Kostenloses Portfolio-Tracking und Finanz-Rechner

Hallo zusammen,

mein Name ist Cédric, ich wohne in Zürich und investiere seit einigen Jahren selbst – ETF, etwas Krypto, 3a, und der ganz normale Schweizer Mix. Ich lese hier schon eine Weile mit und finde den Spirit (selbst entscheiden, Tools selber bauen oder zumindest verstehen, keine Bank-Verkaufs-Sprüche) genau passend zu dem, was ich gerade aufbaue – daher dieser Post. Falls die
Sektion nicht stimmt, verschiebe ich gerne.

Ich arbeite seit mehreren Monaten an MyFinanceTools, einer kostenlosen Plattform für persönliche Finanzen. Ausgangspunkt war simpel: mein Excel-Sheet zur Portfolio-Übersicht wurde langsam unbenutzbar, und kein bestehendes Tool hat mich überzeugt – entweder monatliches Abo, oder man muss seine Bankkonten an einen Aggregator anbinden, was ich bewusst vermeiden wollte. Deshalb läuft das Tracking auf der Plattform komplett manuell bzw. halb-automatisch – nie über eine Bankverbindung.

Was die Plattform aktuell kann:

  • Portfolio-Tracking über 8 Kontotypen: Aktien, ETF, Krypto, Vorsorge­konten (3a / Säule 3a, Pensionskasse / 2. Säule, in der CH-Logik abbildbar), Immobilien, Schulden, alternative Assets, Cash. Echtzeit-Kurse, automatische Multi-Währungs-Umrechnung (24+ Währungen inkl. CHF, EUR, USD), konsolidiertes Nettovermögen, ETF-Overlap-Analyse, Aufteilung nach
    Sektor und Region.

  • Ausgabenverwaltung mit geteilten Konten (Paare, WGs), Aufteilung von Ausgaben (Anteile, Prozente, Beträge), Salden, wiederkehrende Ausgaben, Budgets, Händler und Kategorien.

  • Rund 15 kostenlose Rechner, ohne Anmeldung: Zinseszins, Hypothek, FIRE, Monte-Carlo-Simulation, Schuldentilgung (Schneeball vs. Lawine), Asset-Allokation, Wachstum vs. Dividenden, Notgroschen etc.

  • „Insights“-Seiten zur Einkommens- und Vermögensverteilung pro Land (Schweiz inklusive – ganz nützlich, um sich ehrlich einzuordnen).

  • Längere Guides zum ersten Immobilienkauf, zur Vorbereitung auf die Pensionierung und zum Einstieg ins Investieren.

  • Ein paar Blogartikel, ein Financial-Health-Score, ein Achievement-System.

  • Die Plattform gibt es auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Portugiesisch.

Der Kern ist und bleibt gratis. Es gibt ein Premium-Level für tiefer­gehende Funktionen (tägliche Portfolio-Snapshots, erweiterte ETF-Analysen, Dividenden-Prognosen), aber das eigentliche Tracking ist kostenlos. Die Rechner sind komplett gratis und ohne Anmeldung nutzbar.

Ich poste das hier vor allem, um ehrliches Feedback zu bekommen. DIY-Anleger – und gerade Schweizer DIY-Anleger – merken sehr schnell, wo so ein Tool wackelt: also gerne her mit Kritik, fehlenden Funktionen, Stellen, die nicht stimmen, oder Dingen, die euer eigenes Spreadsheet
besser löst.

Danke,
Cédric

Bevor ich es vergesse, hier wäre noch ein Screenshots (im dark Modus), damit man sich ein besseres Bild machen kann. :slight_smile:

Grundsätzlich ist die Idee sicherlich nicht schlecht aber da bleiben doch ein paar Fragen offen die problematisch sind oder geklärt werden sollten.

Das Tool und die Seite, Texts, etc. sieht extrem nach vibe-coded mit Claude Code aus. Wie viel davon hast du am Ende effektiv selbst geschrieben? Und wie garantierst du deinen Kunden das ihre Daten nicht auch irgendwann einmal im Internet landen durch Fehlern in KI-generiertem Code?

