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Steuern / SQ-Konto nie angegeben

Hallo zusammen

Weiss nicht ob das Thema hier passt und ob sich jemand damit auskennt.

Folgendes:

Ich habe vor ca. 10J mit dem Trading angefangen und ein SQ-Account eröffnet.
Dieses Bankkonto hab ich aber steuertechnisch NIE angegeben (alle anderen Bankkonti schon). Nach ca. 10J ist das Vermögen auf dem SQ-Konto nun auf eine 6-stellige Summer angewachsen. Dies Dank Trading und Dividenden. Die Frage nun: was mache ich nun? Theoretisch kann nichts passieren, solange ich mir nichts grossen anschaffe oder Kaufe mit diesem Geld (Immobilie, usw.).

hallo Xetra,
hast du deinen wohnsitz in der schweiz?

ich kann dir nur die straflose selbstanzeige empfehlen, alles andere ist - über kurz oder lang - heikel und kann ziemlich unschön enden.

https://www.efd.admin.ch/efd/de/home/steuern/steuern-national/straflose-selbstanzeige-und-vereinfachte-erben-nachbesteuerung.html

die vermögenssteuer ist in der schweiz ja nicht so hoch - und auch wenn du etwas federn lassen musst, weisst du: du gehst straffrei aus und danach kannst du das vermögen jederezeit verwenden wie du willst, und vorallem: du hast es noch. wird es entdeckt, ist es zumindest vorübergehend mal eingefroren und dann wirds richtig kompliziert.

hoffe das hilft dir so, lg alex

Hallo lobo, vielen Dank für dein Feedback. Ich lebe in der CH und haben den Wohnsitz hier. Somit sollte das Bankkundengeheimnis gelten. Somit dürfte ohne Verdacht dies kein Problem sein, höchstens man Kauft sich was Grösseres (Immo, usw.) und auf einmal taucht viel Geld auf. Ich denke blöder wäre es wenn man so ein Bankkonto im Ausland hätte, dann würde der „Automatische Austausch“ stattfinden. Was meinst du… Herzlichen Dank.

hoi Xetra,

das mag für den moment so stimmen ja. ich persönlich würde aber auf keinen fall wetten, dass es auch so bleibt. auch nicht, dass die straffreie selbstanzeige auf ewig möglich bleibt als ‚reserveoption‘.

ein paar politische vorstösse und die dinge sehen schnell anders aus - besonders im lande ohne verfassungsgericht über den volksentscheiden. und auch aufgrund unserer geopolitischen lage (druck aus europa wird nicht abnehmen, rahmenabkommen hin oder her).

schlussendlich muss das jede person selber entscheiden, ich persönlich würde die variante wählen wo ich ruhig schlafen kann. und mein motto ist: wer steuern zahlen muss, muss sich nicht beklagen. wer viel steuern zahlen muss, erst recht nicht. uns geht es sowieso viel zu gut :wink:

Hoi habe Deinen Beitrag gelesen und hoffe Du hast nicht zuviele Dividenden.
Dann würdest Du die 35% Verrechnungssteuer die autom. Abgezogen werden uns Schweizer immer schenken, wenn Du die Erträge nie angiebst.
Sehr grosszügig von Dir :wink:

Gruss

TJ

Nein, die kannst du als Schweizer mit einem Depot bei einer Schweizer Bank dennoch zurückverlangen, da du in diesem Fall keinen Tax-Voucher benötigst. Aus dem Wertschriften- und Guthabenverzeichnis, welches du mit der Steuerklärung erstellen und einreichen musst, ergibt sich derzeit nicht, bei welcher Bank die Werte liegen.
Allerdings gibt es immer mehr Banken, die dem Kunden einen elektronischen Steuerauszug ausliefern, der eingescannt werden kann. Wenn man diesen benutzt (und viel Zeit spart) wird man auffliegen. Bei einer straflosen Selbstanzeige musst du die Dividenden der letzten zehn Jahre als Einkommen nachversteuern. Die zusätzliche Vermögenssteuer fällt weniger ins Gewicht. Die Verrechnungssteuer kannst du nur für die letzten fünf Jahre zurückverlangen.

Hi xetra,
Dir ist aber schon bewusst, dass das Bankgeheimnis wie es früher existierte vor ein paar Jahren aufgehoben wurde. Die werden Dich auch ohne Dein grösseres zukünftiges Investment finden. Ich würde die bereits empfohlene Selbstanzeige vornehmen und halt die ganzen Dividenden Einträge und Vermögensteuer bezahlen. Möchte nicht wissen was Du bezahlen musst sobald sie Dich erwischen (und das ist nicht absolut schwierig).
Beste Grüsse

P.S.: Das was Du machst ist Steuerbetrug und nichts anderes!

Selbständige einzige vernünftige Lösung.

Die 35% bekommst du aber nicht zurück. Besser selbstanzeige, bevor dich jemand verpfeift oder du aufliegst. Dann wirds unlustig. Der Staat versteht bei so was keinen Spass…

Hallo zusammen, vielen Dank für Eure Antworten.

Auszug: Das Schweizer Bankkundengeheimnis verbietet den Schweizer Banken, die Existenz Ihres Kontos ohne Ihre Einwilligung preiszugeben oder Angaben dazu offen zu legen.

Meine Frage nun: Wie sollte so ein Konto auffliegen? Kann gar nicht sein, weil die Banken keine Daten und Informationen von sich aus und ohne gerichtlichen Beschluss weitergeben.

Hi xetra

Gib das Geld mir und ich stopfe es in mein Kopfkissen.
Dann findet es bestimmt niemand :grinning:

Herzliche Ostergrüsse