Finanzrudel Community Forum

Beginner Set-Up

Von der Broker Wahl würde ich wenn Gebühren der Fokus sind Interactive Brokers nehmen. Ist etabliert und hat geringe Gebühren im Vergleich zu jedem Schweizer Depot. Nachteile sind halt die fremde Juristiktion und der fehlende Einlegerschutz. Gerade wenn es um hohe Investitionssummen geht würde ich mir das wirklich gut überlegen, weil wenn plötzlich mal ein Staat findet dass jetzt das Konto blockiert wird und man nicht an sein Geld kommt ist der Gang vor Gericht im Ausland sehr teuer. Wenn man mehr Sicherheit in dieser Richtung will würde ich eher einen Schweizer Broker, sprich Swissquote nehmen. Alles regulären Banken sind da dermassen hoffnungslos überteurert mit ihrem Depots dass man da als normaler Anleger gar keinen Gewinn machen kann mit diesen Gebühren. Daher würde ich hier Swissquote empfehlen, der Sparkojote hat dazu auch irgendwo in diesem Forum einen Gutschein Code wo es etwas gibt wenn man mit dem sich anmeldet.

Ich persönlich bin bei Swissquote genau aus den oben genannten Gründen, auch wenn IB rein gebührentechnisch wesentlich günstiger wäre. Bei Swissquote hast du auch gleich ein Bankkonto wo du das Geld zum investieren rauftun kannst, du bräuchtest also zum regulären Konto also nichts mehr zusätzlich.

Bzgl. regulärem Bankkonto würde ich hier Neon empfehlen auch wenn da zur Zeit noch Apple Pay fehlt, aber alles in allem kein schlechtes Produkt und vermutlich das günstigste was auf dem Markt zu finden ist.

Dann noch was zum Thema Aktiensuche. Ein Tool kann ich dir leider keines nennen aber eine Empfehlung. Ich weiss nicht welchen Betrag du investieren willst, aber Investitionen auf Einzeltitel würde ich erst ab einem Investitionsvolumen ab 100’000 CHF empfehlen. Unter dem Betrag ist einfach eine gute Diversifikation nicht möglich (und somit das Risiko zu hoch) oder wenn du alles so klein unterteilst das einigermassen eine Diversifikation möglich ist, dann fressen dich einfach die Gebühren komplett auf. Bei den Gebühren muss du extrem genau achten, gestaffelt investieren asonsten macht man wegen den Gebühren Verlust. Die Gebühren sollten niemals höher sein als 1% des Betrages ansonsten verlierst du einfach zu viel. Besser ist natürlich wesentlich weniger als 1% Gebühren.

Für kleinere Beträge würde ich daher eher passiv gemanagte Fonds bzw. ETFs empfehlen. Aber auch da darauf achten, dass du nicht zuviel für Forex ausgibst und die TER tief ist. Swissquote bietet die ETF Leader für pauschal 9 CHF an (+ Steuern etc.). Was immer noch teuer ist aber im Schweizer Vergleich wohl einer der besten der schlechten Tarife ist. Noch ein bisschen optimieren kann man das dann wenn man Kaufstranchen bündelt und sich so die Gebühren vieler kleinen Einzelkäufe spart. Sprich, ich würde sicherlich nie weniger als mind. 6-10k auf einmal kaufen für die 9 CHF. Bei kleineren Beträgen sind die 9 CHF plus Steuern dann halt einfach wieder zu viel.

Servus @AlephOne,

Von der Broker Wahl würde ich wenn Gebühren der Fokus sind Interactive Brokers nehmen.

Aus GEBÜHREN-Sicht gebe ich dir völlig Recht, IB würde ich Personen wie @Julian trotzdem auf keinen Fall empfehlen. Lynx und CapTrader sind Broker für professionelle Trader, IB setzt dem ganzen mit dem englischen Interface die Krone :crown: auf. Langfristig und mit Know-How ist IB (momentan) der beste Broker (meiner Meinung nach), an die Gebühren kommt man nicht ran. Aber das ist nichts für Anfänger. :sweat_smile:

[…] aber Investitionen auf Einzeltitel würde ich erst ab einem Investitionsvolumen ab 100’000 CHF empfehlen.