Man sieht leider in letzter Zeit immer mehr das viele Sachen einfach vibe-coded werden und am Schluss die Kundendaten irgendwo im Internet gelandet sind (oder durch Unfälle einfach gelöscht werden). Bei Finanzdaten ist das natürlich gar nicht gut.

Sobald du Werbung oder Affiliate Links verwendest oder ein Produkt oder Dienstleistungen anbietest, benötigt die Website ein Impressum mit klaren und vollständigen Angaben wer dafür verantwortlich ist, d.h. zur Firma, bei Privatpersonen voller Name und volle Anschrift und mindestens einer Email Adresse, ansonsten verstösst die Webseite gegen das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. Siehe z.B. Impressum in der Schweiz: Gesetzliche Pflicht und praktische Tipps | cyon-Blog . Das einfach wegzulassen kann sehr teuer werden.

Weiterhin benötigt die Website eine Datenschutzerklärung mit fast den identischen Angaben insbesondere wer für die Datenverarbeitung verantwortlich ist mit Kontaktadresse. Kontaktformulare oder vage Angaben genügen hier nicht.

Wenn du deine Seite auch im EU Raum anbietest gelten zudem noch weitere Bestimmungen wie EU-DSGVO und GDPR, dafür braucht es ggf. zusätzlich Angaben und je nach dem welche Tools du einsetzt z.B. Google Analytics, Cookies, etc. auch einen entsprechenden Banner wo die Leute auswählen können ob sie damit einverstanden sind oder nicht.

Je nach Art braucht es auch eine Daten­schutz-Vertretung im Europäischen Wirt­schafts­raum (EWR) gem. EU-DSGVO, da gibt es Dienstleister die das anbieten.

Dann für die Seite selbst verwendest du Vercel und Supabase. Nichts gegen die zwei Anbieter bin grosser Fan von beiden Firmen an und für sich und ich verstehe warum du für ein Side Project diese Anbieter verwendest aber hier geht es um ein Finanz Tool, ist das wirklich der ideale Weg Finanzdaten zu speichern und zu verarbeiten bei amerikanischen Tech Firmen? Ein Schweizer oder zumindest EU-Hosting wäre da sicher vertrauenswürdiger.

Dann zum Thema „AI Portfolio Advisor“. Hast du eine Lizenz für Anlageberatung oder bist du zumindest gem. FIDLEG im Beraterregister eingetragen? Hast du entsprechende Kenntnisse und Ausbildungen um FIDLEG Compliance zu erfüllen? Diese Angaben sollten klar ersichtlich sein.

Weiterhin, Anlageberatung durch AI ist ein komplettes No-Go, sprich stammen die Empfehlungen rein von Claude ist das sehr problematisch. Stammen die Empfehlungen von einem von dir entwickelten Algorithmus oder Mechanismus der auf irgend eine wissenschaftlichen Grundlage basiert und Claude macht lediglich die Formulierungen etc. dann ist es eher okay.

Allerdings selbst im zweiten Fall, hast mit Anthropic ein BAA und ein „zero data retention agreement“ oder sowas und verwendest eine Business Variante nicht einfach irgend eine Consumer Version wo einfach alle Daten direkt an einen amerikanischen Konzern geschickt werden und dort dann analysiert, gespeichert und sonst noch weitergeleitet werden und allenfalls auch für Trainingszwecke etc. verwendet werden? Das wäre für Finanzdaten wohl auch rechtlich noch sehr problematisch.

Zum Beispiel können Schweizer Finanzinstitute mit gewissen KI-Anbietern eine spezielle Vereinbarung treffen damit gewisse solche Logging Sachen ausgeschaltet werden um FINMA-Compliant zu sein, dafür müssen dann aber zusätzliche Bedingungen erfüllt werden.

Ich denke in einer Detailbetrachtung kämen da noch viele weitere Fragen auf, aber ich denke das reicht einmal fürs Erste.

Hallo Aleph,

erstmal vielen Dank für das ausführliche und konstruktive Feedback. Du sprichst lauter berechtigte Punkte an, ich versuche der Reihe nach zu antworten.

