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Zen Investors reales Depot

Hallo zusammen,

ich stelle hier mein reales Depot vor, weil ich glaube, mittels meiner Strategie (siehe separates Thema) den Markt zu schlagen.

Ich schwöre, das Depot und die Transaktionen vom 1.September 2019 bis heute entsprechen der Wahrheit.
Weitere Beweise für die vergangenen 2 Jahre werde ich nicht liefern.

Ab jetzt werde ich alle Käufe, Verkäufe, Einzahlungen, Auszahlungen, angefallenen Gebühren und sonstige relevante Veränderungen meines realen Depots innert 7 Tagen hier hin schreiben.

Anzumerken ist, dass ich im Jahr 2020 2 mal fast das ganze Geld vom Depot für eine Verwandte benutzen musste.
Aus diesem Grund zeigt das Liniendiagramm dann eine flache Linie an.
Dadurch ging auch extrem viel Performance verloren, da ich gerade ab April 2020 gar nicht mehr investiert war.

Ich benutze die Open-Source-Software Portfolio Performance für die Darstellungen.
Auch Thomas, der Sparkojote, und Gründer dieses Forums benutzt dieses Programm.

Den aktuellen Stand könnt ihr den folgenden Bildern entnehmen:







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Noch ein paar Zusatzinfos über geplante Aktionen.

Ich plane weit voraus und halte meine Aktien eher lange.

Durch Anpassungen meiner Strategie sind nun mehrere Aktien zu Verkaufskandidaten geworden.
Diese verkaufe ich aber nicht hektisch, sondern erst, wenn zumindest ein minimaler Gewinn nach Gebühren vorliegt.

Derzeit bestehen folgende Verkaufsaufträge, alle gültig bis 31.03.2022.

Angegeben ist immer das Verkaufs-Limit (dh das ist der Mindestkurs, zu dem ich verkaufe, darunter nicht) und der Name des Unternehmens.

800	Swiss Life
160	Helvetia
60	Züblin Immobilien
230	Valora
940	BVZ
68	Feintool
75	CPH Chemie + Papier
368	Plazza

Weiters ist ein Nachkauf geplant, wenn eine Aktie 20% unter dem Einkaufspreis liegt. Valora, die ich für knapp unter 200 gekauft habe, sind derzeit recht nahe dran und würden bei 160 nachgekauft werden.

Bei den Verkaufsaufträgen ist Chemie + Papier am Nächsten dran.
Plazza ist am Zweitnächsten dran.

Die Verkaufsaufträge sind schon fest eingegeben, dh auch ohne mein Zutun werden die Aufträge ausgelöst.

Weiters plane ich, ab November monatlich 1’000 einzuzahlen.
In der Woche vom 29.November erstmals, und danach alle 4 Wochen, in den durch 4 teilbaren Kalenderwochen.

Ihr seht also, es wird weit voraus geplant.

Die Anpassungen an der Strategie bringen das natürlich ein bisschen durcheinander.

Du hast sagen wir Aktie X im Portfolio. Nun gibt es ja eine Regel die besagt, wenn du jetzt einen Betrag zur Verfügung hättest um Aktie X zu kaufen, würdest du sie jetzt kaufen oder nicht? Wenn ja, dann sollst du sie behalten, wenn nicht, dann solltest du verkaufen. Denn dein Einstandspreis hat ja keinerlei Einfluss auf die zukünftige Preisentwicklung. Die Aktie sinkt oder steigt unabhängig von deinem Einstandspreis. Ein psychologischer Effekt bzw. Bias, dass Leute nicht mit Verlust verkaufen wollen.

Daher die Frage, warum ignorierst du in so einem Fall dein Verkaufs Signal bzw. warum ist dir der Einstandspreis so wichtig?

Lieber AlephOne,

Also bei denjenigen Aktien, die ich jetzt verkaufen will, ist es so, dass ich nach den neueren, etwas verschärften Regeln, nicht mehr zu kaufen sind (weil die Preislimits tiefer berechnet werden).

Also ich mache das so:
Es gibt ein Kaufs- und ein Verkaufslimit.

