments.

Mich würde es interessieren was ihr davon hält, eure Erfahrung mit solchen Plattformen oder ob ihr selbst in irgendeiner Weise in alternative Anlagen investiert.

Bin kein Fan von solchen Plattformen und auch nicht von solchen Investments. Zudem möchte ich möglichst wenig Anbieter haben und extra deswegen wieder einen neuen Account und eine neue App oder so eröffnen würde ich nicht machen. Sprich, wenn ich es bei meinen bisherigen Broken/Bank nicht kaufen kann dann kaufe ich es nicht.

Wenn ich etwas davon kaufen würde dann am ehesten Uhren. Aber dann würde ich ein paar einzelne Uhren direkt kaufen anstatt nur virtuell und nur Anteile davon. Konsumierbare Güter wie Wein oder Whiskey würde ich nicht kaufen.

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Ich muss sagen, ich finde das Konzept an sich relativ eine gute Idee.

Auch das man als kleinerer Investor die Chance hat z.b einen Teil einer Nautilus 5712 als Uhrenliebhaber oder einen Teil Schumachers Racing Helm als F1 Liebhaber zu sein.
Dort sehe ich eher das Problem das du als Privat Investor erstmals einen grossen Betrag dafür investieren müsstest und zweitens du zuerst mal an diese Ware kommen musst.

Jedoch kann ich mich mit solchen Plattformen noch nicht ganz identifizieren.
Vor allem möchte ich wen ich solche Investments tätige, dieses Stück auch mal Live zu Auge bekommen. Dort ist Timeless anscheinend bereits etwas mit einem Showroom am planen.

Auch passen mir die Hohen Anteile welche da zum teil vergeben werden nicht.
z.b 120 Anteile für einen Nike Air Max mit einem Drop-Preis von 1200€.

Wenn ich schon Anteile solch einer Uhr habe möchte ich die wenigstens ja auch mal tragen bzw. zumindest mal ansehen könnten. Ich würde Uhren kaufen weil sie mir gefallen und nicht nur wegen der Anlage. Wenn ich mir halt keine 100k CHF in eine einzelne Uhr leisten kann kaufe ich halt eine etwas günstigere die mir auch gefällt für vielleicht 30k CHF dafür gehört sie dann wirklich mir und ich kann sie tragen und anschauen.

Bei diesen Plattformen würde mich nicht nur stören dass es wieder eine zusätzliche App bzw. ein zusätzliches Konto irgendwo ist, sondern auch dass man da ja auch nicht wirklich kontrollieren kann was abgeht.

Ich meine, besitzen die da tatsächlich diese Stücke? Oder kaufst du einfach Anteile das sie gar nicht haben (oder nicht mehr haben) und sie bilden einfach den Preis irgendwie ab? Was dann wenn sie Pleite gehen? Gut man könnte wenn es sauber reguliert und gemacht wird ja auch einfach Derivate herausgeben, d.h. sie halten einfach eine gewisse Anzahl stabiler Wertanlagen wie z.B. Gold oder Aktien als Collateral und für die Differenz machen sie eifach einen Deal mit einer Investment Bank oder so die dafür aufkommt und dafür eine Gebühr bezieht, ähnlich wie bei synthetischen ETFs.

Ist mir auch etwas schleierhaft wie das Business Modell aussieht, das skaliert ja gar nicht wenn sie da für jede Anlage etliche Dokumente erstellen müssen und dann kommen da Leute mit 50 EUR Mikroinvestments, da stellt sich etwas die Frage wie sich das für sie lohnt/rechnet.

Alternative Anlagen ein klares Ja. Jedoch auch nicht nur bei Luxusgütter
Solche Platformen Nein.

Das sehe ich so wie AlephOne.

Absolut eine Investionsmöglichkeit aber mit dem Preis ab 115k CHF für mich ein zu Hoches Risiko, da ich sowiso alles Verlege.
Ich bin mir schön seit Längerem am Überlegen eine QLOCKTWO von Biegert & Funk für .ca. 10kCHF für die Wohnung zu Kaufen.