Zum „vibe-coded“ Eindruck und der Code‑Qualität:
Ja, ich arbeite mit Claude Code als Werkzeug und dies verheimliche ich auch nicht. Aber „vibe-coded“ trifft es nicht: ich habe einen Engineering‑Hintergrund (Robotik / Systems & Control, hauptberuflich Software‑Entwickler) und reviewe jeden Commit selbst. Die Architektur, das Datenmodell, die Service‑Schicht und insbesondere alles rund um Auth und Datenzugriffe schreibe bzw. überprüfe ich von Hand. Ich kenne nämlich genau das Problem, welches du ansprichst. Konkret zur Datensicherheit:

  • Row‑Level Security (RLS) ist auf allen Tabellen aktiv. Die Datenbank selbst weigert sich, die Daten eines anderen Users zurückzugeben, selbst wenn im Code ein Bug wäre.

  • Passwörter werden nicht von mir gespeichert. Die Authentication läuft über Supabase Auth.

  • HTTPS überall, keine Kreditkartendaten auf meinen Servern (Stripe übernimmt das vollständig).

  • Wer die Calculator ohne Login nutzt, schickt gar nichts an meine Server, da ist alles rein im Browser.

Das ist alles auf der Privacy Policy dokumentiert: https://myfinancetools.io/privacy-policy/

Zum Impressum:
Berechtigter Hinweis und ich bekomme das aktuell von mehreren Seiten gespiegelt. Aktuell läuft das Tool als Side Project einer Privatperson, aber da ich mittlerweile Affiliate‑Links und kostenpflichtige Pläne anbiete, bin ich gerade dabei eine Einzelfirma in Zürich zu gründen, damit ein sauberes Impressum mit Geschäftsadresse hinterlegt werden kann. In den nächsten Wochen kommt also ein vollständiges Impressum, dazu eine überarbeitete Datenschutzerklärung mit klar benannter verantwortlicher Stelle und Kontaktadresse.

Zu DSGVO / EWR‑Vertretung:
Aktuell sammle ich faktisch keine Cookies. Vercel Analytics ist cookieless, Stripe lädt nur am Checkout (und das ist bei Stripe, nicht bei mir), und Supabase Auth nutzt nur die für den Login zwingend notwendigen Tokens. Genau deshalb gibt es bei mir auch keinen Cookie‑Banner: nach ePrivacy braucht es den nur, sobald nicht‑essentielle Cookies gesetzt werden, und das ist bei mir nicht der Fall. In der Datenschutzerklärung wird das nochmals explizit so ausgewiesen.

Zu Vercel & Supabase:
Ich habe mich bewusst dafür entschieden, diese beiden zu nehmen, und möchte das auch nicht ändern. Beide Anbieter sind operativ und sicherheitstechnisch erstklassig, und mein Supabase‑Projekt liegt in Frankfurt (EU), die Daten verlassen den EU‑Raum also nicht im Sinne eines US‑Hostings. Wichtig ist mir vor allem, dass das in der Datenschutzerklärung transparent offengelegt ist statt versteckt zu werden, damit jede Nutzerin und jeder Nutzer eine informierte Entscheidung treffen kann. Wer mit dieser Wahl nicht einverstanden ist, ist absolut frei, das Tool nicht zu nutzen. Für mich ist das aktuelle Setup der richtige Kompromiss aus Sicherheit, Wartbarkeit und Geschwindigkeit.

Zum „AI Portfolio Advisor“ und FIDLEG:
Wichtig hier: der Advisor ist explizit kein Anlageberatungs‑Tool im Sinne FIDLEG. Er liefert keine konkreten Kauf‑/Verkaufs‑Empfehlungen für einzelne Titel, sondern beschreibende Portfolio‑Analyse: Diversifikation, ETF‑Overlap, Allocation vs. selbst definiertes Risikoprofil, Dividenden‑Übersicht. Das ist im Disclaimer explizit so festgehalten, die Tools sind „for informational and educational purposes only“ und keine Finanz‑, Anlage‑, Steuer‑ oder Rechtsberatung (https://myfinancetools.io/disclaimer/). Dieser Hinweis ist auf der AI‑Advisor‑Seite selbst ebenfalls sehr prominent platziert.