Beispielsweise ist bei der Aktie X das Kauflimit bei 100, das Verkaufslimit bei 200.
Das heisst, unter 100 kaufe ich sie, über 200 verkaufe ich sie.
Dazwischen halte ich sie, würde sie aber nicht neu kaufen.

Was du meinst ist, dass ich sie bei zB 180 trotzdem kaufen müsste, weil wenn ich sie schon hätte, würde ich sie ja auch bei 180 noch behalten.

Das Problem: Dann dürfte ich nur 1 Grenzwert haben, zB 200.
Darunter kaufen, darüber verkaufen.

Das würde aber dazu führen, dass ich auch mal eine Aktie für 190 kaufen müsste, und bei 200 wieder verkaufen.
Das sind dann 5% Gewinn, die von den Gebühren gefressen werden.

Also die Gebühren sind ein Grund, dass ich eine gewisse Differenz zwischen Kauf und Verkauf mache.

Der Kaufmann weiss: Im Einkauf liegt der Gewinn.

Wenn eine Aktie während 3 Jahren immer zwischen 80 und 160 schwankt, und später steigt sie auf 200, dann spielt es eine riesige Rolle, zu welchem Preis du gekauft hast.

Von 160 auf 200 sind es 25% Rendite.
Von 80 auf 200 sind es 150% Rendite.

Oder anders:
Hätte ich 1’000 CHF eingesetzt zum Kurs von 160,
hätte ich 6 Aktien gekauft.
Einkaufspreis: 960
Verkaufspreis: 1’200
Gewinn: 240

Bei einem Kaufkurs von 80 und ebenfalls Einsatz 1’000 CHF hätte ich 12 Aktien bekommen.

Einkaufspreis: 960
Verkaufspreis: 2’400
Gewinn: 1’440

Also in dem Fall bedeutet halber Einkaufspreis gleich 6-facher Gewinn.

Dies weil die Aktien die 6-fache Rendite machen von 80 auf 200 im Gegensatz zu 160 auf 200.

Klar ist das ein extremes Beispiel.

Aber es zeigt eben, dass bei einem Kauf zu 50% günstiger der Gewinn nicht um 50% oder 100% steigt, sondern um 500%.

Daher warte ich in so einem Fall natürlich lieber mehrere Jahre bis der Kurs kurzzeitig auf 80 abtaucht.
Ja, mir ist klar, dass dieser Kurs vielleicht nie erreicht wird (aber dann kaufe ich andere Aktien).
Und mir ist klar, dass man nicht jahrelang nicht investiert sein sollte,
weil man irgendwann die Rendite nicht mehr aufholt.

Der Einkaufspreis entscheidet deutlich über die Höhe des Gewinns.

Nachtrag:

Ich hatte direkt nach dem Absenden genauer verstanden, was du meinst.

Du meinst:
Nach meinen geänderten Regeln sind gewisse Kandidaten Verkaufskandidaten.
Diese sollte ich demnach sofort verkaufen, unabhängig davon, ob sie im Plus oder im Minus stehen.

Das mag man so sehen.
Allerdings glaube ich ja trotzdem noch, dass die Aktien eigentlich unterbewertet sind, und langfristig eher aufwärts tendieren sollten.
Und dann könnte man ja auch sagen, ich verkaufe erst, wenn kein Verlust mehr da ist (inklusive Gebühren), so dass mich die Regeländerung nichts kostet.
Ein Teil der Aktien ist knapp im Plus (die verkaufe ich am Montag),
ein Teil (vor allem Valora) sind im Minus.

Und da es derzeit auch nicht eilt (weil ich den Cash nicht zwingend für Käufe brauche), kann ich mir mit dem Verkauf Zeit lassen.

Ich passe am Montag dann schon ein paar Verkaufslimits an bzw. verkaufe ein paar Aktien (zB CPH Chemie + Papier) sofort.

Bei Valora bin ich im Minus. Aber es ist nicht nur so, dass ich keine Lust habe, mit Verlust zu verkaufen.
Ich bin davon überzeugt, dass sie mal wieder steigen wird.
Daher hoffe ich, das geht nicht zu lange und somit kosten meine Regel-Änderungen nichts.