Ui, da scheiden sich die Geister. Meiner Meinung nach ist das arg übertrieben. Natürlich sollte man nicht mit 100 € / CHF in 20 einzelne Titel, aber am Ende geht es immer um die prozentuale Diversifikation. Egal ob 10.000 oder 100.000.

Sprich, ich würde sicherlich nie weniger als mind. 6-10k auf einmal kaufen für die 9 CHF.

Sorry, aber das ist mehr als lächerlich. 9 CHF sind 0,09 %. Ich muss mein Geld nicht für Gebühren aus dem Fenster werfen, das ist klar. Aber auf der einen Seite von 100.000 CHF zu reden und dann 9 CHF Gebühren als „viel zu viel“ zu bezeichen (hier sind wir übrigens bei 0,009 %), dafür hab ich kein Verständnis. :sweat_smile:

Ich möchte hier keinen Streit anfangen, es ist lediglich meine Meinung. Manches aus deinem Post klingt für mich nach Schwachsinn oder ist sehr übertrieben.

@Julian
Ich kann als Deutscher leider nicht viel über die Relationen in CHF sagen. Ich persönlich nutze DEGIRO für einzelne Titel, besonders für USA-Aktien ist Degiro klasse mit 0,50 € Gebühren / Trade.
Ich handle genauso europäische Titel auf Degiro, Gebühren in Höhe von 2 € bringen mein Depot nicht zu Fall. :smile:

Liebe Grüße,

Seesi | Phillip :raising_hand_man:

IB setzt dem ganzen mit dem englischen Interface die Krone :crown: auf. Langfristig und mit Know-How ist IB (momentan) der beste Broker (meiner Meinung nach), an die Gebühren kommt man nicht ran.

Also ich würde sowieso wenn ich Geld investiere mir grundsätzlich ein gewisses Know How aneignen, dann geht IB auch für Amateur Trader relativ gut. Also ein bisschen was sollte man halt von der Materie schon verstehen, denn sonst ist es halt wirklich mehr Casino als investieren. Aber ja du hast da schon recht es gibt sicherlich einfachere Plattformen. Auf Swissquote findet man sich generell gut zurecht denke ich. Englisches Interface sehe ich jetzt weniger als Problem in der Schweiz können die meisten Leute Englisch, ich hab z.B. auch all meine Geräte auf Englisch eingestellt wie Handy, Computer, alle meine Profile wo man die Sprache auswählen kann etc. Also das ist jetzt wirklich das kleinste Problem.

Ui, da scheiden sich die Geister. Meiner Meinung nach ist das arg übertrieben. Natürlich sollte man nicht mit 100 € / CHF in 20 einzelne Titel, aber am Ende geht es immer um die prozentuale Diversifikation. Egal ob 10.000 oder 100.000.

Bin mir nicht sicher ob wir uns richtig verstanden haben. Das Gesamtvolumen sollte 100k CHF sein, nicht jeder einzelne Kauf. Ich bin der Meinung das erst ab 100k CHF eine angemessene Diversifikation möglich ist. Wenn du z.B. nur 10’000 CHF investierst und da dann einige der teureren Blue Chips dabei ist, dann kaufst du mit den 10k halt nicht wirklich viele Titel. Sagen wir als Beispiel vielleicht 5 verschiedene a 2k CHF und für die 2k CHF zahlst du dann 20 CHF plus Steuern also vielleicht etwa 30 CHF. Für die 10k CHF hast du dann also 150 CHF bezahlt, sprich 1.5% und dann musst du noch einrechnen, dass du irgendwann das Ganze auch wieder verkaufen musst, also nochmals 1.5%, sind wir schon bei 3% und da hast du die Depotgebühren gar noch nicht dabei. Bei diesen Gebühren musst du also 3-4% Gewinn machen damit du überhaupt bei 0 bist und keinen Verlust machst. Gleichzeitig must du das Marktrisiko aber tragen (dafür möchtest du auch etwas mehr %). Sprich selbst wenn du dann Glück hast, du schmälerst du diesen Gebühren einfach unnötig deinen Gewinn um 3-4%. Wenn du Pech hast, machst du zusätzlich zum Verlust nochmals 3-4% mehr Verlust rein durch Gebühren.