Bezüglich den Empfehlungen / Insights gibt es zwei verschiedene Arten. 1) Deterministische Logik, die ich selbst geschrieben habe (ETF‑Overlap‑Berechnungen, Sektor‑/Regionen‑Allocation gegen das eingegebene Risikoprofil etc.). Kein Claude in der Analyse. 2) AI Advisor mit Claude (im premium): Hier werden die Daten zu Claude geschickt, aber sind keineswegs auf die Person zurückzuführen. Es wäre ähnlich wie wenn jemand im Browser AI Chat fragen würde, ob es eine gute Idee ist 1M in Cash zu haben, und keinerlei Aktien, zum Beispiel. Claude weiss in meiner App nicht, wer dies fragt, also sogar wesentlich besser als im eingeloggten Browserfenster.

Zu Anthropic / Datenfluss:
Ich nutze die Anthropic API (nicht die Consumer‑Apps Claude.ai). API‑Daten werden gemäss Anthropic‑Policy nicht für Training verwendet, und Zero‑Data‑Retention lässt sich für Enterprise‑Konten beantragen. Wir reden hier aber sowieso über Portfolio‑Strukturdaten ohne Klarnamen/Adressen, also Tickers, Mengen, Allokationsprozente. Keine Kontonummern, keine Bank‑Verknüpfungen, keine Identifikationsdaten gehen je an Anthropic. Das ist eine bewusste Design‑Entscheidung.

FINMA: ist hier nicht anwendbar, da ich weder Finanzinstitut bin noch reguliert beratende Tätigkeit ausübe. Sobald das Produkt in Richtung echter Beratung gehen würde, wäre der Weg über einen Beraterregister‑Eintrag bzw. Anbindung an eine Aufsichtsorganisation der einzig korrekte. Ich bin mir bewusst, wo die Linie liegt, und überschreite sie nicht.

Nochmals danke fürs ausführliche Feedback. Gerade das Impressum ist der Punkt, an dem ich aktuell konkret arbeite. Was ich übrigens als ermutigendes Signal lese: deine Kritik dreht sich vollständig um Legal‑ und Compliance‑Themen, nicht um die Funktionalität, UX oder Berechnungen selbst. Das nehme ich als kleines indirektes Kompliment fürs Produkt mit. Wenn du in Zukunft noch eine weitere Iteration machst und dir noch Details auffallen, würde ich mich sehr freuen, wenn du sie mit mir teilst.

Hast du dir ev. schon überlegt ev. das ganze Tool so zu bauen? Die ganze Logik Client Side inkl. Verschlüsselung so das alles E2E verschlüsselt ist und du eigentlich nur noch Cipher Text Blobs an die Server schickst und speicherst?

So wie das z.T. Email, Note Taking oder Cloud Storage Anbieter mittlerweile machen. Für Portfolio Tracking wäre das sicher cool wenn die Daten so geschützt zumindest geschützt wären.

Ersteres stimmt sicher, aber EU Data Center schützt leider nicht gegen den US Cloud Act wenn die Infrastruktur einer US Firma gehört.

Ich sehe, die Diskussion geht ganz tief. :slight_smile:

Hast du dir ev. schon überlegt ev. das ganze Tool so zu bauen? Die ganze Logik Client Side inkl. Verschlüsselung so das alles E2E verschlüsselt ist und du eigentlich nur noch Cipher Text Blobs an die Server schickst und speicherst?

Ja, daran habe ich tatsächlich nachgedacht, und es ist eine elegante Idee, gerade für reines Portfolio‑Tracking. Mit Bitwarden / Standard Notes / Proton im Hinterkopf weiss ich, dass es sehr gut funktionieren kann. In meinem Fall gibt es aber ein paar konkrete Tradeoffs, die die vollständige E2E‑Variante schwierig machen:

  1. AI Advisor ist mit echtem E2E inkompatibel. Wenn der Server nur Cipher‑Blobs sieht, kann auch keine Logik darauf laufen, weder meine deterministische Analyse (ETF‑Overlap, Risiko‑Allokation etc.) noch der Claude‑basierte Teil. Beides müsste vollständig im Browser laufen, mit allen Folgekosten (grosse JS‑Bundles, kein serverseitiges Caching von Marktdaten pro User, API‑Keys im Client = nicht möglich für Claude). Bei einem Premium‑Feature, das auf Server‑Logik basiert, geht das nicht ohne grundsätzliche Architekturänderung.