Dass man nicht aus Angst vor Verlusten so handeln soll, sehe ich auch so.
Aber hier gehe ich davon aus, dass die Aktien doch recht niedrig bewertet sind und daher steigen sollten.
In diesem Fall kann ich das ausnutzen, damit mich die Regeländerung nichts kostet.

Es kann halt dazu führen, dass ich 2-3 Aktien (die ich zu den aktuellen Kursen nicht mehr kaufen würde) 2-3 Jahre halten muss, bis ich sie loswerden kann.

So, ich passe die Kauf- und Verkaufsaufträge weiter an.

Offene Verkaufsaufträge (alle gültig bis 31.03.2022,
jeweils alle Aktien werden verkauft):

Plazza 336
CPH 72
Feintool 68
BVZ Holding 940
Valora 206
Züblin 60
Helvetia 160
Swiss Life 800

Offene Kaufaufträge (Nachkäufe):

BVZ Holding 650 2 Aktien
Valora 160 6 Aktien

Ich hänge hier als Bild die aktualisierte Berechnung an,
wie sich mein Vermögen entwickeln würde,
wenn ich monatlich 1’000 einbezahlen würde,
bis ich 100’000 einbezahlt hätte,
und bei jeweils 20% Rendite (davon 2% Dividenden, 18% Kursrendite).

Die Dividenden reinvestiere ich (falls das noch nicht erwähnt wurde).

Heute morgen wurden CPH Chemie + Papier für 72,20 verkauft,
alle 15 Stück.

15 Stück
72,20 Verkaufspreis

Total

1’083.

Abzüglich Gebühren:

26,81 Gebühren
ergibt
1’056,19 Gutschrift auf Konto.

Damit ist der Kontostand
3’456,45 CHF

Mein Verkauf ist sogar bei der „Timeserie“ unter https://www.cash.ch/aktien/cph-chem%26pap-h-n-a--162471/swx/chf zu sehen.
Um 09:06:55 Uhr.

Zudem besitze ich noch alle (ausser CPH) Aktien, die man in den obigen Screenshots in der Depot-Übersicht sehen konnte.

Und hier (ging im ersten Posting wohl vergessen) mal die Vermögens-Übersicht.

Die Kurse entsprechen dem Stand von heute morgen um 09:25 Uhr.
Zu sehen sind die Anzahl Aktien, der Wert meines Depots, etc.

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Auf Vorschlag von Aleph One in Diskussion zur Strategie von Zen-Investor (Value Investing) - #70 von AlephOne versuche ich nun, nachzuweisen, dass ich den Markt dauerhaft schlagen kann.
Die diesbezügliche Diskussion und Auswertung findet in Ich versuche den Markt zu schlagen statt.

Aber damit es gut nachvollziehbar bleibt, stelle ich folgende Regeln für mich hier drin auf:

Regeln

  1. Alle Käufe, Verkäufe, Ein- und Auszahlungen, erhaltene Dividenden, Aktiensplits und sonstige Transaktionen und Veränderungen am Depot werden hier innert 7 Tagen nach der Änderung oder der Handlung publiziert.

  2. Die Handlungen werden kurz begründet, entweder mit „planmässige monatliche Einzahlung“ oder Verweis auf den genauen Punkt der Regeln und kurzer Erklärung dazu.

  3. Relevant für die Endauswertung sowie Zwischenauswertung ist jeweils ausschliesslich, ob mein reales Depot den Swiss Performance Index, den Euro Stoxx 600 und den MSCI World über den gesamten Zeitraum vom 1.November 2021 bis zum Tag der Zwischenauswertung geschlagen hat.
    Dabei spielt es keine Rolle, dass im jeweiligen Index keine Gebühren erhoben werden.
    Der Hauptbenchmark ist der Swiss Performance Index, der auch alle Dividenden einbehält.
    Meine Strategie hat ihr Ziel erreicht, wenn mein reales Depot (Aktien und Cash-Anteil) den SPI inklusive Gebühren übertrifft.