Deswegen habe ich für kleinere Beträge (Depot <= 100k CHF) eben ETF’s empfohlen, da machst du die Diversifikation über den ETF selber und sparst Gebühren weil du keine Einzeltitel kaufen musst. Aber auch da würde ich auf die Gebühren achten, in den 9 CHF ist die Stempelsteuer etc. noch nicht drin d.h. du kommst dann auch wieder auf ca. 20 CHF pro Trade plus Debotgebühren etc.

Sorry, aber das ist mehr als lächerlich.

Das kannst du gerne lächerlich finden, ich halte aber an meiner Empfehlung fest. Bei Depot kleiner 100k CHF lediglich in ETFs investieren und durch weniger Trades aber dafür grössere Beträge Gebühren sparen. Grundsätzlich lebt unsere Konsumwirtschaft genau davon dass gewissen Leuten einfach grundsätzlich egal ist was was kostet und gar nicht auf sowas geachtet wird und einfach Geld aus dem Fenster geworfen wird. Die Banken und Anleger freuts :wink:

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@AlephOne @Seesi VIELEN DANK für den spannenden Austausch. In euren Antworten findet sich genau mein Problem wieder: Je mach Einzelfall ist das “Beginner Set-Up” nicht immer ganz klar.

Ich versuche noch mehr Infos zu geben:

  • Anlagesumme: 10k CHF

  • Wohnort: Schweiz (zwecks Steuererklärung)

  • Anlagestrategie: langfristig (diversifiziert a la “Intelligent Investor”)

  • Depotgebuehren: möglichst niedrig

  • Trade Gebühren: möglichst niedrig

  • Wenn Einzeltitel dann eher außerhalb der Schweiz

Wie schaffe ich es bei einer solch geringen anlagesumme nicht in die von @AlephOne beschriebene Depotgebuehrenfalle hier in CH zu laufen?

Danke - ihr seid Hammer!
Julian :100:

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Hi Julian,

sieht für mich nach der Strategie von @AlephOne aus.
Breit gestreut in ETF´s.

Wenn du trotzdem in Einzelaktien möchtest, dann musst du einfach verschiedene Broker vergleichen.
Wie bereits geschrieben ist DEGIRO sehr günstig für US-Aktien. Ich habe aber in einer kurzen Suche nur ein Preisverzeichnis in EUR gefunden. Kann man bei DEGIRO überhaupt mit CHF handeln? :thinking:

@Sparkojote ist bei DEGIRO soweit ich weiß, glaube aber in EUR. Er kann die Frage bestimmt beantworten.

Schönen Abend allen,

Seesi | Phillip :raising_hand_man:

Wie funktioniert das Steuerreporting bei IB für Steuererklärungen in der Schweiz?

Bei Degiro kann man in CHF handeln. Ich halte mein Konto dort zum Beispiel in CHF und immer wenn ich eine Aktie in USD oder EUR kaufe, werden CHF in die Fremdwährung umgetauscht (Gebühr von 0.1%). Auch eine manuelle Umwandlung ist möglich. Diese weist aber eine andere Gebührenstruktur auf. Weiteres hier: Preis und Leistungsverzeichnis

@Finanzdepot @Seesi Wie funktioniert das Steuer reporting bei DEGIRO für Steuererklärungen und der Schweiz?

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Woran sollte ich eurer Meinung nach die Entscheidung zwischen IB, DEGIRO und SWISSQUOTE festmachen?