  2. Portfolio Snapshots brauchen serverseitige Verarbeitung. Die historischen Snapshots laufen als Cron‑Jobs, holen aktuelle Kurse, rechnen Werte um. Bei E2E müsste das im Browser passieren, sobald der User eingeloggt ist, was die Historie zwangsläufig lückenhaft macht.

  3. Password‑Reset = Datenverlust. Bei echtem E2E ohne Key‑Recovery verliert der User bei vergessenem Passwort alle Daten. Das in einer Finanz‑App zu erklären ist schwierig, und Recovery‑Mechanismen (Secret Share o.Ä.) sind UX‑mässig ein eigenes Projekt.

Was ich aber realistisch finde und eventuell auf die Roadmap setze: eine Art „Private Mode“ für rein lokale Nutzung. Heute funktioniert ja schon der gesamte Calculator‑Bereich ohne Login komplett im Browser. Diese Logik liesse sich auf die Portfolio‑Features ausweiten, mit Export/Import per JSON‑Datei oder Browser‑Storage. Dann hätte man die Wahl: Komfort + AI‑Features mit Cloud‑Speicherung, oder voll lokal ohne Server. Ich denke, das ist der ehrlichere Kompromiss als „pseudo‑E2E“, das in der Praxis dann doch Metadaten leakt.

Werde mir das überlegen, und den effort/reward analysieren.

EU Data Center schützt leider nicht gegen den US Cloud Act wenn die Infrastruktur einer US Firma gehört.

Fairer Punkt beim Cloud Act, du hast völlig recht, und ich nehme die Korrektur an.

Wie ich das für mich einordne: das tatsächliche Risiko‑Szenario unter dem Cloud Act sind gezielte Anfragen an einzelne Accounts im Rahmen US‑amerikanischer Ermittlungen, plus pauschalere FISA‑Order. Was bei mir auf dem Server liegt sind Portfolio‑Strukturdaten (Tickers, Mengen, Allokationen) verknüpft mit Email + Name. Das ist ein anderes Risikoprofil als z.B. Banking‑Daten mit IBAN‑Zugriff oder Identifikations‑Dokumente. Auch falls ein Cloud‑Act‑Request käme: meine Datenmenge ist klein und nicht US‑bezogen, also wäre die Trefferwahrscheinlichkeit eines breit gefassten Requests gering, und ein targeted Request würde eine konkrete Person betreffen, die vermutlich grössere Sorgen hätte als ihr ETF‑Portfolio (welches ja nicht mal richtig sein muss, Leute können dort alles mögliche erfinden).

Das ist keine Verteidigung im Sinne von „also egal“, sondern eine bewusste Einschätzung, dass für die Art der Daten und den aktuellen Reifegrad des Projekts der Tradeoff gegenüber dem Komfort und der Verlässlichkeit der beiden Plattformen vertretbar ist. Wer ein höheres Schutzbedürfnis hat, wird ohnehin nicht zufrieden, bis das alles in einem Schweizer Bunker liegt und in dem Fall, ist es für mich ganz in Ordnung, wenn sie das Tool nicht nutzen, oder nur die anonymen Rechner, Insights, Guides, etc verwenden. :slight_smile:

Finde den „Private Mode“ als Idee sehr sinnvoll. Nicht alles muss zwingend E2E sein, aber eine klare Wahl zwischen lokal/anonym und Cloud/AI wäre für ein Finanztool schon ein starkes Vertrauenssignal.

Besonders Export/Import via JSON fände ich wichtig, sonst ist Browser-Storage schnell etwas fragil. Wenn transparent ersichtlich ist, welche Daten wann den Browser verlassen, wäre das für mich ein guter Kompromiss zwischen Datenschutz und Komfort.