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Gundsätzlich denke ich, dass hier der Unterschied zwischen Besitz und Anlage massgeblich ist. Wenn mir eine Uhr gefällt und ich sie auch tragen möchte, dann kann ich sie kaufen. Ob es ein Modell ist, das in der Zukunft an Wert gewinnt, ist, zumindest für mich, eher sekundär, aber natürlich nice to have.
Kaufe ich eine Uhr als Anlage, dann ist natürlich die zukünftige Wertentwicklung der primäre Grund. Genau darauf zielen diese Plattformen mMn ab. Es wird eine Anlage in alternativen Vermögenswerte ermöglicht, welche möglichst einfach zugänglich sein soll. Versicherung, Lagerung, Bewertung, Verkauf etc. wird von den Plattformen übernommen.

Ich finde es auch interessant, dass man mit ein solcher Plattform auch eine gewisse Diversifikation erreichen kann. Es gibt natürlich erstmals die Diversifikation durch die Anlageklasse an sich und zudem durch die Möglichkeit sich Anteile von mehreren Assets zu sichern. Was mich zB bei einer Uhr (als Anlage) stört: Ich kann mir eine Kaufen, aber brauche dafür relativ viel Kapital und habe somit nur ein Stück und habe ein gewisees idiosynkratisches Risiko. Wenn ich die Möglichkeit habe, Anteile von mehreren Uhren zu erwerben wäre das aus Diversifikationssicht sicher nützlich.

Ein Ort, wo man diese Anlagen einsehen könnte wäre natürlich cool, aber denke die Kosten wären zu hoch. Allerdings könnte man das doch 1-2 mal im Jahr organisieren, villeicht ist das realistischer?

Eine zusätzliches Konto zu erstellen und eine zusätzliche App zu haben ist natürlich mühsam, stört mich aber weniger wenn ich nur 3-4 mal im Jahr reinschaue. Aber ja, wäre das im Depot ersichtlich wäre das natürlich angenehm.

Ich habe mir mal ein Anteil auf der Plattform (des CH Anbieters) geholt und bin mit der Dokumentation erstmals zufrieden. Gemäss diesen Dokumenten wird ein Asset in einem Schliessfach (weiss nicht wie es mit Whisky / Wein aussieht) bei einer Bank gelagert. Der Name der Bank, der genaue Aufbewahrungsort Adresse und Kopien der Verträge sind auf der Plattform abgelegt. Zudem ist der Kaufvertrag des Assets auch auf der Plattform vorhanden, sowie der Vertrag der Versicherung. Insofern scheint es so, als existiere das Asset und dass es von der Firma aufbewahrt wird.

Wie verdient die Firma damit Geld? So weit ich das gesehen habe, gibt es eine fixe Research Gebühr pro Jahr (relativ tief, 3euro im meinem Beispiel), eine Gebühr bei Verkauf (in %, in meinem beispiel 2%). Mein 50 euro anteil hat einen anlagewert von 46 euro, die 4 euro differenz ergibt sich in dem Fall aus der Plattformgebühr (Einnahmen für Anbieter) und den Unterhaltskosten (versicherung, Schliessfach). D.h. die Kosten sind (aktuell) eher hoch, was für eine alternative Anlage aber zu erwarten war.
Klar scheinen die Einnahmen auf den ersten Blick nicht gerade viel für eine Firma, aber ich denke der Plan ist es das Angebot zu erhöhen und durch Volumen Einnahmen zu generieren und vlt diese Expertise und Service für andere Firmen (banken etc anzubieten).

Grundsätzlich sind solche Anlagen mMn eher ein Nischenprodukt. Erstens sind solche Anlagen eher illiquide und Kapazitätsbeschränkt, weswegen es schwierig sein wird ein Fonds etc aufzusetzen. Allerdings könnte man es ähnlich wie ein Private Equity Fonds gestalten, indem man eine fixe Laufzeit, wenige Bewertungen pro Jahr und den Verkauf nur gegen Ende der Laufzeit ermöglicht. Aber dann wäre ein solches Investment nur wenigen und spezialisierten Investoren zugänglich.