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Ende Jahr bekommst du eine Jahresübersicht als PDF. Im Abschnitt „Portfolioübersicht“ siehst du alle per 31.12. gehaltenen Positionen. Im Abschnitt „Dividendenübersicht“ sind alle erhaltenen Dividenden aufgelistet und im Abschnitt „Realisierte Gewinne/Verluste je Produkt“ findest du die verkauften Positionen.
Du überträgst dies nun händisch für jede Position in die Steuersoftware (wann welche Dividende ausgezahlt wurde, weiss die Software bei bekannteren Titeln meist) und legst das PDF von Degiro einfach noch der Steuererklärung bei. Wenn du viel handelst, kann das ganz schön viel Arbeit sein, aber bei der langfristigen Geldanlage ist es schnell erledigt. Meistens kann man bei der Steuersoftware ja die Vorjahresdaten importieren.
Einen Steuerausweis, der alles sehr vereinfacht, wie zum Beispiel bei Swissquote (kostet dort CHF 100), gibt es nicht.
Bei IB funktioniert es übrigens ähnlich.

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Guten Morgen Julian,

Wie funktioniert das Steuer reporting bei DEGIRO für Steuererklärungen

Finanzdepot hat es sehr gut erklärt.
Ich bin auch erst seit kurzem bei DEGIRO und mache heute meine Steuererklärung, dann kann ich meine Erfahrungen dazu schildern.
Ich wusste vorher von der „Problematik“ bei DEGIRO. Für mich ist es aber eine neue Erfahrung, ich lerne was dazu und unmöglich wird es nicht sein, dauert eben ein bisschen länger. :wink:
Zumal es einmal im Jahr ist…
Zum Thema Ablauf in der Schweiz kann ich dir nicht helfen, mir reicht schon die deutsche Steuererklärung. :smiley:

Woran sollte ich eurer Meinung nach die Entscheidung zwischen IB, DEGIRO und SWISSQUOTE festmachen?

Ich kann dir meine Meinung sagen, aber weiterhelfen kann ich dir hierbei nicht. Du musst selbst wissen, was dir wichtig ist.

Gebühren: Interactive Brokers - es gibt keinen Besseren. Schau dir mal ein kurzes Video der Trader Workstation von IB, CapTrader oder Lynx (LINK) an. Ich kann dir jetzt schon sagen, dass es nicht für dich ist.

Interface: DEGIRO (oder Swissquote -> keine Erfahrung). Als Broker für Normalsterbliche wirst du hier eine gute Übersicht deines Depots haben, im Gegensatz zu IB. Es gibt aber auch Broker, bei denen dir das Interface evtl. nicht so gut gefällt wie bei anderen. Ich habe bspw. ein zweites Depot bei OnVista. Mir ist das Interface von OV bspw. zu altbacken, DEGIRO ist hier um einiges einfach zu händeln.

Produkte: Was möchtest du handeln? Für ETF´s ist DEGIRO keine gute Wahl wegen hoher Gebühren und fehlender Sparpläne (Swissquote -> keine Erfahrung). Eine Übersicht von ETF´s und ihren Sparplan Anbietern gibt es auf justetf. ETF in der ETF Suche eingeben, weiter unten findest du dann die Sparpläne mit Anbieter, oben kannst du deine Sparrate eingeben und er zeigt dir automatisch den besten Anbieter nach Gebühren.


Welche Produkte brauchst du? Eins ist klar: Bei Interactive Brokers bekommst du alles, was dein Herz begehrt, hier gibt es keine weiteren Fragen. Aber auch die „normalen“ Broker reichen für dein Spektrum höchstwahrscheinlich aus. Oder möchtest du 10er Hebel Zertifikate auf Penny Stocks? :wink:

Vernetzung: Wie möchtest du handeln? Brauchst du eine App um alle 5 Sekunden in dein Depot zu schauen? TradeRepublic bspw. bietet (momentan) nur eine App an, du kannst also nicht am PC / Laptop in dein Depot. Brauchst du keine Apps oder hasst Sie? OnVista bspw. hat gar keine App für dein Depot. Und was kannst du alles in der App des Brokers machen?