  4. Die Volatilität (Schwankungsbreite) ist hierbei nicht als Risiko zu betrachten.
    Es gibt nur das Risiko, dass eines der von mir gehaltenen Unternehmen Konkurs oder aus anderen Gründen die Aktie ein dauerhafter Verlust bleibt.
    Starke Schwankungen hingegen zählen gemäss Lehre von Warren Buffett explizit nicht als Risiko, da ich nicht Kurse kaufe, sondern mich an realen Unternehmen beteilige.
    Auch wenn alle meine Aktien zu einer Zwischenauswertung im Minus stehen, hat das keinerlei Relevanz, solange ich besser als der SPI bin.

Ich habe heute 1’000 CHF auf mein Aktien-Depot bzw. das Verrechnungskonto einbezahlt.

Erfahrungsgemäss wird das Guthaben am 11.November (+/- 1 Tag) gut geschrieben.

Der Cash-Bestand steigt damit diese Woche auf 4’456,45 CHF.

Wochen-UPDATE

Aktuell offene VERKAUFSAUFTRÄGE (es wird immer die gesamte Position verkauft):

  1. Plazza bei 340 CHF, gültig bis 31.03.2022.
  2. Züblin Immobilien bei 33 CHF, gültig bis 31.05.2022.

Aktuell offene KAUFAUFTRÄGE :

  1. BVZ Holding, 2 Stück, Limit 615 CHF, gültig bis 31.03.2022.
  2. Valora Holding, 7 Stück, Limit 150 CHF, gültig bis 31.03.2022.

Änderungen an der META-STRATEGIE:

  1. Ich zahle neu nur noch 500 CHF pro Monat ein.
  2. Im Dezember 2021 wird letztmals 1’000 CHF einbezahlt.

Sonstige ÄNDERUNGEN AM AKTIEN-DEPOT:

  1. 1’000 CHF kamen am 10.November 2021 auf dem Konto an.
  2. Dadurch ist der Cash-Bestand nun 4’456,45 CHF.

Der langfristige Plan sieht nun so aus:
(Es werden 500 CHF pro Monat angespart, bis April 2028, bis 50’000 CHF.)

Und der aktuelle Stand im Depot sieht so aus:

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UPDATE

Aktuell offene VERKAUFSAUFTRÄGE (es wird immer die gesamte Position verkauft):

  1. Plazza bei 340 CHF, gültig bis 31.03.2022.
  2. Züblin Immobilien bei 27,20 CHF, gültig bis 31.05.2022.

Aktuell offene KAUFAUFTRÄGE :

  1. BVZ Holding, 2 Stück, Limit 615 CHF, gültig bis 31.03.2022.
  2. Valora Holding, 7 Stück, Limit 150 CHF, gültig bis 31.03.2022.

Geändert hat sich das Verkaufs-Limit bei Züblin Immobilien.
Der Grund ist, dass es nach neueren Analyse-Methoden doch kein gutes Unternehmen ist.
Ich will Züblin Immobilien schnell loswerden, aber nicht zu jedem Preis.
Mit 27,20 dürfte sich der Verlust unter 100 CHF halten.
Heute stieg zwar der Kurs von 26,80 auf 27,20, trotzdem wurde mein Verkaufsauftrag noch nicht ausgeführt.

Ich bin aber zuversichtlich, dass dies heute oder morgen noch geschieht.

Ansonsten gibt es keine wesentlichen Änderungen im Depot.
Es sind auch immer noch genau die gleichen Aktien im Depot.

Aufgrund diverser Gebühren, die am 31.12. abgezogen werden,
dürfte sich meine Performance dann nochmals um rund 0,5% verschlechtern.
Derzeit habe ich 18,33% Rendite (nach Gebühren und Verrechnungssteuer) in diesem Jahr eingefahren.

Mein persönlicher Benchmark, der Swiss Performance Index, schaffte bisher (gemäss Portfolio Performance) 20,73%.
Daher habe ich bis jetzt in diesem Jahr meinen Vergleichs-Index nicht geschlagen.
Das ist auch nicht schlimm, kann passieren.
Wichtig ist, dass ich es auf lange Sicht schaffe.