Wichtige Info für wahrscheinlich viele Anleger hier:
J. Safra Sarasin schliesst Übernahme von Mehrheit an Saxo Bank ab. Durch die Transaktion hält Safra Sarasin nun rund 71 Prozent an der Saxo Bank. euer CEO der Saxo Bank wird Daniel Belfer, der bisherige CEO von J. Safra Sarasin.
Die Bank J. Safra Sarasin AG (bis 2013 Bank Sarasin & Cie AG) ist eine 1841 gegründete Schweizer Privatbank mit Sitz in Basel, die sich im Besitz der brasilianischen Safra Group befindet.
Aktuell ist nicht bekannt, ob J. Safra Sarasin plant, die bestehende Gebührenstruktur etc. anzupassen.
Positiv (meine Gedanken): Schweizer Privatbank, statt Dänische bzw. Chinesische Eigner.
Negativ (meine Gedanken): Unklarheit, wie es weitergeht
Stand doch nicht zu übersehen in den News, selbst von Saxo kam eine Infomail. Bei den Gebühren kann ich mir nicht vorstellen, dass sie da grosse Sprünge machen, sonst ist das neu gewonnene Kapital schneller weg, als sie „Saxo“ aussprehcen können.
Ich beobachte die Sache sicher mit Argusaugen, vor allem in Sachen Gebühren etc. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man bei J. Safra Sarasin schon eine Strategie hat, wie man Saxo als Tocherfirma bzw. Zweitmarke positionieren möchte. Die alten Eigentümer (Geely / Sampo) haben wohl massive Preissenkungen vollzogen, um ihre Nutzerbasis für den Verkauf oder Börsengang aufzupumpen. JSS ihrerseits wird womöglich die „Kampfpreise“ von Saxo auf den Prüfstand stellen, um die Margen zu sichern.
Es kann aber auch sein, dass man bei JSS bewusst eine zweigleisige Strategie fahren will und einerseits unter der Marke J. Safra Sarasin Premium Anlageprodukte vertreiben wird, während man unter der Marke Saxo eher die digital- affinen, aber eher preissensitiven Kunden mit Tiefstpreisen bedienen möchte.
Denkbar ist zudem auch, dass künftig Syniergien bei den internen Abwicklungskosten gesucht werden, indem z.B. auf die Saxo- Plattform gesetzt wird.
Ich bin jedenfalls momentan eher vorsichtig, bei Saxo grössere Beträge anzulegen, mir fehlt das Vertrauen in den neuen Eigner und dass der nicht plötzlich Depotgebühren einführen wird.
Aber eben, es kann auch sein, dass man bewusst zwei Segmente fährt mit einer Hauptmarke für Premium- Kunden und eine Zweitmarke mit Kampfreisen um den Abfluss von Geldern zu günstigeren Anbieteren zu vermeiden. Eine mögliche Strategie von JSS könnte sein, Saxo preislich unterhalb Swissquote zu positionieren. Swissquote ist in meinen Augen nicht günstig, auch wenn die Preise unter denen praktisch aller Klassischen Haus- und Privatbanken liegen.
Leider kann wohl niemand die Zukunft voraussehen. Eventuell wäre es aus Gebührensicht auch gar nicht schlecht, auf ausländische Broker wie IBKR zu setzen, welche halt wiederum andere Nachteile mit sich bringen (z.B. Webseite auf Englisch, kein Schweizer Steuerverzeichnis etc.).