Support & Service: Brauchst du immer einen Berater an deiner Seite und 24 / 7 Kundendienst? Telefon, Live-Chat?

Mehr fällt mir momentan nicht ein an Kriterien. Ich glaube das Wichtigste wird Interface und Gebühren sein. Ich persönlich bin mit DEGIRO sehr zufrieden. Schreib mir doch bitte eine private Nachricht, wenn du ein Depot bei DEGIRO eröffnest, dann kann ich dir einen Affiliate-Link senden und bekomme eine kleine Trader-Prämie. :slight_smile:

Broker, die mir gerade einfallen:

Liebe Grüße,

Seesi | Phillip :raising_hand_man:

Servus Julian,

bin gerade bei DEGIRO angekommen. Da ich das Depot Ende des Jahres eröffnet habe und nichts passiert ist, kann ich dir gerne meine Steuerbescheinigung zeigen - ein Muster sozusagen. Anbei sende ich dir auch einen Link, der das Ganze nochmal beschreibt.
LINK

Auch wichtig zu wissen: Das Geld, welches du auf deinem Depot liegen lässt - also momentan nicht angelegt ist in Aktien etc. - wird bei DEGIRO in einen Geldmarktfonds transferiert.
Weitere Infos:
LINK

Ansonsten gibt es keine Einlagensicherung i. H. v. 100.000 € (gibt es das für Schweizer überhaupt? :thinking:)! Es werden nur Einlagen bis 20.000 € „gesichert“, deine Aktien sind nicht bei DEGIRO, diese sind also sicher.

Muster-Steuerbescheinigung




Herzliche Grüße,

Seesi | Phillip :raising_hand_man:

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Hallo Julian

Ich bin zwar auch noch ein Novize, jedoch habe ich für mich schon ein paar Einsichten gewonnen, die ich dir mitteilen kann, vielleicht nützt es ja was.

Ich bin bei Swissquote. Andere Broker habe ich gar nicht gesucht, den Swissquote ist Sponsor von Srf Börse, weshalb mir dieser Name vertraut war. Ich bin froh, dass ich mich für diesen Broker entschieden habe, denn ich finde die Seite übersichtlich und trotzdem gut ausgestattet.

Wenn du noch mehr Tools haben möchtest oder mehr Informationen sehen willst, dann empfehle ich dir die Youtuberin „Die Aktionärin“ die ein Video zu diesem Thema gemacht hat.

Die Auswahl von Aktien ist ein riesengrosses Thema. Trotzdem haben wir meiner Meinung nach eine grosse Chance bedingt durch die Corona Krise, verhältnismässig günstig an Aktien zu kommen. Ich habe versucht herauszufinden was in der Zukunft angesagt sein könnte. In der Zukunft angesagt heisst ja, dass das jetzt noch nicht der Fall ist, was bedeuten kann, dass du Aktien zu gewissen Themen für ein Trinkgeld kaufen kannst. Das würde auch deswegen Sinn machen, weil du im „Worst Case“ nicht sehr viel Geld verlieren würdest, hingegen gut verdienen kannst, sollte die Aktie an Wert gewinnen. Am besten ist wahrscheinlich, wenn du dir sozusagen eine Strategie auf den Leib schneiderst.

Ich hoffe mein Text ergibt Sinn und hat nicht noch mehr Fragen aufgeworfen. Einen schönen Tag wünsche ich dir.

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Das mit den Steuern muss man eigentlich so wie ich informiert bin bei den meisten Brokern manuell machen, d.h. es gibt zwar einen Auszug bzw. eine Auflistung Ende Jahr, die man dann aber in die Steuererklärung übertragen muss. Bei SQ kann man für 100 CHF einen detailierten Auszug bestellen, der scheinbar dann vom Steueramt akzeptiert wird, aber da ich diesen Auszug nie bestellt habe, kann ich das weder bestätigen noch dementieren. Ich hab auch schon gelesen, dass es Leute gibt die scheinbar einfach diesen Auszug beilegen und ansonsten nichts gross ausfüllen (einfach Depotwert & Dividenden) und das so akzeptiert wird, aber eben, noch nie probiert. Ich habe aber auch nicht soviele Positionen, dass sich das lohnen würde, da ich meistens von den gleichen ETF die ich schon habe einfach dazu kaufe. Aktien habe ich keine dafür finde ich nach wie vor mein Investitionskapital trotz grösser 100k CHF immer noch zu klein und die Gebühren zu hoch in der Schweiz. Zudem möchte ich mich auch gar nicht gross mit Einzelfirmen beschäftigen. Einfach rein nach Gefühl kaufen wäre mir wohl etwas zu unprofessionell und Bilanzen und Jahresberichte der Unternehmen zu analysieren ist mir schlicht einfach zu langweilig. Investieren ist für mich rein ein Mittel zum Zweck um Geld zu verdienen und nicht irgendwie ein Hobby. Wie jetzt einzelne Firmen wirtschaften, das interessiert mich schlicht und einfach nicht, mich interessiert eher die Gesamtwirtschaft und da passen ETF’s doch ganz gut.

Lass dir bei der Broker Wahl nur genug Zeit, das nacher wieder zu ändern kann ganz schön teuer werden. Transferieren geht wohl in den seltensten Fällen und Verkauf / Neukauf ist einfach wieder mit doppelten Gebühren für nichts bestraft. Also lieber etwas Zeit lassen und vorallem auch überlegen was du in der Zukunft machen möchtest, d.h. der Broker sollte auch für deine Bedürfnisse in 20 Jahren noch reichen. Klar, was in 20 Jahren ist weiss man nie und es könnte ja sein, dass mal ein noch viel besserer Broker auf den Markt kommt. Ich würde es einfach vermeiden irgendwie zig Konten zu eröffnen oder diese regelmässig zu wechseln.

DEGIRO sieht von den Preisen her ziemlich attraktiv aus, aber da hat Seesi geschrieben sei die Auswahl an ETFs nicht so gross, daher ist es dann doch eher weniger interessant. Zudem hat halt DEGIRO die gleiche Problematik wie IB, es ist eine ausländische Firma und ich würde halt irgendwie nicht einen grösseren Teil meines Vermögens bei einer EU oder US Firma lagern. Erstens weiss man nie wenn die Schweiz wiedermal von der USA erpresst wird oder das EU Zentralkomitte findet, die Schweizer hätten es zu gut da müsse man wiedermal ein paar Nadeln in die Schweizer Wirtschaft stecken, und zweitens ist es halt so wenn da mal irgendwas ist wo man vors Gericht müsste, dann einfach viel Spass und Glück in der EU oder den USA.

Auf der anderen Seite sind halt Schweizer Anbieter für Einzeltitelhandel wirklich nicht attraktiv. Sprich ich würde es anhand der längerfristige Summe und auch Produkte abhängig machen. Wenn du gedenkst eher eine kleinere Summe sprich ein kleiner Anteil deines Vermögens zu investieren und eher in Einzeltitel, dann vermutlich eher sowas wie DEGIRO. Wenn du jetzt aber vor hast voll einen auf Minimalismus zu machen und möglichst viel Geld jeden Monat zu investieren über mehrere Jahre hinweg und so dann auch ein grosser Betrag zusammen kommt und beim Broker dann am Ende eigentlich ein grosser Teil deines Vermögens ist, dann würde ich eher einen Schweizer Broker wie Swissquote empfehlen da mir sonst halt einfach das Risiko zu hoch wäre. Dann aber auch eher in ETF’s investieren. Bei Swissquote kostet die ETF Leader Palette 9 CHF pauschal & Steuern&Abgaben und Depotgebühren, was immer noch genug ist aber halt günstiger als Aktien. Aktien sind da z.B. für 2k-10k Trades 30 CHF + Börsengebühren + Stempelsteuer + Depotgebühren. Soll nicht heissen, dass du dir nicht auchmal ein paar Aktien kaufen kannst, das geht natürlich schon aber das ist dann halt wirklich Buy & Hold über mehrere Jahre und sollte auch eher ein kleinerer Anteil ausmachen dafür hautpsächlich ETFs, gerade bei kleineren Investitionsbeträgen.

Sprich, überleg dir was du machen willst (ETFs vs Einzeltitel? Beides?), schau dir die Produkteauswahl an und studiere die Gebühren genau (auch das kleingedruckte). Z.B. bei SQ steht unterhalt der Preistabelle klein: Fees indicated can also be subject to local stock exchange or governmental taxes. Was gut fast nochmals den Betrag der Gebühr selber ausmachen kann. Dann musst du auch rechnen, dass du das Ganze irgendwann wieder verkaufen musst, sprich die Gebühr nochmals zahlen musst. Unbedingt auch die politischen Risiken mit einbeziehen insb. bzgl. EU und USA. Oder auch was machst du falls dir der Account gesperrt wird und du vor Gericht musst? Auch der fehlende Einlegerschutz kann ein Argument sein. Je höher die Investitionssumme, desto wichtiger die letzten Punkte. Wenn du in deinem Leben mal 10k verlierst dann magst du das überleben, aber wenn du dein gesammtes gespartes von 600k CHF verlierst weil es irgendwo bei einem ausländischen Broker festsitzt und du dann nach Amsterdam oder Brüssel vor Gericht musst, dann ist das unschön.

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Danke @AlephOne @Seesi Für all den wertvollen Input.

Ich tendiere immer mehr zu Swissquote (breites Produktangebot, Schweizer Anbieter).

Nachteile bei Swissquote sehe ich im Bereich Depotkosten und Wechselkursgebühren.

Depotkosten kann ich minimieren indem ich seltener kaufe/verkaufe.

@Sparkojote Weißt Du wie man Wechselkursgebühren bei Swissquote umgeht?

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Hallo Julian,

Ich Wechsel zur Zeit immer direkt über Swissquote, ich finde es angemessen und für mich passt es. Die Dividenden bekomme ich in den jeweiligen Währungen USD, GBP, EUR und CHF. Diese kann ich dann für weitere Nachkäufe in der jeweiligen Währung verwenden.

Liebe Grüsse
Thomas

Hi Aleph,

kleiner Edit:
Das Angebot bei Degiro ist für normale Anleger auch ausreichend, nur vonseiten der Gebühren lohnt es sich nicht. Zumal Sie keine Sparpläne anbieten, was beim ETF eigentlich das Wichtigste ist.

Liebe Grüße,

Seesi | Phillip :raising_hand_man:t2:

@Seesi Swissquote hat ETF Sparpläne?

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Hi Julian,

wie bereits geschrieben, kann ich dir keine Auskunft dazu geben. Ich bin kein Freund von ETFs und bin Deutscher, daher nicht bei SQ.

Liebe Grüße,

Seesi | Phillip :raising_hand_man:t2:

SQ hat keine Sparpläne, das ist in der Schweiz eigentlich nicht so verbreitet. Gibt es nur bei wenigen Anbietern, meistens bei Banken mit hoffnungslos überteuerten Depots und aktiv verwalteten Strategiefonds.

Sparpläne sind eher für Leute die einfach regelmässig via Dauerauftrag etwas einzahlen aber ansonsten nichts mit der Sache zu tun haben wollen. Das ist natürlich immer noch besser als gar nicht investieren oder einfach alles auf einem Sparkonto lassen.

Würde aber eher von Sparplänen abraten sondern direkt und gezielt in ETFs investieren. So kann man seine Käufe steuern und z.B. auch mal den richtigen Moment abwarten (zum Beispiel wenn man darauf spekuliert, dass es im Herbst nochmals eine Corona Welle geben wird und die Wirtschaft nochmals so richtig taucht). Man kann auch das Portfolio entsprechend der Wirtschaftslage spontan anpassen. Bei Sparplänen wird einfach stupid immer bei Einzahlung investiert, auch wenn gerade zum Beispiel eine super Hochpreisphase ist.