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Ich persönliche würde solche Sachen eben eher als Liebhaberobjekt kaufen weil mir eben die Uhr gefällt oder ich eine Whisky Kollektion zu Hause habe etc. und weniger als reines Investment, wenn die Wertsteigerung dazu kommt umso besser. Deshalb hab ich es auch etwas aus diesem Blickwinkel betrachtet, aber generell hast du da natürlich recht.

Ja das stimmt, kommt natürlich etwas auf das Portfolio an. Wir wissen ja auch das der Diversifikationseffekt relativ rasch abflacht und der Nutzen von zusätzlicher Diversifikation relativ rasch stark abnimmt (diminishing returns) und keinen weiteren Nutzen bringt wenn man ansonsten ein schon relativ gut diversifiziertes Portfolio hat.

Also rein deswegen würde ich jetzt nicht sagen das man auf Teufel kommt raus unbedingt nochmals etliche zusätzliche Anlageklassen und da dann unbedingt wieder möglichst viele Positionen braucht. Klar wenn man jetzt auf alternative Investments in dieser Sparte fokussiert sollte man sich natürlich schon breit ausrichten.

Möglich allerdings sind das ja schon alles ziemlich spezifische Einzelprodukte daher denke ich ist Research und auch das Handling des ganzen Betriebs hier sicher nicht günstig und skaliert auch nicht so gut wie wenn man einfach irgendwelche Parameter definiert und der Rest dann mehr oder weniger automatisiert läuft.

Wie auch immer, habe gesehen Splint Invest wurde von F10 begleitet, somit sicherlich nicht hoffnungslos verloren - sie werden sich sicherlich etwas dabei gedacht haben :slight_smile: Bin gespannt was daraus wird.

Genau, das ist der Punkt welcher mich auch etwas stört.
Ich möchte dieses Objekt Live betrachten können wie z.b in einem Showroom.
Um zu sehen ob dieses Stück auch wirklich in den Händen dieser Plattform existiert.

Bei einem Verkauf möchte ich es auch mitverfolgen können.
Wie,Wo,Wann an wen es Verkauft wird.

Definitiv ein nices gadget mit Style. Am besten die auf Schweizerdeutsch :smiley:
Jedoch nicht als Investment zu betrachten.

Absolut ein geniales Desiner Objekt. Ob als Investment zu Betrachten oder nicht ist jedem selber überlassen. Ich Persöndlich bin der Überzeugng das Möbel, Kleider, Kunst und Uhren ab einem gewissen Kult oder Desiner Status immer einen Wiederverkaufswert haben daher würde ich es als kleines Alternatives Investment oder zumindest als Wertposition anschauen.

Ein Beispiel aus meiner Wohnung, ich hab vor ein paar Jahren auf dem Occasion Markt USM Haller Möbel gekauft für knapp 500CHF, mit teilen ergänzt für ca. 400CHF hab daraus 3x verschide Möbel Erstellt. Eines Steht bei mir im Büro die anderen zwei hab ich für gesamthaft 2500CHF weiter verkauft also Würde ich sagen die Rendite ist nicht schlecht.
Natürlich hab ich ca. 5 Arbeitstunden darin Investiert mit Abholen, Materialbestellen, Umbauen und Verkaufen. Jedoch wenn ich ein IKEA Regal gekauft hätte hätte ich vileicht nur 3h investiert jedoch auch keinen Wiederverkaufswert respektive keine Revinanzirung.

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Definitiv, jedoch sehe ich(!) bei diesem Produkt auch in Zukunft keine wertsteigerung oder werterhalt. Deshalb diese aussage von mir.

Als Wertposition definitiv. Einen Wiederverkaufswert hat eine Qlocktwo auf jeden fall. Jedoch wird dieser unter dem bezahlten Preis sein.

Aber wen sie einem gefällt, weshalb nicht - finde das ding auch recht nice :slight_smile: